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Museum Wolmirstedt 1. Weltkrieg

1. Weltkrieg

Feldpostkarten, Briefe, Reservistenkrüge, Geschirr

[ 390 Objects ]

Pickelhaube, Infanterie, Reserve; Filz

Auf der Filzglocke des Helms ist der preussischen Linienadler mit Reichsapfel und Zepter aufgebracht. Auf der Brust des Adlers steht: "FR". Auf einem Spruchband steht in Großbuchstaben: "MIT GOTT FÜR KOENIG UND VATERLAND". Mit flacher Lederkette und links und rechts den Reichskokarden. Am Fuß der Spitze sind 4 Nieten angebracht (auf der Innenseite befestigt).
Grundfarbe des Helms grau/grün.Innen ist eine kleine runde Metallplatte.
Innen mit einer Lederumrandung.
Der Helm war für Reserveinfanteristen vorgesehen.
Auf dem Lederinnenfutter ist die Größe "55" aufgestempelt.

Feldpostkarte von Emil Gremler an seinen Vater Udo Gremler vom 6. Juni 1915

Karte im Querformat, beidseitig bedruckt bzw. beschrieben.
Vorderseite: schwarzer Vordruck "Feldpostkarte" sowie Beschriftungsfelder für Empfänger und Absender einern offiziellen Feldpostkarte. Handschriftlicher Notiz von Emil Gremler: "Herrn // Udo Gremler // Jastrow i/ Westpreußen // "Waisenhaus" // Deutschland". Am oberen rechten Rand roter Kastenstempelabdruck mit Text: "Von der Armee // im Felde".
Rückseite: Handschriftlicher Text von Emil Gremler: "D. 6. Juni 1915 // Meine Lieben! Vom Orte Marcinkowice // in Galizien in den Karpathen sendet // Euch die herzlichsten Grüße Euer // Emil. // Meine Sachen wird ein Kamerad von // Birnbaum nach Jastrow senden. - die // Gegenden durch die wir fahren sind // wundervoll saftige üppige Wiesen u. // Felder, Berge u. Thäler. Die Viehzucht steht // in hoher Blüte. Verpflegt sind wir stets von // den lieben Österreichern auf das beste. Die // Mädchen in Galizien sind fast alle hübsch // auch kleiden dieselben sich sehr nett. Auf // dem Kopfe tragen dieselben ein fein zusammen // gelegtes buntes Tuch was ihre Schönheit erhöht. // Wo wir eigentlich hinfahren weiß noch nicht. // Vorläufig geht es per Bahn weiter. Herrliche // Fahrt. Hier im Orte waren die Russen schon. // Nun viele herzliche Grüße D. O.".

Arbeitszeugnis für Emil Gremler von Max Schmidt

Arbeitszeugnis für Emil Gremler von Max Schmidt, Versicherungsbank, Magdeburg vom 30.09.1905
Liniertes Papier im Hochformat, einseitig beschrieben. Schwarzer Briefkopfvordruck sowie handschriftliche Notiz mit schwarzer Tinte - Text: "Max Schmidt // früher General-Agent der Allgemeinen Renten-, Capital- und Lebensversicherungs-Bank // Teutonia in Leipzig // Fernruf 2878. // Magdeburg, den 30. September 1905 // Hohepfortestrasse No. 51. // Zeugniss. // Herr Handlungsgehülfe Emil Gremler aus Wolmirstedt // hat vom 1. April d. J. bis heute bei mir in Dienst gestanden. // Herr Gremler war ehrlich und fleißig und hat sich gut geführt. // Ich wünsch ihm zu seinem ferneren Fortkommen viel // Glück. // Max Schmidt".
Papier ist zweifach gefalten und auf der Rückseite mit Klebeband fixiert.

Porträt dreier Sanitäter vor Holzwand

Foto im Querformat: Gruppenbild, von drei Männern in den Uniformen der preußischen Armee vor der Holzwand eines Hauses. Die drei Männer tragen an ihrer Uniform die Zeichen eines Sanitäters: An den Ecken des Jackenkragens eine weiße Applikation mit rotem Kreuz sowie am rechten Arm eine weiße Armbinde mit einem roten Kreuz darauf. Auch die Schirmmütze hat einen weißen Deckel und an der Frontseite ein rotes Kreuz. Der Mann rechts hat ein Gewehr in der Hand, dass mit dem Hinterschaft auf dem Boden steht. Die beiden anderen Männer halten jeweils eine angefangene Zigarette in der linken Hand.
Rückseite: Adressvordruck.

