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Münzkabinett Neuzeit 17. Jh. [18201936]

Friedland, Sagan und Mecklenburg: Albrecht von Wallenstein (Waldstein)

https://ikmk.smb.museum/mk-edit/images/n1/1986/vs_org.jpg (Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann) (CC BY-NC-SA)

Description

Vorderseite: "ALBERT D G DVX ME-GA FRID ET SA PR VA. Albert von Gottes Gnaden Herzog von Mecklenburg, Friedland und Sagan, Fürst zu Wenden" - Drapiertes Brustbild des Albrecht von Waldstein in der Vorderansicht. Unten das Münzmeisterzeichen Sonne mit eingeschriebenem Gesicht (Georg Reick).
Rückseite: "COM SVER DO ROS - ET STARGAR 1630 Graf zu Schwerin, Herr zu Rostock und Stargard" - Fürstenhut über Wappenschild: Büffelkopf, Adler, Engel und Löwe, Büffelkopf im Profil, quadrierter Löwenschild, quer geteilter Schild, Greif, geharnischter Arm mit Diamant. Außen die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies.

Wappenschilde: Büffelkopf (Mecklenburg), Adler (Friedland), Engel und Löwe (Sagan-Flinsberg), Büffelkopf im Profil (Wenden), quadrierter Löwenschild (das Stammwappen Waldstein), quer geteilter Schild (Schwerin), Greif (Rostock), geharnischter Arm mit Diamant (Stargard). - Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein (Wallenstein), geb. 1583, ist der bekannteste Feldherr des Dreißigjährigen Krieges. Er kämpfte seit dessen Beginn im Jahre 1618 auf der Seite der Katholischen Liga und des Kaisers Ferdinand II. und machte im Verlauf der 1620er Jahre eine steile Karriere. Seit 1625 war er kaiserlicher General und erhielt neben der Erhebung in den Reichsfürstenstand bedeutende Territorien und Privilegien. Seinen böhmischen Stammsitz Gitschin baute er zu einem Musterbetrieb des Absolutismus aus. Sein Machtzuwachs und Reichtum - sein hinterlassener Besitz wurde auf 10 Millionen Rheinische Gulden geschätzt - schuf ihm allerdings Feinde am Wiener Hof, welche den misstrauisch gewordenen Kaiser die Ermordung Wallensteins am 25. Februar 1634 in Eger gutheißen ließen. Wallenstein ließ in Gitschin in Gold wohl nur Dukaten und ihre Vielfachen prägen, darunter Doppeldukaten, sowie fünffache und zehnfache Stücke. Dieser Berliner Portugalöser gehört nicht nur zu den schwersten Geprägen Wallensteins, er ist auch deshalb bedeutsam, weil er mit der Nennung des mecklenburgischen Herzogtitels zu den eher seltenen Geprägen des ´Friedländers´ gehört. Das Herzogtum Mecklenburg war Wallenstein 1630 vom Kaiser übertragen worden.

Material/Technique

Gold, geprägt

Measurements

44 mm, 34.55 g, 11 h

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Keywords

Object from: Münzkabinett

Das Münzkabinett zählt zu den bedeutendsten numismatischen Sammlungen der Welt. Es stellt seine Bestände vornehmlich im Bode-Museum auf der ...

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[Last update: 2019/07/01]

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