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Museum Pankow Elektrische Geräte

Elektrische Geräte

Alle Gerätschaften, die für ihren Betrieb elektrischen Strom benötigen - unabhängig von der Stromquelle.

[ 21 Objects ]

Kofferradio "Stern 111"

Dieses Kofferradio wurde in den 1960er Jahren beim Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee hergestellt. Von dieser Version gab es zwei verschiedene Ausführungen. Neben dem "Stern 111" gab es noch den "Stern 111 Tourist".

Kofferradio "Stern 111"

Taschenradio "Mikki" T120

Das Taschenradio "Mikki" wurde 1963-1970 im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee produziert. Mit der Einführung der Transistor-Technik war die Produktion kleiner Kofferradios möglich geworden, die auch als "Henkelware" bezeichnet wurden, weil sich die Geräte an einem Henkel bzw. Tragegriff bewegen ließen. Die Gehäuse wurden nun - wie auch andere Teile des Gerätes - komplett aus Plastik hergestellt. Über eine integrierte Antenne empfing das Gerät nur die Mittelwellenfrequenz. Es verfügte ansonsten über einen Kopfhöreranschluss an der Unterseite sowie einen Aufstellbügel an der Rückseite. Die Schutzhülle aus Kunstleder gehörte ebenfalls zur Standardausrüstung.
Das Gerät kostete 155,- DDR-Mark.
Die Produktion einzelner Modelle der Serie "Mikki" erfolgte ebenfalls für den Export in das Nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet (NSW). Die Modelle erhielten hierfür den Namen "Simonetta".

Taschenradio "Mikki" T120

"Stern-Rekorder R160"

Der "Stern-Rekorder R160" wurde seit Anfang der 1970er Jahre im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee in großen Stückzahlen produziert. Dieses Modell war bei der DDR-Bevölkerung sehr beliebt. Zwischen 1973 und 1974 wurden die Gehäuse noch aus Echtholzfurnier gefertigt, in den folgenden Jahren aber durch Pressholz ersetzt. Das Design veränderte sich bis in die 1980er Jahre bis auf geringfügige Änderungen kaum.

"Stern-Rekorder R160"

Kofferradio "Stern Elite-N de Luxe R150-40"

Das Kofferradio wurde seit 1968 im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee gefertigt. Es verfügte über die Frequenzbereiche Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle und UKW. Das Modell war höherwertig ausgestattet und lag daher auch im Preisniveau sehr hoch.

Kofferradio "Stern Elite-N de Luxe R150-40"

Kofferradio "Stern Hobby"

Das Kofferradio "Stern Hobby" wurde von 1968 bis Anfang der 1970er Jahre im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee produziert.

Kofferradio "Stern Hobby"

Kofferradio "Stern Party 1200"

Das Kofferradio "Stern Party 1200" wurde ab Mitte der 1970er Jahre im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee produziert und war bei der DDR-Bevölkerung sehr beliebt. Das Modell verfügte wie schon sein Vorgänger über Kurz- und Mittelwelle.

Kofferradio "Stern Party 1200"

Kofferradio "Stern Sport"

Mit der Produktion von "Stern Sport" wurde Ende der 1960er Jahre im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee begonnen. Das Gerät war von einfachster Bauweise und daher sehr preiswert.

Kofferradio "Stern Sport"

Zum Autoradio umgebautes Kofferradio "Stern 103"

Das Kofferradio "Stern 103" wurde zwischen 1961 und 1965 im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee produziert.
Das abgebildete Gerät wurde von privater Hand um einen Anschluss an eine Autobatterie ergänzt und dann als Autoradio-Empfänger genutzt.

Zum Autoradio umgebautes Kofferradio "Stern 103"

Kofferradio "stern - junior"

Das Kofferradio wurde Anfang der 1970er Jahre im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee hergestellt.

Kofferradio "stern - junior"

Kofferradio "Stern Party"

Das Kofferradio "Stern Party" wurde ab den späten 1960er Jahren im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee hergestellt. In Serie produziert, war das Modell preisgünstig und zum Empfang der Mittel- und Kurzwellenfrequenz geeignet.

