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Museum Pankow Behältnisse

Behältnisse

Hohlkörper, die zum aufnehmen, einlagern, schützen und frischhalten anderer Gegenstände geeignet sind (Lebensmitteldosen, Brotkästen, Wäschekörbe, Flaschen, Kannen, etc...).
Sie dienen nicht primär dem Transport anderer Gegenstände, wie Taschen oder Koffer.
Taschen, Koffer und Behältnisse, die zur längeren Distanzzurücklegung geeignet sind, werden zusätzlich als Transportbehältnisse eingestuft. Sie besitzen dann Trageriemen, Griffe oder feste Verschlussmechanismen.
Ausnahmen hiervon bilden Behältnisse, die zwar feste Verschlussmechanismen besitzen, die aber primär zur Konservierung des Inhaltes dienen, z.B. verschließbare Getränkeflaschen oder Brotkästen.

[ 8 Objects ]

Auf dem Bauch des Kruges steht in blauer Schrift auf grauem Grund "25 Jahre Richard Müller Molkerei Driesener St. 27". Der Herstellerstempel auf dem Boden verweist auf die Tonwarenfabrik ’’Karl Seiler’’, die sich seit 1913 im Töpferort Görzke im Fläming befand.
Ein Bauplan aus dem Jahre 1907 und Einträge im lokalen Adressbuch der Jahre 1917, 1931 und 1932 belegen die Existenz von Kuhstall und Milchladen von Richard Müller an der auf dem Krug angegebenen Adresse in Berlin-Prenzlauer Berg. Im Jahre 1939 wechselte der Besitz an Fritz Baumann.
Die Zeitzeugin Silvia Rust hat als Kind in den 1940er Jahren noch im Milchgeschäft in der Driesener Straße 27 eingekauft. Im Verlauf von Rekonstruierungsarbeiten im Jahre 1979, bei denen das Quergebäude und der rechte Seitenflügel abgerissen wurden, sind auch die Kuhställe verschwunden.

Milchkrug der Molkerei Richard Müller mit Jubiläumsaufschrift

Dieses Bierglas trägt die Aufschrift "1910 FFW BERLIN-BUCH 1990" und mittig darunter das Wappen des Ortsteils Buch. Unterhalb des Wappens ist ein Feuerwehrauto abgebildet. Das Glas wurde anlässlich des 80. Jahrestages der Freiwilligen Feuerwehr in Berlin-Buch im Jahre 1990 hergestellt.

Bierglas zum Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr in Berlin-Buch

Der Bierkrug ist ein Werbeträger des Kulturbundes Berlin-Pankow mit Hauptsitz im Kreiskulturhaus, Breite Straße 43. Wann er hergestellt wurde, ist nicht bekannt.
Der Krug trägt die Aufschrift: "Fotoclub Camera Berlin - Kulturbund Berlin-Pankow".

Der Kulturbund der DDR war eine kulturelle Massenorganisation in der Deutschen Demokratischen Republik. Der Bund wurde im Juni 1945 als Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands von der Sowjetischen Militäradministration gegründet, 1958 in Deutscher Kulturbund und schließlich 1974 in Kulturbund der DDR umbenannt.

Die Organisation war ursprünglich als überparteilicher und internationaler Verband gedacht, um Intellektuelle anzuziehen. Ab 1947 wurde der Kulturbund vor allem eine Massenorganisation zur staatlich organisierten Freizeitgestaltung. Während die Gremien der Organisation die Politik aktiv unterstützten, bildeten die einzelnen Arbeitsgemeinschaften eher unpolitische Nischen.
Im Jahre 1990 löste sich der Kulturbund der DDR als staatliche Dachorganisation auf. In den neuen Bundesländern entstanden zahlreiche regionale Interessengemeinschaften auf Vereinsbasis, welche die Kulturarbeit als "e.V." fortsetzten.

Bierkrug "Kulturbund Berlin-Pankow"

Am 27.5.1999 wurde das Richtfest für das Einkaufszentrum "Rathaus-Center", Breite Straße 20 in Berlin-Pankow, gefeiert. Zu diesem Anlass wurde dieser Bierkrug als Werbeträger herausgebracht. Nach insgesamt 18 Monaten Bauzeit konnte das "Rathaus-Center" am 21.10.1999 um 8.30 Uhr eröffnet werden.

