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Burg- und Schlossmuseum Allstedt

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Burg & Schloss Allstedt: Kaiserpfalz und Reformationsstätte

Burg & Schloss Allstedt ist mit seiner einzigartigen Bau- und Nutzungsgeschichte und als authentische Wirkungsstätte des Reformators Thomas Müntzer ein Ort von herausragendem Rang. Unter dem Namen "Alstediburg" wird die Pfalz Allstedt im Hersfelder Zehntverzeichnis Ende des 9. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Nahezu alle deutschen Könige und Kaiser waren von 935 bis 1200 hier zu Gast. Reichsversammlungen, Reichstage und die im Ort besiegelten Urkunden des 10. bis 12. Jahrhunderts zeugen von der politischen Bedeutung für das Reich. Unter den Edelherren von Querfurt wurde die Anlage im 14. und 15. Jahrhundert zur Wehrburg ausgebaut. Im 16. Jahrhundert begann Kurfürst Friedrich der Weise diese in ein Renaissanceschloss umzuwandeln. Ab 1691 erfolgte die Umgestaltung zur barocken Schlossanlage. Mit den letzten Umbaumaßnahmen in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts fand die Gesamtanlage ihre heutige Gestalt.
Die vollständige Bau- und Nutzungsgeschichte der vergangenen acht Jahrhunderte ist noch immer erkennbar. Einzigartig ist der spätmittelalterliche Palas, in dessen Erdgeschoss sich die Hofstube, der authentische Ort der berühmten Fürstenpredigt des Reformators Thomas Müntzer, und die imposante Burgküche befinden. Sie gehört mit ihrem 20 Meter hohen Kaminschlot zu den größten und bedeutendsten in Europa und bildet damit ein Hauptanziehungspunkt für viele Besucher.
Als authentische Wirkungsstätte des Reformators Thomas Müntzer ist das Museum ein reformationsgeschichtlicher Ort von internationalem Rang. Die Ausstellung "1523 - Thomas Müntzer. Ein Knecht Gottes" widmet sich dem Theologen Müntzer, der mit seinen Schriften und Drucken das Reformationsgeschehen nachhaltig beeinflusste. Zudem war er der erste, der einen deutschen Gottesdienst hielt und eine deutsche Gottesdienstordnung für den Alltag und die Sonntage formulierte. Eine weitere Ausstellung widmet sich dem Schaffen Johann Wolfgang von Goethes, der in seiner Funktion als Staatsminister von 1776 bis 1782 mehrmals in Allstedt tätig war und hier drei Akte seines bedeutenden klassischen Dramas "Iphigenie auf Tauris" geschrieben hat. Darüber hinaus wird Wissenswertes zur Pfalz-, Burg-, und Schloss-, zur Bau- und Nutzungs-, zur Stadtgeschichte wie auch zur höfischen Jagd präsentiert. Eine beachtliche Eisenkunstguss-Sammlung zeigt Kostbarkeiten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Herrschaftliche Räumlichkeiten und die Schlosskapelle vermitteln den Besuchern ein exemplarisches Bild des mitteldeutschen Barock. Sonderausstellungen bieten zudem Sehenswertes zu vielfältigen Themen.

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