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GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung Schleswig-holsteinische Landschaften

Schleswig-holsteinische Landschaften

Illies wurde in seiner Kindheit wegen seiner schwachen Konstitution zu einer Pastorenfamilie nach Niendorf in Schleswig-Holstein in Pension gegeben. In dieser Zeit erfuhr er eine besondere Prägung. Er schreibt darüber in seinen Jugenderinnerungen: "[…] dort in dem Obstgarten des Pastors bahnte sich schon etwas in mir an, was mich zeitlebens nicht mehr losgelassen hat. Es war Romantik von besonderem Gepräge, und ohne Romantik bin ich im Leben nicht ausgekommen" (Kat. Farben-Schöpfung S. 81). Mit Romantik meint Illies seine Bewunderung für die Landschaft und das ländliche Leben. Zeit seines Lebens sucht er immer wieder Landstriche in Schleswig-Holstein auf. Regelmäßig hielt er sich in den 1940er und 50er Jahren auch auf dem Gut seines Bruders bei Hörst nahe der Schleimündung auf. Dort, in dieser so geliebten Landschaft, malte er beinahe bis zur Erschöpfung. Illies brachte zahlreiche Pastelle von Strohdachhäusern und den typischen schleswig-holsteinischen Knicks - Wallhecken zur Abgrenzung der Felder - mit nach Hause und notierte voll Wonne: "Was mich […] innerlich zwischen den Knicks, unter den gewaltigen Buchen an der Schlei, im Anblick der traulichen Strohdachkaten und bei manchem über den Zaun oder die Hecke geworfenen Blick in die gepflegten bunten Bauerngärten bewegte, ist eigentlich gar nicht auszusprechen. Es war ein vor Glück und Wehmut des Entsagens gemischtes Gefühl unerhörter Intensität" (zit. nach Kat. Farben-Schöpfung S. 36).

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