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Museum für Islamische Kunst [I. 4596 fol. 13 v]

Kaiser Dschahangir und der Thronfolger Prinz Khurram bei der Versammlung zum Fastenbrechens- oder Opferfest an einem islamischen Festplatz

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1525405&resolution=superImageResolution#5445706 (Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Johannes Kramer (CC BY-NC-SA)

Description

Aus einer leichten Vogelschau fällt der Blick auf ein ummauertes Festtagsgelände, die rote (Ziegel-)Mauer mit Blendarkaden hat ein eingezogenes, tiefes Portal aus gelblichem Stein (?) mit dunkler Wandfarbe. Innen ist eine lange weiße Mauer mit von der Bordüre überschnittener Tür oder Nische und dreistufiger Kanzel. Vor diesem Teil ist auf Holzpfählen – von denen vier sichtbar sind – ein schweres, kostbares Zeltdach für Kaiser Dschahangir (1605 – 1627) gespannt. Sicher sitzt er in der Nähe der Gebetsnische, die entweder falsch rechts von der Kanzel als dunkle Öffnung oder gar nicht dargestellt ist. Der Boden vor Wand und Kanzel ist mit Reihengebetsteppichen ausgelegt, Kaiser und Kronprinz sitzen auf eigenen kleineren Gebetsteppichen auf einem rot-violetten Podest, das mit einem großen Nischen-Teppich mit golden dargestelltem Rankenwerk bedeckt ist, auf einem weiteren riesigen dunkelgrundigen Medaillonteppich mit hellblauer Bordüre sitzt die Festgemeinde mit sorgfältig charakterisierten Porträtköpfen, einige halten Objekte – ein großes Album, etwas in kostbaren Brokatstoff Eingewickeltes. Das gleiche gilt für fast alle andern Personen, wie die drei vor der Öffnung oder Nische sitzenden Derwische und die Höflinge vorn bei dem Zeremonienmeister mit Stab. Vor dem Tor sammeln sich Personen für den anschließenden Festumzug, zwei reich geschmückte Elefanten bringen Fahnenträger und Musikanten, wobei die Pauke sichtbar ist.
Kaiser Dschahangir und der Kronprinz sind mit Strahlennimbus ausgezeichnet, zahlreiche Höflinge und Ehrengäste sitzen ohne Gebetshaltung, der dargestellte Moment ist während der Predigt eines grün gewandeten Scheichs auf der Kanzel, bzw. wegen des geöffneten Mundes des Turbanträgers hinter ihm vielleicht gerade bei einer Rezitation. Andere hinter ihm tragen Textilien – vielleicht als Geschenke für den Kaiser, und ein Diener eine große Schale dunkler Früchte, die nach von Gladiß als Weintrauben ein Monatsdatum des Festes erlauben – das „kleine“ Fest des Fastenbrechens fiel nur 1615-17 in die Herbstmonate der Weinernte, das „große“ Opferfest wäre einige Jahre später zu dieser Jahreszeit. Jeder kann sich wie zur Dokumentation als Geladener zu diesem Fest erkennen.
Gemalt sicher unter Beteiligung großer Meister des Hofateliers, wie z.B. Govardhan bei den Blättern, die später zu neuen Alben zusammengefügt wurden, wie das sog. „Minto-Album“ und sein Umkreis, heute aufbewahrt in Dublin und London.
Um das Bild sind mehrere Streifen mit der Bordürenmalerei aufgeklebt, eine hellrote Hauptbordüre mit silberner Wellenranke mit Blättern und Blüten in Gold- und Silbermalerei und gelungener Ecklösung, gesäumt von schwarzgrundigen Nebenbordüren mit feiner silberner Wellenranke und abwechselndem Blatt- und Blütenbesatz.
Marginale Beischrift, „az Ǧahāngīr pādšāh maǧlis-i `īdgāh“ (Kaiser Dschahangir bei einer Versammlung zum Fastenbrechen).

Herkunft (Allgemein): Indien

Material/Technique

Blatt mit Bild im Zentrum aufgeklebt, Bordüren in Streifen um es herum geklebt, Klebränder teilweise mit goldener bzw. farbiger Leiste verdeckt. Maße Bild H: 35,3 cm, B: 19,6 cm

Measurements

Höhe: 50 cm; Breite: 36,5 cm

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Object from: Museum für Islamische Kunst

Das Museum für Islamische Kunst stellt seine vielfältigen Werke islamischer Kunst im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel Berlin aus. Es gehört zu ...

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[Last update: 2019/07/01]

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