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Museum Pankow Information und Informationsträger

Information und Informationsträger

Alle Objekte, die weiterführende Hinweise geben bzw. Wissen und Erkenntnis vermitteln.
Die Qualität der Wissens- und Erkenntnisvermittlung bleibt hierbei außer Acht.

[ 7 Objects ]

Dieses Gewerbeschild gibt die Büroadresse der Hausverwaltung Wilfried Alscher in Berlin-Weißensee an. Diese Zweigstelle in der Bizetstraße unterhielt Wilfried Alscher seit den 1960er Jahren, der Hauptsitz der Firma lag in Berlin-Adlershof. Die Firma Alscher war die einzige große private Hausverwaltung während der DDR-Zeit in Ostberlin.
Für die von Alscher verwalteten Wohnungen benötigte man keinen Wohnberechtigungsschein, dafür waren sie zumeist noch mehr heruntergewirtschaftet als die von der Kommunalen Wohnungsverwaltung (KWV) verwalteten Wohnungen.
Alscher verwaltete zumeist Häuser in Privatbesitz, darunter von außerhalb der DDR lebenden Personen.
Die Hausverwaltung Alscher besaß bis 1989 den Ruf, nicht besonders sanft mit ihren Mietern umzugehen.

Wilfried Alscher übernahm das Unternehmen zwischen 1957 und 1961. Es ist bis heute im Familienbesitz. Der Hauptsitz der Firma Alscher in Adlershof existiert noch.

Gewerbeschild "Hausverwaltung Wilfried Alscher"

Der Messingteller mit der Gravur: "Krankenpflegeheim Albert Schweitzer 1954 - 1984 - in Anerkennung langjähriger Mitarbeit", befindet sich im Originalkarton. Er wurde einer oder einem langjährigen Mitarbeiter dieses Krankenpflegeheimes in Berlin-Weißensee überreicht.

Die Anfänge des Krankenpflegeheims Albert Schweitzer, Bahnhofstraße 15-20 (heute 32) in Berlin-Blankenburg gehen in die 1940er Jahre zurück. 1948 wurde damit begonnen, Häuser, die vor und während des Zweiten Weltkriegs zur Unterbringung von Bauarbeitern und nach Kriegsausbruch von ausländischen Kriegsgefangenen in der Bahnhofstraße in Blankenburg entstanden waren, als Behelfskrankenhaus einzurichten. Aus dieser dem Krankenhaus Pankow angeschlossenen Einrichtung ging 1954 das Krankenpflegeheim Berlin-Blankenburg hervor, das 1965 nach Albert Schweitzer benannt wurde. Das Heim betreute Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung, aber auch ältere Menschen.

Das Blankenburger Krankenpflegeheim und das 1977 auf einem Grundstück zwischen Buschallee und Falkenberger Straße eröffnete Feierabendheim für Wohnen und Pflege wurden nach 1989/90 von der Abteilung Soziales des Bezirksamtes Weißensee von Berlin übernommen. Gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Soziales setzte sich das Bezirksamt Weißensee für die Eigenständigkeit beider Einrichtungen ein. Anfang 1997 schieden beide Heime aus der kommunalen Trägerschaft aus und gingen in der neugegründeten Albert-Schweitzer-Stiftung für pflegebedürftige und ältere Menschen in Berlin auf, deren Name im November 2004 in Albert Schweitzer Stiftung - Wohnen & Betreuen geändert wurde. Neben den beiden Standorten in der Blankenburger Bahnhofstraße und der Weißenseer Buschallee unterhält die Stiftung mittlerweile auch mehrere Wohngemeinschaften in verschiedenen Pankower Ortsteilen, einen ambulanten Pflegedienst und ein TagesZentrum.

Messingteller "Krankenpflegeheim Albert Schweitzer"

Zu Zeiten, da Waschmaschinen noch nicht erfunden bzw. unerschwinglich waren, richtete man in den Wohnhäusern entweder auf dem Dachboden oder im Keller Waschküchen ein, die von den Mietern zu festgelegten Zeiten genutzt werden konnten. Der Spruch: "Heute ist Waschtag." hat sich Volksmund erhalten.
In den Waschküchen gab es zumeist zum Kochen der Wäsche einen gemauerten tischhohen Ofen mit eingelassenem gusseisernen Bottich. Die Waschküchen verfügten über einen Wasseranschluss und -abfluss sowie Holzbottichen zum Spülen der Wäsche. Auf den Dachböden schloss sich in der Regel der Trockenboden an.

Diese Waschküchen- und Trockenboden-Ordnung erließ die Pankower Heimstätten-Gesellschaft m.b.H. im Dezember 1930.