Ehrenurkunde zur Sammeltätigkeit für den Unterprimaner Fritz Schmidt, 1916.

Papier im schmalen A3-Hochformat einseitig bedruckt und beschrieben.
Motiv: In einem schwarz-weiß-rotem Rahmen Text, der am oberen Rand von einem Eisernen Kreuz (Krone // W // 1914) geschmückt wird. Unter dem Text schwarzer Stempelabdruck: Umschrift: "KGL. PREUSS. SCHULKOLLEGIUM DER PROVINZ SACHSEN", Bild: Wappen der Provinz Sachsen.
Inhalt: Dem Unterprimaner des Gymnasiums zu Stendal Fritz Schmidt wird Weihnachten 1916 eine Ehrenurkunde für seine Sammeltätigkeit und Hilfsbereitschaft für das Vaterland verliehen.

Collage - Ehrentafel für die Gefallenen und Kriegsteilnehmer des Weltkrieges 1914-18 Gemeinde Samswegen

Pappe im Hochformat, einseitig mit schwarzem, dünnem Rahmen bedruckt, darin Schwarz-Weiß-Fotocollage aufgebracht.
Motiv: Mehrere ovale Porträtfotografien von Männern in Wehrmachtsuniform, die in verschiedenen Mustern angeordnet sind: Mittig bilden sie auf dunklem Untergrund ein Eisernes Kreuz, dass auf auf einem Ehrenkranz liegt. Um das Eiserene Kreuz herum sind weitere Bilder in Doppelreihe angeordnet. An den jeweils äußeren Ecken der Fotografie stilisiertes Eichenlaub. Oben und unten mittig Text: "Ehrentafel // für die Gefallenen und Kriegsteilnehmer // des Weltkrieges 1914 Z 18 // Gemeinde Samswegen".
Unter jedem einzelnen Foto steht der Name des abgebildeten Soldaten. Bei den gefallenen Soldaten, die im Bereich des Eisernen Kreuzes angeordnet sind, steht zusätzlich das Sterbedatum.
Folgende Personen werden genannt:
Kriegsteilnehmer: R. Allenstein, H. Allenstein, G. Becker, F. Bautsch, W. Behrens, O. Buhe, E. Buhe, F. Bünnige, R. Finke, F. Fischer, T. Forjahn, H. Försterling, K. Elze, H. Eichelbaum, K. Dolke, T. Dankworth, G. Baacke, K. Brünner, H. Bierstedt, C. Becker, H. Gallus, O. Gallus, H. Görsch, W. Gallus, E. Heuer, K. Holze, C. Haase, O. Harting, T. Hahn, O. Heuer, F. Heinemann, K. Jakob, H. Kost, R. Kleinau, W. Köter, W. Klaus, E. Keil, F. Kleinau, H. Kunkel, H. Kibbe, H. Knochenmus, O. Kunze, F. Knust, H. Ruhbaum, E. Löhle, G. Löhnert, W. Lüer, H. Lange, F. Müller, H. Müller, F. Mohr (2x), K. Köhne, K. Malchereck, W. Miehe, K. Müller, W. Mehling, A. Riemann, R. Tornitz-Rumpff, K. Pitz, F. Pape, C. Tribenau, B. Raek, T. Riemer, W. Rathge, E. Schreiber, H. Schaper, G. Schaper, O. Schwaneberg, F. Stichnoth, E. Schulze, F. Wiebach, K. Wiersdorf, G. Wendel, F. Zauer.
Gefallene Kriegsteilnehmer: H. Becker (28.8.15), H. Beckert (21.4.1918), H. Ruthge (7.3.15), F. Ruhe (28.9.18), H. Amme (20.7.15), H. Allenstein (1916), H. Belling (4.9.16), W. Felsch (15.7.18), W. Friedrichs (15.7.18), H. Fischer (11.9.14), O. Giese (28.10.14), W. Heidenreich (21.7.18), F. Hellvoigt (15.10.18), E. Görlitz (28.9.16), G. Görsch (3.12.15), F. Leuffert (6.1.17), F. Leuffert (4.4.18), E. Kiesbauer (21.10.14), F. Jacob (26.8.14), W. Heuer (22.9.16), E. Lüer (17.6.18), E. Lüer (19.11.16), H. Lüer (8.11.15), A. Kibbe (15.10.15), A. Kunze (27.10.17), R. Knochenmuss (1.6.16), W. Kötec (16.7.16), K. Kranhold (10.8.17), F. Lorenz (18.8.15), G. Meyer (28.9.18), E. Müller (18.9.14), K. Oelze (1.11.18), W. Hitzschke, O. Hitzschke, K. Plock (10.4.16), H. Rieke (5.6.17), A. Schütte (1.9.17), F. Schreiber (30.10.15), E. Schreiber (16.3.16), T. Ruhbaum (16.12.18), F. Schwaneberg (27.9.15), T. Scharner (2.9.18), H. O. Simon (3.11.16), H. Schumann (8.5.18), F. Lüttge (16.4.18), W. Scholkmann (17.9.15), O. Scholkmann (17.6.15), H. Schrader (15.2.15), E. Schinke (22.9.16), R. Thiem (26.10.17), H. Wesche (5.3.18), H. Wesemann (11.10.15), T. Wiersdorf (14.4.17), K. Niemann (1.2.16), R. Ziem (24.10.14).
In der unteren rechten Ecke Hinweis auf Gestalter der Fotocollage: "W. JANSEN - HANNOVER".

