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FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum Kiez-Depesche : Magazin für Kiez-Kultur

Kiez-Depesche : Magazin für Kiez-Kultur

Die Stadtteilzeitschrift „Kiez-Depesche“ erschien zunächst mit einer Extraausgabe am 21.09.1982, die erste reguläre Ausgabe kam im Oktober/November 1982 heraus.
Ein Teil der Redaktionsgruppe gehörte zum „Kosmos e.V.“, dem Nachbarschaftsverein im „Walde-Kiez“, der sich für die Belange der Anwohner*innen im westlichen Teil der Waldemarstraße in Kreuzberg einsetzte. Die Gruppe hatte zuvor fünf Ausgaben der Zeitschrift „Block-Depesche“ herausgegeben.

Die „Kiez-Depesche“ entstand auf Anregung der Arbeitsgruppe Erneuerungskommission (AEK), einem Gremium, das 1982 im Sanierungsgebiet Kottbusser Tor eingerichtet worden war, um Bürgerbeteiligung zu ermöglichen. Die ersten sechs Ausgaben der „Kiez-Depesche“ wurden komplett von der Internationalen Bauausstellung/IBA finanziert, später erhielt die Redaktion einen Zuschuss für die regelmäßige Berichterstattung über die Arbeit der Erneuerungskommission. Deshalb gehörte zu jeder Ausgabe der Zeitschrift ein mehrseitiger „AEK Bericht“ über die Tätigkeit der Arbeitsgruppe Erneuerungskommission. Ab März 1984 – nachdem aus dem Arbeitskreis eine Kommission geworden war – nannte sich dieser Teil der Zeitung „EK-Bericht“. Darüber hinaus wurde breit über stadtpolitische, soziale und kulturelle Belange der Mieter*innen berichtet.

Die „Kiez-Depesche“ hatte auch eine türkische Redaktion und erschien – fast immer - auf deutsch und türkisch. Sie war als Wendezeitschrift konzipiert: Von einer Seite aufgeschlagen war es ein deutschsprachiges Magazin – auf den Kopf gedreht von der anderen Seite das türkische Magazin „Komşu“.
Insgesamt erschienen von Oktober 1982 bis September 1984 siebzehn Ausgaben, die in einem gebundenen Sammelband im Archiv des Friedrichshain-Kreuzberg Museums vorhanden sind.

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