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Stadtmuseum Bad Dürkheim im Kulturzentrum Haus Catoir Foto - Sammlung Adolf Krapp [DK01-630]

Foto-Sammlung Adolf Krapp, Ordner 13: Flaggenturm, 1981

Foto-Sammlung Adolf Krapp, Ordner 13: Flaggenturm, 1981 (Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. (CC BY-NC-SA)

Description

Foto-Sammlung Adolf Krapp, Ordner 13: Flaggenturm

Die Fotosammlung war die Arbeitsgrundlage für das Buch "Bilddokumente über Alt-Dürkheim", siehe weiter unten unter "Literatur".

Abbildung:
Jakob Eßlinger, ein treuer Dürkheimer.
Vor 55 Jahren, am 18. September 1926, ist em treuer Sohn Dürkheims verstorben. Herr Oberkirchenrat Jakob EßIiner wurde am 1. Mai 1860 in Bad Dürkheim, in der Burgstraße, gegenüber der Burgkirche geboren. Sein Vater hieß Conrad Eßlinger und war Gutsbesitzer. Seine Mutter hieß Franziska, geb. Schafer. Von 1869 bis 1874 besuchte Jakob Eßlinger die damals 4 klassige Lateinschule in Dürkheim. Beim Abschluss an der Lateinschule wurde er mit dem Schillerpreis ausgezeichnet. 1878 absolvierte er das Gymnasium in Speyer, da seine Eltern inzwischen nach Speyer verzogen waren. Von 1879 bis 1882 studierte er Rechtswissenschaft an der Univemität in München und war dann anschließend 3 Jahre Rechtspraktikant in Speyer. 1885 legte er die Staatsprüfung mit dem 1. Platz unter den in der Pfalz Geprüften ab. 1887 war er Bezirks-Amtmann in Sulzbach. 1890 an das Bezirksamt in Speyer versetzt, wurde er 1895 Regierungsassessor bei der Regierung der Pfalz in Speyer. Im Jahre 1897 wurde er weltlicher Konsistorialrat bei der prot. Landeskirche der Pfalz, im Rang eines Oberkirchenrates Zuletzt wohnte Eßlinger wieder in seiner Heimatstadt Bad Dürkheim und verfasste da die Erzählung „Aus der Jugendzeit" unter dem Pseudonym „Erinnerungen eines alten Derkemers", in der eine Fülle von reizenden Begebenheiten, Personen, Straßen, Häuser, Anlagen und Ereignisse im Dürkheim des vorigen Jahrhunderts für die Nachwelt festgehalten sind. Im Jahr 1922 erschien noch eine Zweitausgabe.
Unser Ehrenmitglied, Herr Herbert Fitz, hat sich 1926 noch sehr um Jakob Eßlinger angenommen und Ihn persönlich nach Horneck bei Bad Wimpfen in ein Sanatorium gefahren. Jakob Eßlinger ist auch in Horneck als Junggeselle am 18 September 1926 verstorben. Er wurde dann nach Speyer überführt und dort zur letzten Ruhe gebettet. Es wäre eine Ehrenpfhcht seiner Vaterstadt Bad Dürkheim, nach Ihm einmal eine Straße zu benennen. Der Drachenfelsclub Verschönerungsverein e.V. Bad Durkheim hat seinem Mitglied im Jahr 1929 beim Flaggenturm eine Gedenktafel gewidmet (s. Bild) mit der Inschrift "Dürkheims Sohn und treuen Freunde Oberkirchenrat Jakob Eißlinger zum Gedächtnis von seinen Freunden und dem Drachenfelsclub e.V. Verschönerungsverein Bad Dürkheim gestiftet 1929". Leider wurde die Gedenktafel mit Sitzbank, wie auch der ganze Flaggenturm, im Laufe der letzten Jahre stark beschädigt, so daß dieser Platz keinen erhebenden Anblick mehr bietet. Der Drachenfelsclub wollte zum 55. Todestag die Gedenktafel wieder neu herrichten lassen, was nach Meinung eines Fachmannes aber nicht mehr möglich ist. Eine neue Platte auf dem Flaggenturm anzubringen, wo sie wieder laufend der Zerstörungswut zweifelhafter Elemente ausgesetzt ist, ist nicht ratsam.
Der Drachenfelsclub hat sich aber auf vielseitigen Wunsch aus der Bevölkerung entschlossen, zum 55. Todestag von Jakob Eßlinger das Buchlem „Aus der Jugendzeit - Erinnerung eines alten Derkemers" neu aufzulegen Das kleine Büchlein ist so köstlich und so spannend geschrieben, daß jedem echten Dürkheimer das Herz aufgeht.Es sollte in keiner Dürkheimer Familie fehlen und ist sehr geeignet als Geschenk an Freunde oder Bekannte.

Material/Technique

Papier * Fotografie

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... When

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Literature

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Stadtmuseum Bad Dürkheim im Kulturzentrum Haus Catoir

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