Zierteller, 1914-1917

Der Zierteller wurde aus weißem, glasierten Porzellan hergestellt. Auf den Teller sind der Reichsadler und ein Doppelkopfadler zu sehen. Über dem Reichsadler (links) ist Krone des Deutschen Kaiserreichs angeordnet. Über dem Doppelkopfadler befindet sich die Krone des Kaiserreichs Österreich-Ungarn. Das Datum "1914 - 1917" ist unter den Adlern aufgemalt.
Auf der Rückseite sind die Meissner Knaufschwerter aufgemalt (in der Mitte) Unten am Rand ist eine kleine "15" aufgezeichnet.
In den Teller ist "N117" und eine "22" eingestanzt.
Am oberen Rand der Rückseite sind zwei Löcher, die für eine Öse vorgesehen ist. (Öse nicht mehr vorhanden)

Grabstätte des gefallenen Soldaten Emil Gremler

Foto im Hochformat, Sepiaabzug.
Motiv: Abbildung eines Grabes auf einer Wiese bzw. Feld. Das Grab ist mit Blumen und einem einfachen Holzkreuz geschmückt. Auf dem Holzkreuz Text: "+ 20.7.15 // Landt. Emil Gremler // 6 // R. IR // 46".
Im Hintergrund ist ein weiteres Holzkreuz zu sehen.

Zigarettenetui, 1916

Das rechteckige Zigarettenetui ist aufklappbar und leicht gewölbt.
Auf der Vorderseite befindet sich ein rundes Medallion mit dem farbigen Porträt des Kronprinzen, Wilhelm von Preußen. Der Kronprinz trägt eine militärische Schirmmütze mit den kaiserlichen Hoheitszeichen. Er hat blonde Haare und ein Schnurbart.
Am Hals ist der Kragen der Uniformjacke zu erkennen.
Auf der Rückseite ist eingeprägt: "5. Armee. // Weihnachten // 1916"
Innen, auf der linken Seite, befindet sich ein Spanngummi.
Diese Etuis ließ der Kronprinz an die Angehörigen seiner Armee verteilen.

Reservistenkrug, Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht

Der Reservistenkrug wurde aus grauem Steinzeug hergestellt. Er hat eine gerade, nach oben leicht eingewölbte Form. Oben am Rand ist "1 L" eingeritzt. Der Schriftzug ist leicht aufgesetzt in blauer Farbe: "1914-1917 (Kreuz) Heeresgruppe Kronpr. Rupprecht // von Bayern". Der Krug hat eine Henkel und ist glasiert.

Reservistenkrug, Zum Feldgrauen Isille

Der Reservistenkrug wurde aus grauem Steinzeug hergestellt. Er hat eine, nach oben leicht schmaler werdende, gerade Form.
Oben am Rand ist eingeritzt: "0,5 L". Die Schrift ist in blauer Farbe aufgesetzt: "1914 (Kreuz) 1916 Zum Feldgrauen Isille"
Der Krug hat einen Henkel und wurde glasiert.
Am unteren Rand ist der Krug leicht abgesetzt.

Reservistenpfeife, 1915

Die Reservistenpfeife wurde aus weißem Porzellan hergestellt. Er ist bemalt mit zwei schwarz, weiß, roten Fahnen, in dessen Mitte sich ein Lobeerkranz befindet, in dem ein Text steht: "Fest steht der deutschen Bruderstämme Wacht am Rhein 1915". Auf der Rückseite steht: "Armee-Abteilung Gaede". Die Pfeife ist innen schwarz vom verbrannten Tabak. Dazu gehört ein Pfeifenhalter (Holz) mit Mundstück (Metall).