Kofferradio "Stern Party"

Fernsehgerät "Alex"

Das Fernsehgerät wurde bis zum Anfang der 1960er Jahre im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee produziert.
Dieses Gerät zeugt zugleich für den Ausflug des VEB Stern-Radio als Produzent von Radios in die Herstellung von Fernsehgeräten. Zwischen 1957 und 1960 wurden drei Typen von Fernsehgeräten hergestellt, darunter die Modelle "Weißensee" und "Berolina" mit dreiundvierziger und auch dreiunddreißiger Bildröhre sowie den Fernsehempfänger "Alex". Die Besonderheit bei letzterem Gerät lag in der besonderen Formgestaltung. Das Design wurde u. a. auch auf Ausstellungen in Leipzig, Dresden und Frankfurt am Main als zukunftsweisend präsentiert. Die Gestaltung des Gehäuses passte sich der Form der Bildröhre an. Völlig abweichend vom damals üblichen Stand der Fernsehgeräteproduktion, in der die Bildröhre von einer Schablone und einem Rahmen umgeben war und dadurch das Fernsehgerät auch eine entsprechende Größe besaß, war das Modell "Alex" nur unwesentlich größer als die Bildröhre selbst.

Fernsehgerät "Alex"

Radio "Berolina" und "Berolina K"

Das Radio "Berolina" wurde Ende der 1950er Jahre beim VEB Stern-Radio Berlin in der Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee produziert. Es gehört mit zur ersten Generation der 8E171-Geräte. Diese Radios sollten die Kunden durch die Ausführung in gehobener Qualität überzeugen. Besonders die Gehäuse aus Edelholzfurnier werteten die Geräte auf. Das Modell "Berolina" verfügte außerdem über den Empfang der UKW-Frequenz, ein Tastenregister mit getrennter Klangregelung und ein Magisches Auge mit drehbarer Ferritantenne sowie weiteres technisches Zubehör. Die Radio-Serie "Berolina" wurde in einer sogenannten K-Reihe weitergeführt. Das Design dafür übernahm das Institut für Bildende Kunst (später Kunsthochschule) Berlin-Weißensee.

Radio "Berolina" und "Berolina K"

Kofferradio "stern-dynamic 2020"

Das Kofferradio "stern-dynamic 2020" wurde Anfang der 1970er Jahre im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee hergestellt. Das Design für die Kofferradio-Serie "dynamic" wurde von der Kunsthochschule Weißensee mit entworfen.

Kofferradio "stern-dynamic 2020"

Elektrischer Bierwärmer aus der Gaststätte "Zur Industriebahn"

Früher war es gebräuchlicher als heute, bei Erkältung warmes Bier zu trinken. Dafür gab es Bierwärmer. Diese wurden ursprünglich durch das Einfüllen warmen Wassers erwärmt und dann ins gefüllte Bierglas gehängt.
Der abgebildete Bierwärmer wurde schon elektrisch beheizt.
Er stammt aus der Gaststätte "Zur Industriebahn", die sich bis in die 1990er Jahre in der heutigen Berliner Allee 255 in Weißensee befand.
Benannt war die Gaststätte nach der in der Nähe verlaufenden Linie der Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde, die 1907-1909 gebaut wurde und weitere Industrieansiedlungen entlang der Strecke nach sich zog.
Im Bezirk Pankow führte die Bahnlinie durch die Gemarkungen der ehemaligen Dörfer Blankenfelde, Buchholz, Blankenburg, Heinersdorf und Weißensee.
Der Güterbahnhof Weißensee von der Industriebahn befand sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Gaststätte.
Die Gaststätte "Zur Industriebahn" hieß so bis zum Ende ihres Bestehens, der Name wurde lediglich in den 1950er Jahren durch den Zusatz HOG (Handelsorganisationsgaststätte) ergänzt.

Elektrischer Bierwärmer aus der Gaststätte "Zur Industriebahn"

Kofferradio KR 2000

Das Kofferradio KR 2000 wurde Ende der 1980er Jahre im Volkseigenen Betrieb (VEB) Stern-Radio Berlin, Liebermannstraße 75 in Berlin-Weißensee hergestellt.
Maximale Leistungsstärke: 3 Watt

