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Kunstgewerbemuseum [AE 563]

Heilung des stummen Besessenen

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1839679&resolution=superImageResolution#4205876 (Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin / Hans-Joachim Bartsch (CC BY-NC-SA)

Description

Das Glasgemälde zeigt eines der Heilungswunder Jesu, die Heilung des stummen Besessenen von Gerasa (Mk 5,1–20 und Lk 8,26–39) oder die Heilung des besessenen Knaben (Mk 9,14–29 und Lk 9,37–43). In der linken Bildhälfte steht Christus vor der dicht gedrängten Schar seiner Jünger. Er hat die Rechte zum Segensgestus erhoben und wendet sich dem Besessenen zu, der von zwei Männern gewaltsam an den Armen gehalten wird. Rechts im Mittelgrund erscheint ein Paar, das durch den gelben Pileus cornutus ("Judenhut") des Mannes als jüdisch ausgewiesen ist. Wegen des Fehlens der für die Wunderheilung von Gerasa wesentlichen Schweine einerseits und des keineswegs knabenhaften Äußeren des Besessenen andererseits fällt eine eindeutige Identifikation des dargestellten Wunders schwer.
Die Rundscheibe stammt aus einem insgesamt neun Szenen umfassenden Zyklus von Darstellungen aus dem Leben Jesu, der wohl von dem Straßburger Glasmaler Peter Hemmel zwischen 1475 und 1480 für die südlichen Oberfenster im großen Ratssaal des Ulmer Rathauses geschaffen wurde. Nach dem Ausbau um Ursprungsort befanden sie sich seit 1805 im Rittersaal des Schlosses Erbach im Odenwald. 1927 erwarben die Staatlichen Museen zu Berlin die acht jetzt im Kunstgewerbemuseum bewahrten Scheiben, eine weitere gelangte in das Hessische Landesmuseum Darmstadt.
Die Auswahl der neun Szenen aus dem Leben Jesu für den Zyklus im Ulmer Rathaussaal ist durchaus ungewöhnlich. Für die drei Fenster der Südseite wurden drei Themenkreise mit je drei Darstellungen ausgeführt: die Menschwerdung des Gottessohnes (Verkündigung an Maria, Inv. Nr. AE 561; Geburt Christi, Inv. Nr. AE 562; Versuchung Christi, HLM Darmstadt), seine karitativen Wunder (Gespräch mit dem Kanaanäischen Weib, Inv. Nr. AE 564; Heilung des stummen Besessenen, Inv. Nr. AE 563; Speisung der Fünftausend, Inv. Nr. AE 566) und die Bezeugung seiner Göttlichkeit (Versuchte Steinigung, Inv. Nr. AE 565; Einzug in Jerusalem, Inv. Nr. 567; Auferstehung, Inv. Nr. 568). LL
CVMA 98700

Entstehungsort stilistisch: Straßburg

Historischer Standort: Ulm, großer Ratssaal des Rathauses (bis 1803)

Historischer Standort: Erbach, Rittersaal des Schlosses (1805 bis vor 1927)

Material/Technique

Weiße und farbige Gläser; Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot

Measurements

Durchmesser: 36,6 cm

Links / Documents

Object from: Kunstgewerbemuseum

Das 1867 gegründete Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin ist das älteste und größte seiner Art in Deutschland. Es beherbergt ...

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