Zierteller, In großer Zeit Kriegsjahr 1914

Der Zierteller, auch Reservistenteller ist aus weißem Porzellan.Er hat einen bogenförmiger Rand, der mit einem goldfarbenen Rand versehen ist. An 6 Stellen des Randes mit Blüten bemalt, die mit Punkten wiederum verbunden sind (goldfarben). In der Mitte ist ein schwarzes eisernes Kreuz, mit Kaiserkrone, einem "W" und "1914" aufgemalt. In goldfarbener Schrift steht darüber: "In großer Zeit". Ebenfalls Goldfarben sind zwei Lorbeerzweige links und rechts vom Eisernen Kreuz. Unter dem Kreuz steht: "Kriegsjahr 1914" (Goldfarben). Auf der Vertiefung (Spiegel) des Tellers zum Rand sind eine schwarze und eine rote Linie umlaufend.
Der Teller hat zwei ausgearbeitete Griffe.

Tuch, 1914, Deutsch-Französische Kriegsschauplätze

Das Tuch hat einen grauen (ursprünglich weißen) Untergrund. Der Rand besteht aus einer breiten rot, schwarz, weiß, roten Borte (Farben des Deutschen Kaiserreichs). Auf dieser Borte sind Eichenblätter abgelegt. In der rechten unteren Ecke steht: "Karte vom Deutsch-Französischen Kriegsschauplatz 1914" in schwarzer Schrift.
Das Tuch ist mit einer Karte des Kriegsschauplatzes in den Farben schwarz und rot bedruckt.

Kleiner Gedenkstein

Der kleine Gedenkstein wurde aus Kalkstein hergestellt.
An der dreieckigen Spitze ist ein Eisernes Kreuz eingemeißelt. Darunter ein Text: Schwer// was// der Abschied // froh wird // das // Wiedersehn!."
Die Rückseite ist grob behauen.
An der Oberseite ist der Stein dreieckig. Nach unten ergibt er ein Viereck.

Pfanne, 1916, Opfergabe

Die Bratpfanne wurde aus gepresstem Eisenblech mit ebenfalls gepresster Inschrift, am oberen Pfannenrand umlaufend, Großbuchstaben: "GAB KUPFER FÜR DAS EISEN HIN / IM WELTKRIEG 1916 / DER DEUTSCHEN HAUSFRAU OPFERSINN."
Der Pfannenstiel ist angenietet und dan der Rückseite an drei Stellen fixiert. Am Pfannengriff ist ein ausgestanzter Schwertumriss. Ebenfalls am Griff ist eine erhabene Darstellung von einem bewaffnetem Soldaten und einer Hausfrau mit Pfanne, die einander die Hand reichen.

Pickelhaube, Preußen, für Offiziere

Auf der Lederglocke des Helms ist der preussischen Linienadler mit Reichsapfel und Zepter aufgebracht. Auf der Brust des Adlers steht: "FR". Die flache Schuppenkette ist vorhanden und die Reichskokarden fehlen. Am Fuß der Spitze sind 3 Sterne angebracht (auf der Innenseite verschraubt, einer fehlt) . Offiziersmäßiges Innenfutter mit Seidenrips und Leder.
Grundfarbe des Helms schwarz. Innen kleine runde Metallplatte, an der die Spitze und Sterne verschraubt sind.
In der Innenseite steht mit Bleistift die Größe: "57 1/2

Feldbinde, ohne Koppelschloss

Die graue Feldbinde ist mit zwei schwarzen Streifen versehen. Das Koppelschloß fehlt. Die Innenseite der Feldbinde ist aus grauem Uniformstoff. Das eine Ende ist dreieckig, das andere, an dem das Koppelschloss befestigt war ist gerade mit zwei Nähten.

Ordensband, gelb/hellblau

Das Ordensband ist gelb mit zwei hellblauen Streifen. Es gehört zur Sachsen Friedrich August Medaille.
Die Medaille ist nicht dabei. Diese Medaille (fehlt) wurde dem Unteroffizier, im Reserve Infanterie Regiment Nr. 103/9 Paul Wittke
bereicht.
Dieses Ordensband gehört zu einem Konvolut: Todesanzeige Paul Wittke, Erkennungsmarke, Medallion mit dem Porträt von Paul Wittke in Uniform

Erkennungsmarke, Paul Wittke

Die Erkennungsmarke gehörte dem Unteroffizier Paul Wittke.
Sie ist oval und hat an den Seiten je ein Loch.
Auf der Vorderseite steht in das Blech gestanzt: "XII // RES. 103 9// 434"; auf der Rückseite steht eingeritzt: "Paul Wittke// Leiznig".