Kofferradio KR 2000

Überdruckabschalter des VEB ISOKOND

Die Objekte, zwei Überdruckschalter unterschiedlicher Größe, sind ein Teilprodukt des VEB ISOKOND Berlin, Lehderstraße 34-35, in Berlin-Weißensee. Auf beiden steht in schwarzer Schrift oben "ISOKOND" und unten "Made in Germany", dazwischen die technischen Angaben.
Ganz unten steht in weißer Schrift auf blauem Grund "Entladezeit länger als 1 Minute. Discharge time longer than 1 minute".
Da sich auf dem Produkt lediglich der Eigenname des Betriebes ISOKOND, aber kein Hinweis auf die Unternehmensform als Volkseigener Betrieb findet, sind die Schalter wahrscheinlich als Exportgüter in das "nichtsozialistische" Ausland hergestellt worden.
Der VEB ISOKOND produzierte Isolationsstoffe und Kondensatoren und ab den frühen 1970er Jahren zu einem geringen Teil auch Konsumgüter.

Überdruckabschalter des VEB ISOKOND

Metallfadenlampen

Diese zwei Glühlampen wurden in den 1920er Jahren in dem Unternehmen Bergmann-Elektricitätswerke AG hergestellt. Seit 1907 produzierte der Betrieb auch in seinem Werk im Berliner Ortsteil Pankow-Wilhelmsruh.

Die Bergmann-Eletricitätswerke produzierten bis in die 1930er Jahre Metallfadenlampen. In ihnen wird ein dünner Draht zum Weißglühen gebracht. Damit der Draht nicht verbrennt, ist der Sauerstoff aus dem Glaskolben entfernt. Dünne Metalldrähte aus Tantal und später aus Wolfram dienten als Glühkörper. Noch heute bestehen die Glühfäden in den Birnen aus Wolfram.
Mit der Erfindung der Glühlampe und elektrischer Geräte begann die rasante Versorgung privater und gewerblicher Haushalte mit Strom. Bereits im Jahre 1904 ließ der Firmengründer Leonhard Sigmund Bergmann auf dem Areal zwischen Seestraße, Oudenarder und Liebenwalder Straße in Berlin-Wedding neue Fabrikgebäude zur Herstellung der Bergmann-Metallfadenlampe errichten.
1907 begann die Bergmann-Eletricitätswerke AG auf dem neu errichteten Werksgelände in der Gemeinde Rosenthal (später Ortsteil Berlin-Wilhelmsruh) mit der Serienproduktion kleinerer und größerer Elektromaschinen, darunter Dynamomaschinen, Generatoren und Transformatoren und später auch Dampfmaschinen.
Nach der Übernahme der Aktienmehrheit durch Siemens und AEG im Jahre 1931, erfolgt der Verkauf der Bergmann-Lampenfabrik in Wedding an die Firmen Osram und Pintsch.

Metallfadenlampen

Haartrockner der Marke "Fulgura"

