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Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel Zwei Gestühlswangen und ein Sitzbrett aus der Salzwedeler Katharinenkirche

Zwei Gestühlswangen und ein Sitzbrett aus der Salzwedeler Katharinenkirche

In der Sammlung „Sakrale Kunst“ des Danneil-Museums befinden sich u. a. drei Teile des gotischen Gestühls der Katharinenkirche: zwei Gestühlswangen und ein Sitzbrett.
Die ursprüngliche Gestalt dieses Gestühls ist nicht mehr vollständig rekonstruierbar.

Die beiden Wangen sind jeweils im oberen Bereiche durchbrochen geschnitzt, wogegen der untere Bereich jeweils durch Reliefs verziert ist.
Im unteren Bereich der Wangeninnenseiten finden sich Säulchen, auf denen der Sitz auflag, sowie runde, vegetabil geschnitzte Knäufe.
Das Sitzbrett weist eine geschnitzte Miserikordie in Gestalt einer jungen Frau auf.

Insbesondere die Flachreliefs sind von sehr guter Qualität, die reichen, weich fallenden Draperien sind gekonnt ausgearbeitet. Die Standfiguren dagegen sind extrem schlank, fast körperlos. Besonders in den unteren Bereichen sind die Reliefs stark bestoßen. Spuren von Kreidegrund in den Tiefen der Schnitzereien zeigen an, dass die Reliefs zumindest teilweise gefasst waren.
Stilistisch gehören die Skulpturen mit ihren reichen und fließenden Draperien in die Spätphase des Schönen Stils, womit eine Datierung um 1420 nahe liegt.

Die Schnitzereien sind denen der Gestühle des Stendaler Doms, der Stendaler Jacobikirche, der Stendaler Marienkirche (Gestühl an der Westwand) und eines Zweisitzes im Havelberger Dom äußerst ähnlich und dürften wohl von ein und derselben Werkstatt ausgeführt worden sein. Aufgrund der großen Konzentration zugehöriger Gestühle in Stendal ist ein Sitz in dieser Stadt zu vermuten. Zweifellos wirkten in der Werkstatt verschiedene Schnitzer. Besonders nah kommen den Salzwedeler Schnitzereien diejenigen der Pultwangen des Chorgestühls der Stendaler Jacobikirche.

[ 3 Objects ]

Diese vermutlich in Stendal gefertigte Gestühlswange stammt aus der Salzwedeler Katharinenkirche. Ihre ursprüngliche Gestalt ist wie bei einem vergleichbaren Stück (Inv.-Nr. VI/86/80b) aus derselben Kirche nicht mehr rekonstruierbar. Ebenfalls aus dem gotischen Gestühl dieser Kirche stammt ein Sitzbrett (Inv.-Nr. VI/51/57).
Wie die andere Wange auch ist sie in den oberen Bereichen durchbrochen geschnitzt.
Im Fenster der Wange befinden sich eine Frauengestalt und eine Männergestalt mit Kronenhut. Vermutlich handelt es sich um die Darstellung des Kaisers Maxentius, der Katharina zwingen will, einen Götzen auf einer Säule anzubeten. Davon ist allerdings nur noch die Säule erhalten.
Unterhalb dieser Darstellung ist auf der Außenseite der Wange die Enthauptung der Katharina als flaches Relief dargestellt.
Im unteren Bereich der Wangeninnenseite finden sich Säulchen, auf denen der Sitz auflag, sowie runde, vegetabil geschnitzte Knäufe.

Stilistisch gehören die Skulpturen mit ihren reichen und fließenden Draperien in die Spätphase des Schönen Stils, womit eine Datierung um 1420 nahe liegt. Die dendrochronologische Datierung weist in die Zeit nach 1402.
Die Schnitzereien sind denen der Gestühle des Stendaler Doms, der Stendaler Jacobikirche, der Stendaler Marienkirche (Gestühl an der Westwand) und eines Zweisitzes im Havelberger Dom äußerst ähnlich und dürften wohl von ein und derselben Werkstatt ausgeführt worden sein. Aufgrund der großen Konzentration zugehöriger Gestühle in Stendal ist ein Sitz in dieser Stadt zu vermuten. Zweifellos wirkten in der Werkstatt verschiedene Schnitzer. Besonders nah kommen den Salzwedeler Schnitzereien diejenigen der Pultwangen des Chorgestühls der Stendaler Jacobikirche.

Diese vermutlich in Stendal gefertigte Gestühlswange stammt aus der Salzwedeler Katharinenkirche. Ihre ursprüngliche Gestalt ist wie bei einem vergleichbaren Stück (Inv.-Nr. VI/86/80a) aus derselben Kirche nicht mehr rekonstruierbar. Ebenfalls aus dem gotischen Gestühl dieser Kirche stammt ein Sitzbrett (Inv.-Nr. VI/51/57).

Wie die andere Wange auch ist diese in den oberen Bereichen durchbrochen geschnitzt. Im Fenster zeigt sie zwei Frauengestalten, die eine gekrönt, die andere mit Krüseler. Eine sichere Identifizierung ist bislang nicht möglich. Aus der Katharinenlegende käme das Zusammentreffen (und die Bekehrung) der Kaiserin Faustina mit Katharina in Frage. Darunter befindet sich ein Relief mit einer Standfigur der Katharina, welche ihr Atrribut, das Rad, in der Rechten hält.
Im unteren Bereich der Wangeninnenseite finden sich Säulchen, auf denen der Sitz auflag, sowie runde, vegetabil geschnitzte Knäufe.

Stilistisch gehören die Skulpturen mit ihren reichen und fließenden Draperien in die Spätphase des Schönen Stils, womit eine Datierung um 1420 nahe liegt. Die dendrochronologische Datierung weist in die Zeit nach 1402.
Die Schnitzereien sind denen der Gestühle des Stendaler Doms, der Stendaler Jacobikirche, der Stendaler Marienkirche (Gestühl an der Westwand) und eines Zweisitzes im Havelberger Dom äußerst ähnlich und dürften wohl von ein und derselben Werkstatt ausgeführt worden sein. Aufgrund der großen Konzentration zugehöriger Gestühle in Stendal ist ein Sitz in dieser Stadt zu vermuten. Zweifellos wirkten in der Werkstatt verschiedene Schnitzer. Besonders nah kommen den Salzwedeler Schnitzereien diejenigen der Pultwangen des Chorgestühls der Stendaler Jacobikirche.

Dieses Sitzbrett mit geschnitzter Miserikordie in Gestalt einer jungen Frau stammt wie zwei zeitgleiche Gestühlswangen (VI/86/80a/b) aus der Salzwedeler Katharinenkirche.

Stilistisch gehören diese drei Stücke in die Spätphase des Schönen Stils, womit eine Datierung um 1420 nahe liegt. Die dendrochronologische Datierung weist in die Zeit nach 1402.
Die Schnitzereien sind denen der Gestühle des Stendaler Doms, der Stendaler Jacobikirche, der Stendaler Marienkirche (Gestühl an der Westwand) und eines Zweisitzes im Havelberger Dom äußerst ähnlich und dürften wohl von ein und derselben Werkstatt ausgeführt worden sein. Aufgrund der großen Konzentration zugehöriger Gestühle in Stendal ist ein Sitz in dieser Stadt zu vermuten. Zweifellos wirkten in der Werkstatt verschiedene Schnitzer. Besonders nah kommen den Salzwedeler Schnitzereien diejenigen der Pultwangen des Chorgestühls der Stendaler Jacobikirche.