Dieses Erkennungsmarke gehört zu einem Konvolut: Todesanzeige Paul Wittke, Ordensband, Medallion mit dem Porträt von Paul Wittke in Uniform

Zeitungsanzeige, Todesnachricht Paul Wittke

Die Todesanzeige wurde aus einer Zeitung ausgeschnitten und enthält folgenden Text: "Unser lieber zweiter Sohn // Paul Wittke // Unteroffizier im Res.-Inf.-Reg. Nr. 103/9 // erhielt am 4. November 1918 einen Bauchschuß, wurde nach dem // Verbandsplatz Loquinol gebracht und ist dort von seinen Kameraden // noch gepflegt worde, das Regiment aber überließ ihn erst später // beim Rückzug dem Feinde. (Rette sich wer kann.) // Es ist anzunehmen, dass unser Sohn nicht mehr unter den // Lebenden weilt. // In tiefer Trauer // Familie Wittke. // Großbothen, den 4. November 1920."
In der linken oberen Ecke der Anzeige ist ein Eisernes Kreuz mit der Jahreszahl "1914" der Kaiserkrone und dem "W" in der Mitte zu sehen. Die Anzeige ist schwarz eingerahmt.

Medaillon, mit Brustbild des Paul Wittke

Das kleine Medaillon ist rund und zeigt das Porträt des Unteroffizier Paul Wittke.
Wittke trägt eine Schirmmütze und eine zweireihige Uniformjacke. Sein Blick ist geradeaus gerichtet. Um das Medaillon herum ist eine kleine Metallkordel gelegt. Auf der Rückseite befindet sich eine Anstecknadel.

Führungsring einer Granate

Der Führungsring einer Granate aus dem 1. Weltkrieg ist aus Messing.
Außen weißt er ein Längsstreifen Muster auf und innen ein Waffelmuster.
Der Führungsring ist rund.
Ursprünglich befand der "Ring" sich um eine Handgranate. Diese Objekte wurden oft als Armreif getragen.

Gehstock, Verdun 1916

Der Spazierstock hat einen gebogenen Griff und eine Metallspitze am anderen Ende. Auf dem Stock befindet sich eine selbstgefertigte Schnitzerei; Schildförmig: " HD" darunter steht "Verdun 1916".
In der Griffmitte ist eine kleine Leiste eingearbeitet.

Pfeifenkopf, Mann mit Schirmmütze und Eisernem Kreuz

Der ockerfarbene Pfeifenkopf ist in Form eines Männerkopf mit Schnurbart und Militärmütze plastisch ausgeformt. Am Kragen sind ein Eisernes Kreuz und Schulterstücke zu sehen. Am Endstück der Pfeife ist ein Metallstück aufgesetzt, auf dem eine Verlängerung aufgesetzt werden kann.
Die Schirmmütze bildet den Teil, in dem der Tabak eingefüllt wird.

Pickelhaube, Infanterie Preußen, Mit Gott für König und Vaterland

Auf der Lederglocke des Helms ist der preussischen Linienadler mit Reichsapfel und Zepter aufgebracht. Auf der Brust des Adlers steht: "FR". Auf einem Spruchband steht in Großbuchstaben: "MIT GOTT FÜR KOENIG UND VATERLAND". Mit flacher Schuppenkette und links und rechts den Reichskokarden. Am Fuß der Spitze sind 4 Schrauben angebracht (auf der Innenseite verschraubt).
Grundfarbe des Helms schwarz.Innen kleine runde Metallplatte, an der die Spitze verschraubt ist.
Mit Lederumrandung und Innenfutter aus Stoff.
Der Helm wird auch als Pickelhaube bezeichnet.

Essbesteck, Löffel und Gabel, 1. Weltkrieg

Das Besteck besteht aus einem Löffel und einer Gabel. Sie sind am Stiel miteinander vernietet und dadurch aufklappbar. Der Stiel ist kurz und ohne Muster.
Die Gabel hat vier lange Zinken. Der Löffel hat eine große Laffe.
Das Besteck gehörte im 1. Weltkrieg zur Marschausrüstung.

Stahlhelm, französisch, 1. Weltkrieg, Infanterie

Der sogenannte "Adrian"-Helm wurde von der französischen Armee im 1. Weltkrieg getragen. Der "Adrian" bestand aus 1 mm dickem Stahl und verfügte über eine Krempe, die auf der Vorderseite breiter ist, als auf der Rückseite des Helms. Die Helmglocke ist mit einem niedrigen Kamm versehen.
Innen ist er mit Leder ausgefüttert. Er hat einen schmalen Halsriemen.
Auf der Vorderseite hat er das Emblem einer aufflammenden Granate.
Französische Infanterie
Die Grundfarbe ist blaugrau.