Glasbierkrug mit Aufdruck "Rathaus-Center" Pankow

Auf dem Objekt, einem Bierkrug mit Metalldeckel sind die Initialen "R.B." eingraviert. Umläufig auf dem Rand steht "Zum 25jährigen Lehrer-Jubiläum gewidmet von Familie Maurer. April 1914".
Auf dem Bierkrug mit Metalldeckel sind die Initialen "R. B." eingraviert. Umläufig auf dem Rand steht "Zum 25jährigen Lehrer-Jubiläum gewidmet von Familie Maurer. April 1914".
Der Bierkrug stammt aus der Sammlung des Stadtgeschichtlichen Museum Weißensee.
Im Berliner Adressbuch von 1914 konnte für Weißensee eine Familie Maurer ermittelt werden: "Alexander Maurer (Familienvorstand), Handelskaufmann, Sedanstraße 111" (seit 1951 Bizetstraße; zweimalige Umnummerierung).
Für die Schulen fanden sich zwei Lehrer, deren Namen mit dem Buchstaben "B" beginnen, und zwar im Reform-Realgymnasium der Oberlehrer Dr. Behrend und in der Oberrealschule (Pistoriusstraße) den Turnlehrer Breutkreuz.
Einem von ihnen könnte der Bierkrug gehört haben, aber sicher ist dies nicht.

Bierkrug mit Metalldeckel, darauf Gravur

Die Inschrift auf dem Pokal lautet: "Ehrenpreis / für den Sieger der Kreisklassen II / Vereine bei den Rundspielen / in Weißensee 1937 / S.C. Trumpf / gestiftet von den Kameraden Sindlingen". Sie verweist auf die Trumpf-Schokoladenfabrik, die sich in der Gustav-Adolf-Straße in Berlin-Weißensee befand und den firmeneigenen Sportverein.

In der Gustav-Adolf-Straße 131 in Berlin-Weißensee wurde 1921 ein Zweigwerk der TRUMPF-Schokoladenwerke der Brüder Monheim errichtet. Der Stammsitz der Firma befand sich in Aachen.
1928 gründete die Firma "Trumpf" eine Sportgemeinschaft, errichtete einen eigenen Sportplatz und ließ ein Schwimmbecken bauen. Mitte der dreißiger Jahre waren insgesamt rund 300 Sportbegeisterte in mehreren Sparten erfasst.

Trotz Weltwirtschaftskrise erzielte das Unternehmen 1931 das bis dahin höchste Betriebsergebnis.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Firma "Trumpf" 1940 teilweise zur Rüstungsproduktion herangezogen und produzierte Zündvorrichtungen. Nach Kriegsende im Jahre 1945 und der Besetzung des Betriebes durch die Rote Armee versorgten die Tiefbrunnen der TRUMPF-Werke große Teile des Bezirks Weißensee mit Trinkwasser. 1949 wurde die Firma enteignet und erhielt die Bezeichnung Volkseigener Betrieb (VEB) Elfe.

Nach dem gesellschaftlichen Umbruch 1989/90 wurde die Produktion im Juni 1991 eingestellt. 1993 erfolgte auf dem ehemaligen Firmengelände des VEB Elfe die Grundsteinlegung für ein Dienstleistungs- und Gewerbezentrum.

Pokal mit Gravur

Der Biersiphon stammt aus der Gastwirtschaft "Zur herrlichen Molle", Wörthstraße 27 in Weißensee."
Die Wörthstraße erhielt ihren Namen im Jahre 1875. Am 30.5.1951 erfolgte die Umbenennung in Smetanastraße. Durch Umnummerierungen der Grundstücke in der Straße trägt die ehemalige Wörthstraße 27 heute die Hausnummer 9. In diesem Gebäude befindet sich noch heute ein Lokal.
Carl Drechsler bewirtschaftete die Gastwirtschaft "Zur herrlichen Molle" von 1934 bis mindestens 1943. Aus dieser Zeit stammt auch der Biersiphon, welcher gegen Pfand zum Mitnehmen von Bier an die Kunden verliehen wurde.
Bevor der Name der Gaststätte, dabei "herrlich" mit dem Schreibfehler "herlich", in den Metallbauchring eingestanzt wurde, hatte der Besitzer laienhaft darunter ins Glas graviert: C. Drechsler Wörth 27. Oben auf dem Flaschenbauch ist die Gravur -1l zu erkennen. Die Marke am Griff mit der Zahl 83 bedeutet wohl, dass der Gastwirt mindestens 83 Siphons zu verleihen hatte.
Im Jahre 1948 war Carl Drechsler Gastwirt in einem Lokal in der Großen Seestraße 1.

Biersiphon mit Aufschrift: "Zur herrlichen Molle / Carl Drechsler ..."

Dieses Weißbierglas stammt aus der Brauerei E. Willner Pankow, die sich von 1883 bis 1990 in der Berliner Straße 80/82 in Berlin-Pankow befand. Es wurde zwischen 1935 und 1948 hergestellt. Das Motiv des im "Doppel-W" sitzenden Mannes mit einem Weißbierglas wurde ebenfalls auf Flaschen-Etiketten und Verschlusssiegelaufklebern verwandt.
Die Aufschrift "Berliner Weissbier Berlin-Pankow" verweist auf die Zeit nach 1920, da in diesem Jahr auch Pankow in Groß-Berlin eingemeindet wurde.

Weißbierglas "Willner Weissbier Berlin-Pankow"