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Projekt Verlustsache: Märkische Sammlungen Neuruppin, Museum [00180]
180: Flasche (Albert-Heyde-Stiftung CC BY-NC-SA)
Herkunft/Rechte: Albert-Heyde-Stiftung / Erwin Schreyer (CC BY-NC-SA)
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Eingericht mit Bergbauszene

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Beschreibung

Einmal überstochene Vierkantflasche aus farblosem Glas mit darin aufgebauter plastischer Darstellung eines Bergwerkes, schlanker Hals mit leicht ausgestellter Mündung, verschlossen mit einem geschnitzten Holzkorken, der innen mit Querkeilen versehen wurde, die ein Öffnen unmöglich machen. In vier Ebenen aus einem hölzernen Gerüst ist eine größere Anzahl geschnitzter, bemalter Figuren und Gegenstände zu sehen: Unten ist der Abbau von Erzen, darüber eine Musikkapelle aus Bergmännern und oben scheinbar – auf der etwas unscharfen Fotografie nicht gut ersichtlich – die Aufbereitung des Erzes dargestellt. Gut erkennbar sind die Knieschützer auf den weißen Hosen der Bergleute.
Derartige Geduldsflaschen wurden hauptsächlich in Regionen angefertigt, die vom Bergbau geprägt waren, im 19. Jahrhundert als Zeitvertreib oder Nebenerwerb. Meist handelt es sich dabei um Erzeugnisse aus dem sächsischen Erzgebirge, dem Vogtland oder dem Harz, aber auch aus der Zentralslowakei und Schlesien sind Beispiele überliefert. Dem Aufbau und seiner ganzen Anmutung nach dürfte es sich bei dieser Flasche um ein Exemplar entweder aus Sachsen, Niederschlesien oder aus Kremnitz (heute Kremnica) handeln. Gerade das Motiv der Musikkapelle war dort über einen längeren Zeitraum beliebt. Datieren könnte die Flasche noch ins ausgehende 18. Jahrhundert.

Museum Neuruppin, Kriegsverlust 1945.

Foto: Erwin Schreyer (1943)

Material/Technik

Glas, Holz / formgeblasen, überstochen, geschnitzt, farbig gefasst

Maße

Höhe: 19 cm

Hergestellt Hergestellt
1786
Aufgenommen Aufgenommen
1943
Schreyer, Erwin
Neuruppin
1785 1945

Objekt aus: Projekt Verlustsache: Märkische Sammlungen

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