Zigarrenschachtel

Zigarrenschachtel (5 Stück); 1.: Aufschrift: "Weddigen" Eisernes Kreuz und Lorbeer- und Eichlaubranken auf Deckel; an den Seiten Männerporträt (Kapitänleutnant Otto Weddingen) und Aufschrift CLARO; mit Klappdeckel; im Inneren befindet sich auf dem Deckel das Brustbild des Otto Weddigen (schwarz-weiß), in einem ovalen goldfarbenen Rahmen. L.: ca. 7,0 cm; B.: 13,5 cm; T.: 6,5 cm; 2. Marke "Goldanker" Nr. 400, 10 Stück; L.: 9,0 cm; B.: 12,5 cm; T.: 2,0 cm; 3. Marke "Dürninger", Herrnhut, Seit 1747; 25 Stück; L.: 21,0 cm; B.: 11,5 cm; T.: 3,0 cm 4. Aufschrift: Zigarrenfabriken Berlin und Hamburg "J. Neumann" AG, Deckelinnere: Zauberflöte J. Neumann, No. 15; L.: 23,5 cm; B.: 13,0 cm; T.: 3,5 cm; 5. auf Deckel verschiedene Geldmünzen und Adler; Deckel verziert (Rand), Deckelinnere: Bild und Schrift: Steinsiek sowie Monogramm FLOR-FINA; L.: 23,5 cm; B.: 12,0 cm; T.: 3,5 cm

Vivat-Band, 1914

Das weiße Band aus Halbseide ist schwarz bedruckt mit "Vivat die Gründer unserer Seemacht". Es zeigt Abbildungen der Marine- und Kriegsflagge des Deutschen Reichs; Kriegsschiffe auf See; Portraits von Kurfürst Friedrich Wilhelm dem Großen und Kaiser Wilhelm II. und ein Zitat aus einer Rede von Wilhelm II. am 06.08.1914: "Noch nie ward Deutschland // überwunden, wenn es // einig war. Vorwärts // mit Gott, der mit uns // sein wird, wie er // mit den Vätern war. // Wilhelm II." Darunter steht: "Zum Besten des roten Kreuzes // Verlag von Amsler Ruthardt Berlin W8

Überzug für Pickelhaube

Der grau-grüne Überzug wurde eigens für Pickelhauben hergestellt.
Er ist der Form der Pickelhaube angepaßt, d.h. der Überzug geht auch über die Spitze und ist an den Schirmseiten leicht verstärkt.
Innen ist eine rote "2" auf weißem Wäscheband eingenäht.
Der Überzug gehört zur Pickelhaube (alte Inv. Nr. 5351, neue Inv. Nr. 6213)

Tasse, Aus großer Zeit, Weltkrieg 1914/15

Die Porzellantasse hat eine gerade Form. Am oberen Rand läuft eine schwarze und eine rote Linie. Vorn ist ein Eisernes Kreuz mit kleiner Kaiserkrone, einem "W" und der Zahl "1914 aufgemalt. Um das Eiserne Kreuz befindet sich ein Eichenblattkranz, der an fünf Stellen mit der kaiserlichen Fahne umwickelt ist. Links vom Eichenlaubkranz steht: "Aus großer Zeit", rechts davon "Weltkrieg 1914/15".
Die Tasse hat einen aufgesetzten Henkel.

Stahlhelm, deutsch, 1. Weltkrieg

Der Stahlhelm hat fast senkrechte Seiten. In Stirnhöhe ist er nach außen abgeschrägt. An der Glocke befinden sich "Hörner", sie dienen der Lüftung und sind zum Anbringen eines Stirnverstärkungsstückes bei Anlegung des Sappenpanzers vorgesehen. Innen ist ein Lederriemen angebracht. Das Innenfutter besteht aus Leder, welches wiederum mit kleinen Leinensäckchen abgepolstert ist.