Dieser Haartrockner der Marke "Fulgura" wurde um 1930 von den Bergmann-Elektricitätswerken hergestellt. Seit 1907 produzierte das Unternehmen auch im Berliner Stadtteil Pankow-Wilhelmsruh.
Sigmund Bergmann erwarb 1906 ein 76.000 m² großes Gelände in der Nachbarschaft des Ortes Wilhelmsruh, nachdem das Stammwerk der Bergmann Elektrizitätswerke AG in Berlin-Wedding zu klein geworden war. 1907 fand die erste Bebauung auf dem Gelände westlich des seit 1893 neu entstandenen Ortes Wilhelmsruh statt. Das Metallwerk nahm 1908 die Produktion auf. Hergestellt wurden Anlagen für den Bau und die Ausrüstung elektrischer Straßen- und Überlandbahnen sowie elektrischer Lokomotiven. 1909 wurde das Kabelwerk eröffnet und mit der Fabrikation von Dampfturbinen und von Fahrzeugen mit Benzinmotor begonnen. 1910 gab es schon 18 Teilbetriebe auf dem Werksgelände.
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden große Teile der Bergmann-Werke auf Rüstungsproduktion umgestellt. Danach wurden auch elektrische Automobile (Typ Protos) hergestellt. 1927 starb Sigmund Bergmann 76-jährig. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise von 1929 musste die Produktion gedrosselt werden. Ab 1932 konzentrierte sich die Firma auf die Metallwerke, das Kabelwerk, die Isolierrohr-, Stahl-, Maschinen- und Autofabrik in Wilhelmsruh. 1933 waren nur noch 900 Mitarbeiter bei Bergmann beschäftigt. 1933/1934 wurden Teile des Werkes allmählich für die Rüstungsproduktion umgestellt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das jetzt im sowjetischen Sektor Berlins gelegene Werk von der Sowjetischen Militäradministration beschlagnahmt und von der Deutschen Treuhandstelle im Sowjetischen Besatzungssektor verwaltet.
1949 wurde auf Beschluss der Sowjetischen Besatzungsmacht aus der einstigen Aktiengesellschaft ein Volkseigener Betrieb. Das Unternehmen hieß nun VEB Bergmann-Borsig und produzierte bis 1990 Energieanlagen, Großturbinen und Kraftwerksgeneratoren.
Von 1949 bis 1990 wurden insgesamt mehr als 300 Turbosätze im Leistungsspektrum von 25 bis 110 MW hergestellt, vorrangig für die Kraftwerke in der DDR, aber auch einige für den Export, so nach Indien, Finnland, Kuba und China. Im Kraftwerk Lippendorf wurden 1965 die ersten bei Bergmann-Borsig entwickelten wassergekühlten Statoren mit je 50 MW Leistung errichtet. Außerdem wurden ab 1967 insgesamt 32 Turbosätze sowjetischer Produktion im Leistungsbereich von 200 bis 500 MW durch Bergmann-Borsig in der DDR installiert und in Betrieb genommen. 1989 hatte der VEB Bergmann-Borsig insgesamt 4.300 Beschäftigte, davon etwa 3.500 im Werk Wilhelmsruh.
Mit Wirkung vom 1.7.1990 wurde die Firma in eine GmbH umgewandelt und war nunmehr im Besitz der Treuhand. Am 20.3.1991 kaufte das Großunternehmen ABB (Asea Brown Boveri) das Unternehmen, das zunächst unter dem Namen ABB Bergmann-Borsig GmbH und ab dem 1.1.1993 als ABB Kraftwerke Berlin GmbH firmierte. Die Mitarbeiterzahl war bis dahin durch Entlassungen und Ausgliederungen bereits auf etwa 1.300 gesunken. Mit der Übernahme der Kraftwerksaktivitäten von ABB durch Alstom entstand die nunmehr gültige Firmenbezeichnung Alstom Power Service GmbH, die an ihrem Standort in Wilhelmsruh noch etwa 320 Beschäftigte hat.
Die Produktion bzw. Reparatur von Kraftwerksanlagen konzentriert sich nun auf dem Kernareal des früheren Bergmann-Geländes. Gleichzeitig versucht ABB das übrige Gelände zu einem Gewerbepark mit Bezeichnung PankowPark zu entwickeln. Die Mitarbeiterzahl liegt insgesamt bei 1.800. Dabei ist das wichtigste Unternehmen eine Fabrik zur Herstellung von Schienenfahrzeugen, die 1995 durch Adtranz neu gebaut worden war und heute zum Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail gehört. Weitere größere Unternehmen auf dem Gelände, die nach 2000 auch neue Werkshallen errichtet haben, sind die KST Kraftwerks- und Spezialteile GmbH, die in den 1990er Jahren als Ausgründung aus der ABB Kraftwerke Berlin GmbH entstand, sowie die Black Box Music Veranstaltungstechnik GmbH.

Haartrockner der Marke "Fulgura"

