museum-digitaldeutschland

Close
Close
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst Museum für Byzantinische Kunst [4/57]

Widderträger

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1441292&resolution=superImageResolution#2718515 (Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Jürgen Liepe (CC BY-NC-SA)

Description

Nach etlichen Beispielen verwandter Tischstützen lässt sich das Berliner Fragment rekonstruieren: Über einem Podest war zunächst eine Basisplatte angebracht. Über dieser erhob sich ein Pfeilerschaft, mit dem die Hirtenfigur eine statische Einheit bildete, wie man an der Rückseite sehen kann. Auf der Basis saßen rechts und links je ein Schaf. Der obere Teil des Pfeilerschafts leitete mit einem vegetabil verzierten Aufsatz direkt zur marmornen Tischplatte über.
Der Hirt steht frontal in leichtem Kontrapost und trägt auf seinen Schultern ein Schaf, dessen Vorder- und Hinterbeine er mit der rechten Hand umklammert hält. In der linken Hand trug er einen Hirtenstab. Denkt man sich die beiden auf der Basis sitzenden und dem Hirten zugewandten Schafe hinzu, dann ergibt sich eine reizvolle Dreierkomposition.
Lange Zeit galt das Bild des Schafträgers als Allegorie des Guten Hirten Christus, doch zeigen gerade die zahlreichen, als Tischstützen verwendeten Darstellungen, die sämtlich dem privaten, auf jeden Fall dem profanen Bereich zugeordnet werden können, dass dieses seit alters vertraute bukolische Motiv im Laufe seiner Verwendung verschiedene Bedeutungen angenommen hatte. In der römischen Kaiserzeit und in der Spätantike galt der Schafträger vor allem als Sinnbild des Friedens und war in dieser Hinsicht zunächst ein religiös neutrales Motiv. Dass ein Christ sich beim Anblick des Bildes der neutestamentlichen Gleichnisse erinnern konnte, die vom Guten Hirten berichten, der das verlorene Schaf auf seinen Schultern zur Herde zurückträgt, muss deswegen nicht in Frage gestellt werden. Viele in der Spätantike verwendete Bilder konnten bei Bedarf mit konkreten religiösen Inhalten verbunden werden oder wurden ihnen allmählich angepasst.

Entstehungsort stilistisch: Kleinasien

Material/Technique

Marmor

Measurements

Höhe: 63,5 cm; Breite: 32,5 cm; Tiefe: 21 cm; Gewicht: 40,5 kg

Created ...
... When

Links / Documents

Keywords

Zeitleiste Objekte zum Tag auf Karte

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

Object from: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

Wie ein Wasserschloss erhebt sich das Bode-Museum an der Spitze der Museumsinsel Berlin. Es wurde in den Jahren 1897 bis 1904 durch den Architekten ...

Contact the institution

[Last update: ]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.