Spielzeugsoldaten, Musikkapelle (17 Stück)

Die Spielzeugsoldaten wurden aus Lineol hergestellt. (17 Stück), Vier Soldaten sind mit Tornister und Gewehr ausgerüstet, Die anderen 13 Soldaten mit Musikinstrumenten.
Sie tragen alle die feldgraue Uniform und einen Stahlhelm.Die Soldaten sind farbig bemalt.
1. Soldat mit Taktstock
2. Horn
3. Posaune
4. Obohe
5.-6. Trompete
7. Blockflöte
8. Tuba
9. Waldhorn
10. Schellenbaum
11. Trommel
12. Pauke
13. kleines Horn

Stahlhelm, englisch, 1. Weltkrieg

Der englische Stahlhelm ist tellerförmig aus einer Stahlplatte gearbeitet. Er erinnert in seiner Form an den mittelalterlichen Eisenhut.
Modell Mk I "Brodie". Innen ist der Helm mit Leder und Futterstoff gelegt. Das sollte dieÜbertragung der Wucht eines auftreffenden Granatsplitters auf den Kopf des Helmträgers dämpfen.
Innen ebenfalls ein Lederriemen.

Essgeschirr, russisch

Der russische Essnapf hat eine ovale Form. An der schmalen Seite ist ein Henkel zum tragen mit zwei Nieten angebracht.
Auf der Aussenseite ist eine kleine eckige Öse, im Hochformat mit zwei Nieten angebracht.
Der Napf ist aus einem Stück gepresst worden.

Porträt eines Soldaten

Ganzkörperporträt eines Soldaten in einem Passepartout.
Passepartout mit Papier beklebt, darauf Druck: Rahmen aus Stoffband, dass in den zwei oberen Ecken zur Schleife gebunden ist, oben mittig laufen die Bänder in ein Emblem mit Pickelhaube, Trompete und Säbel sowie zwei Fahnen des Deutschen Kaiserreiches zusammen. Mittig links und rechts umfassen die Bänder jeweils einen Ehrenkranz, darin ein Eisernes Kreuz mit dem Text "W // 1914". Unten links auf dem Band liegend ein Reichsadler auf einem architektonischen Sockel mit der Inschrift "1914". Unten rechts auf dem Band liegend ein Reichsadler auf einem architektonsichen Sockel mit der Inschrift "1915".
Handschriftlich als Untertitel zum Foto Text "Zur Erinnerung an den Weltkrieg 1914-16", oberhalb des am unteren Rand verlaufenden Stoffbandes.
Motiv der Fotografie: Junger Mann in Felduniform, mit der rechten Hand ein Gewehr mit Messeraufsatz (Bajonett?) haltend. Im Hintergrund alte Nutzgebäude(?).

Gedenkblatt für den Landsturmmann Emil Gremler, 6. Kompagnie Reserve-Infanterie-Regiment 46

Grafik im Hochformat, einseitig farbig bedruckt.
Motiv: Ein weiblicher Engel in weißem Rock und goldener [?] Tunika beugt sich mit einem Lorbeerzweig in der linken Hand zu einem am Boden liegenden jungen Mann in Uniform. Der Mann liegt auf einer Wiese, unter ihm sein Gewehr, neben ihm der vom Kopf gefallene Helm. Oberhalb des Motives Spruchbanderole mit dem Text: "Wir sollen auch unser Leben // für die Brüder lassen // 1. Joh. 3. 16.". Unterhalb des Motives Text: "Zum Gedächtnis des Landsturmmannes Emil Gremler 6. Kompagnie Reserve-Infanterie-Regiment 46 - Er starb fürs Vaterland am 20. Juli 1915", darunter Faksimile-Unterschrift "Wilhelm // R.". Dieser Text wird von einem Lorbeerblatt-Rahmen umgrenzt, der im unteren Bereich mittig ein Eisernes Kreuz mit der Inschrift "W // 1914" trägt.

Zeitungsartikel, gerahmt, Magdeburgische Zeitung 1914

Der Zeitungsartikel befindet sich in einem weißen, rechteckigen Rahmen. Es handelt sich um die 2. Ausgabe des Mittagsblattes der Magdeburgischen Zeitung vom Dienstag 4. August 1914; Nr. 570
Thema: Zur heutigen Reichstagssitzung, 5 Milliarden Kredite, Die Sozialdemokratie wird die Kriegskredite bewilligen!, Für das Rote Kreuz Schlösser als Lazarette, Umfangreiche Versorgung von Städten mit Lebensmitteln, Studenten als Landarbeiter, Zuzug deutscher Gestellungspflichtiger aus dem Ausland, Aus den neutralen Staaten, Die Schweiz bleibt neutral.