Rasierapparat TR 011 mit Reißverschlußetui

Der Rasierapparat TR 011 wurde in den 1950er Jahren auf dem Gelände des im Ortsteil Pankow-Wilhelmsruh gelegenen Volkseigenen Betriebs (VEB) Bergmann-Borsig im Rahmen der Konsumgüterproduktion hergestellt.
Da von der DDR-Regierung gefordert worden war, dass die Investitionsgüter herstellenden Betriebe auch Konsumgüter zur besseren Versorgung der Bevölkerung herstellen sollten, begann man seit 1955 Trockenrasierer herzustellen, die ab 1962 unter dem Markennamen "bebo sher" (für Bergmann-Borsig Rasierapparate) vertrieben wurden. Der VEB Bergmann-Borsig war damit nahezu Monopolist auf dem DDR-Markt, belieferte aber auch westdeutsche Versandhäuser.
Die seit 1955 produzierte Serie TR 011 wies eine hohe Fehlerquote auf. In der Anwendung führte der aus dem VEB Elektrogerätewerk Suhl bezogene Elektromotor häufig zu Störungen. Nach der Auslieferung von bereits 457.120 Stück wurde die Produktion eingestellt und das Modell TR 011 durch das Gerät mit der Typennummer 014 ersetzt. Nach einer fast zweijährigen Entwicklungsarbeit liefen im Mai 1962 die ersten Geräte vom Typ 014 mit der Zusatzbezeichnung "bebo sher" vom Band. Auch bei diesem Typ gab es eine hohe Rate an Reklamationen. Aufgrund der lauten Betriebsgeräusche erhielt dieser Rasierapparat im Volksmund die Zusatzbezeichnung "Rasenmäher". Die nachfolgenden Modelle erzielten zunehmend bessere Produktionsergebnisse. Im Jahre 1988 verließen über 400.000 Geräte das Werk in Wilhelmsruh. Fast jeder männliche DDR-Bürger, der sich für die Trockenrasur entschieden hatte, war mit den Ergebnissen der Konsumgüterproduktion des VEB Bergmann-Borsig konfrontiert.
Seit Oktober 1990 versuchte die "bebo sher GmbH i.G.", seit 1991 "bebo sher Elektrogeräte GmbH" die Rasierapparateproduktion nach der Einführung marktwirtschaftlicher Strukturen weiterzuführen. Am 20. August 1997 wurde die Produktion endgültig eingestellt.

Rasierapparat TR 011 mit Reißverschlußetui

Deckenstrahler von der Firma Volkmar Nickel

Diese Deckenstrahler wurden in den 1980er Jahren speziell für die "Galerie am Prater", Kastanienallee 100 in Berlin-Prenzlauer Berg angefertigt. Hersteller und Verkäufer war Volkmar Nickel "Leuchten - Entwurf - Ausführung". Geschäft und Werkstatt befanden sich in der Dimitroffstraße 108 (heute Danziger Straße).
Volkmar Nickel nutzte für seine Produktion offenbar eine Nische, denn individuell gestaltete Lampen waren in der DDR nur schwer erhältlich. Das Geschäft war den Ostberlinern auch als "Nickel-Leuchten" bekannt.
Im Branchen- und Telefonbuch von Berlin 2006/2007 ist der Betrieb nicht mehr verzeichnet.

Deckenstrahler von der Firma Volkmar Nickel

Telefonleitungsprüfgerät, RFT (Typ 2482.002 - 10007 St), VEB ...

Das Telefonleitungsprüfgerät stammt aus dem Rathaus-Pankow, Breite Straße 24a. Über dessen dortigen Aufstellungsort und zeitlichen Verbleib ist bislang nichts bekannt. Das Ende der 1950er Jahre im VEB Fernmeldewerk Leipzig hergestellte Gerät ist in einem guten Zustand. Im Jahre 2005 wurde es an den Museumsverbund Pankow abgegeben.
Die Buchstaben RFT - oben-mittig auf der Frontseite des Prüfgerätes - verweisen auf das am 28.07.1959 eingetragene Warenzeichen bzw. Logo des RFT Radio- und Fernmelde-Technik.
Unter diesem Symbol hatten sich bereits ab 1946 alle Industriezweige der DDR versammelt, die Produkte für die Radio- und Nachrichtentechnik herstellten.
Ab den 1940er Jahren bis zum Ende der 1970er Jahre bestand das RFT-Logo noch aus drei roten Buchstaben auf einem Rastral, also Notenlinien, die jeweils durch zwei Punkte miteinander verbunden waren. Mit der Anfang der 1970er Jahre eingeleiteten organisatorischen Umstrukturierung und Konzentration innerhalb der DDR-Industrie, die ebenfalls die Radio- und Fernmelde-Technik betraf, veränderte sich auch das RFT-Logo. Die zwei Verbindungspunkte fielen weg und die drei roten Buchstaben wurden auf ein weißes siebenzeiliges Rastral gesetzt.
Der VEB Fernmeldewerk Leipzig ging 1952 aus dem 1925 gegründeten Unternehmen "Dr. Dietz & Ritter AG" hervor, welches im Jahre 1948 verstaatlicht und in VEB Stern-Radio Leipzig umbenannt worden war.

Telefonleitungsprüfgerät, RFT (Typ 2482.002 - 10007 St), VEB ...