Die Pankower Heimstätten Gesellschaft hatte ihren Sitz in der Klaustaler Straße 27a in Pankow. Sie errichtete in den 1920er Jahren mehrere Wohnanlagen, darunter das Wohnensemble "Holländerhof" in Berlin-Weißensee zwischen Woelckpromenade 25-35, Amalienstraße und Schönstraße (1925-1929) sowie das sogenannte Pankower Krankenhausviertel zwischen Achtermannstraße 38-48, Klaustaler Straße 12-15, Paracelsusstraße 9-13 und Prießnitzstraße 11-18 (1927-1928).

Zwei Schilder "Waschküchen- und Trockenboden-Ordnung" der Pankower ...

Ernst Rehfeldt (1865-1924) war im Dorf Niederschönhausen (heute ein Ortsteil im Bezirk Pankow) als Volksschullehrer tätig und amtierte lange Zeit als Kirchenältester. Darüber hinaus befasste er sich als Ortschronist mit der Geschichte Niederschönhausens. Im Dezember 1919 erschien sein Buch "Geschichte von Niederschönhausen - Ein Beitrag zur Kulturgeschichte des Barnimer Landes".
Im Geleitwort heißt es: "Das Buch soll Ausdruck des Dankes sein an unser Niederschönhausen, das dem Verfasser Heimat, Arbeit und Glück schenkte."
Eine zweite erweiterte Auflage des Buches veröffentlichte der Pfarrer Karl Fangauf im Jahre 1929.
Ernst Rehfeldt wurde auf dem Friedhof VI in Niederschönhausen beerdigt. Das abgebildete Markierungsschild am Grab informierte die Friedhofsarbeiter darüber, dass es zu pflegen war. Seit 2000 steht die Grabstätte von Ernst Rehfeldt unter Denkmalschutz.

Markierungsschild für das Grab von Ernst Rehfeldt

Das gezeigte Objekt stammt aus dem Bezirk Berlin-Pankow, Ortsteil Niederschönhausen.
Ihren Namen erhielt die Marthastraße sehr wahrscheinlich - wie auch die Idastraße und der Herthaplatz - nach dem Vornamen eines weiblichen Familienmitglieds des Kaufmanns Siegfried Joseph. Die Straße wurde 1898 angelegt und benannt.

Straßenschild Marthastraße

Das Objekt ist ein Hinweisschild mit der Aufschrift: "Fachgruppe Aquaristik Weißensee". Die Fachgruppe war Bestandteil der Organisation Kulturbund der DDR. Der Sitz des Kulturbundes Weißensee befand sich bis 1990 in der Indira-Ghandi-Straße 131.

Der Kulturbund der DDR war eine kulturelle Massenorganisation in der Deutschen Demokratischen Republik. Der Bund wurde im Juni 1945 als Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands mit Zustimmung der Sowjetischen Militäradministration gegründet, 1958 in Deutscher Kulturbund und schließlich 1974 in Kulturbund der DDR umbenannt.
Die Organisation war ursprünglich als überparteilicher und internationaler Verband gedacht, um Intellektuelle anzuziehen. Ab 1947 wurde der Kulturbund vor allem eine Massenorganisation zur staatlich organisierten Freizeitgestaltung. Während die Gremien des Kulturbunds die Politik aktiv unterstützten, bildeten die einzelnen Arbeitsgemeinschaften eher unpolitische Nischen.
Im Jahre 1990 löste sich der Kulturbund der DDR als staatliche Dachorganisation auf. In den neuen Bundesländern entstanden zahlreiche regionale Interessengemeinschaften auf Vereinsbasis, welche die Kulturarbeit als "e.V." fortsetzten.

Schild "Fachgruppe Aquaristik Weißensee" (Kulturbund)

Die Adresse auf dem Schild verortet dasselbe im heutigen Ortsteil Berlin-Prenzlauer Berg. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei der Adresse um einen Eckladen mit zwei Eingängen an der Kreuzung von Lottum- und Christinenstraße gehandelt hat. Doch tatsächlich belegen lässt sich das nicht. Die Adressbücher der Stadt Berlin verzeichnen lediglich zwischen 1919 und 1927 in der Christinenstraße 5 ein Küchenmöbelgeschäft, das von Sophie Herfeld, geb. Kay geführt wurde.
Die Bedeutung des mit einem Balken versehenen Kreises und die darüber befindliche Bezeichnung "N 3" blieben bislang ungeklärt. Einen Postzustellbezirk N3 gab es nicht; die Christinenstraße lag im Postzustellbezirk N37.

Schild mit Aufschrift: Küchen Lottumstr. rechts u. Christinenstr. ...