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Stadtmuseum Simeonstift Trier Gemälde [III 262]

Trierer Gerichtsbild von 1589

Trierer Gerichtsbild von 1589 (Stadtmuseum Simeonstift Trier RR-R)
Provenance/Rights: Stadtmuseum Simeonstift Trier / Stadtmuseum Simeonstift Trier (RR-R)
"Trierer Gerichtsbild von 1589

Provenance/Rights: 
Stadtmuseum Simeonstift Trier (RR-R)

"Trierer Gerichtsbild von 1589

Provenance/Rights: 
Stadtmuseum Simeonstift Trier (RR-R)

"Trierer Gerichtsbild von 1589

Provenance/Rights: 
Stadtmuseum Simeonstift Trier (RR-R)

Description

Seit dem 15. Jahrhundert war es im deutschen Rechtsgebiet weit verbreitete Sitte, in den Gerichtssälen sog. Gerechtigkeits- oder Gerichtsbilder aufzuhängen, meist in Verbindung mit Darstellungen des Jüngsten Gerichts. Auch das dreiteilige, in Form eines Frieses gestaltete, dreiteilige Trierer Gerichtsbild vereint die Darstellung irdischer und himmlischer Gerechtigkeit. Die Stadt Trier hatte mit ihrer Niederlage im Prozess um Reichsunmittelbarkeit im Jahre 1580 wichtige Gerichtskompetenzen verloren; die gesamte Blut- und Kriminalgerichtsbarkeit lag seitdem allein beim kurfürstlichen Hochgericht mit seinen 14 Schöffen unter dem Vorsitz des kurfürstlichen Schultheißen.
Das Mittelbild zeigt ausschnitthaft dieses Hochgericht: Der Schultheiß mit kurfürstlichem Wappen am Revers seines weißen Talars, mit rotem Barett und szepterartigem Richterstab sitzt erhöht auf dem Richterstuhl. Die Mahnung an das Jüngste Gericht findet sich auf der linkerhand folgenden Tafel. Hier thront Christus als Weltenrichter auf einem Regenbogen, flankiert von Maria und Johannes dem Täufer als Fürsprecher für die zu Richtenden. Unter ihnen, auf der Erde, streiten sich noch der Teufel und der Schutzengel um die Seele eines jungen Mannes. Auch die Tafel rechts der Gerichtsszene mahnt einen weisen Richterspruch an, verkörpert in der Gestalt der Justitia mit Waage und Fackel in den erhobenen Händen.
Auf den langschmalen Seitentafeln ist die Darstellung von insgesamt 17 Trierer Stadtteilen, Klöstern oder umgebenden Ortschaften mit ihren charakteristischen Gebäudegruppen zu sehen.
Erzbischof und Kurfürst Johann von Schönenberg ließ es nach älterem Vorbild kopieren und 1589 im neuen Gerichtshaus in der Grabenstraße anbringen.

Material/Technique

Öl auf Holz

Measurements

36,5 x 160 cm

Painted ...
... When
... Where More about the place
Commissioned ...
... Who: Zur Personenseite: Johann von Schönenberg (1525-1599)
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Literature

Keywords

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Commissioned Commissioned
1550 - 1600
Painted Painted
1589
1549 1602
Stadtmuseum Simeonstift Trier

Object from: Stadtmuseum Simeonstift Trier

Das Museum ist ein stadtgeschichtliches Museum mit Sammlungsschwerpunkten auf Zeugnissen der Trierer Stadtgeschichte sowie auf Kunst und Kultur der...

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