Frauen im Kriegsdienst (Sortierung von Brennholz)

Foto im Querformat, Motiv: vier Frauen in langer Kleidung stehen vor eine großen Berg Holzscheite. In der Hand halten drei von ihnen eine Hammer, eine Frau stützt sich auf eine Schaufel. Die beiden mittleren Frauen halten ihren Hammer zusammen so, dass sie überkreuz liegen. Die zweite Frau von rechts hält ein Schild in ihrer Hand, auf der mit weißer Kreide der Text: "Treue // Kamerad- // schaft 1916." steht.
Rückseite: Adressvordruck, Handschrift: Kriegsverpflichtete Frauen // aus Wolmirstedt beim // Brennholzsortieren auf // dem Bhf. Rothensee // 2. v. l. Anna Knust", darunter mit Bleistift: "Schenkung Mühlenberg Otto". Am linken Rand schwarzer Stempelabdruck "Landkreis Ohrekeis // Museum Wolmirstedt // Schloßdomäne // 39326 Wolmirstedt // Tel.: 039201 / 21 363".

Militärpass von Karl Duldhardt

Mehrseitiges Heft im Hochformat, Seiten im Klappfalz durch Metallheftung fixiert. Einband in blauem Karton mit Druck auf Vorderseite: Symbol des Reichsadlers darunter Text: "Militärpaß // des // [...] //Füsilier // Karl Richard // Duldhardt // Jahresklasse: 1915 // Infanterie. // Militär-Formular-Lager Heinrich Hoppe, Flensburg.". Inhalt: Erste Seite Angaben zum Paßinhaber: "Angehörigen-Adressen des Füsilier Dulhardt Karl" // kein Eintrag zu Ehefrau // "Eltern: Stand oder Gewerbe: Schuhmachermeister // Vor- und Zuname des Vaters: Albert Duldhardt // Vor- und Mädchenname der Mutter: Anna geb. Boocke // Wohnort: Wolmirstedt // Straße (Hausnummer: Stendalstr. 47" // keine Angabe bei weitere Verwandte". Weitere 20 Seite mit Druck auf Vor- und Rückseite: 6 Seiten mit Druck zu "Bestimmungen für die Mannschaften // des Beurlaubtentandes". Weitere 14 Seiten mit Angaben zur Person des Paßinhabers sowie "Uebungen und Einberufungen, Führung, Strafen usw.": Zugehörigkeit zu Kompanien, Versetzungen, Verhalten, Sold, Beurlaubungen. Diese Angaben sind teilweise mit Vordruck, Handschrift und Stempel versehen. Auf Innenseite der Rückseite ein Blatt Papier eingelebt, handschriftlicher Text: "den 15. August 1918 // Herrn // Utff. Karl Duldhardt, // Wolmirstedt. // In der Anlage überreiche ich // Ihnen, das Ihnen unter dem 1. VIII 18. // verliehene Eis. Kreuz II.. Im Namen // der [...] sage ich Ihnen // meinen // herzlichsten Glückwunsch. // den Empfang wollen Sie // gefl. bestätigen. // Offz. Stellw.".

"Friede"

Postkarte im Hochformat, s/w-bedruckt. Motiv der Rückseite: Fotomontage: Eine junge Frau mit heller Schürze hält einen Brief in der Hand und wendet sich zu einem Jungen in Matrosenanzug, der auf einem Tisch sitzt. Oben links ein aus Wolken schauender weiblicher Engel, in den Wolken Text: "FRIEDE". Unten links Text: "Vater im Himmel, gib uns hienieden // Bald einen dauernden, glücklichen Frieden.", daneben rechts Logo (Oval mit Sternen, darin Text Amag [Amag steht für: Amag - Verlag Albrecht & Meister AG - Berlin]), darunter 961/4".
Vorderseite: Adressvordruck und Logo des Verlages Deutscher Schulverein, darunter Text. "Karte Nr. 1253".

Porträtfoto von Albert Ruhncke, 1917

Foto im Hochformat, Rand in Rissoptik. Motiv der Rückseite: Mann mittleren Alters mit Kinnbart. Neben ihm eine Art kommode mit zwei Bilderrahmen.
Vorderseite mit Vordruck einer Postkarte, Handschrift mit Tintenfüller: "Albert Ruhncke // geb. 17.8.1880 // phot. 1917. während der // 6 jährigen Gefangenschaft in Troitzk", "1915 // also 35 Jahre alt". .

"Für die Kriegsanleihe!"

Postkarte mit Engelmotiv im Hochformat, farbig bedruckt.
Rückseite: grüner Engel mit einem Stahlhelm in den Händen. Stahlhelm liegt mit der Öffnung nach oben und ihm sind Münzen zu erkennen. Engel trägt einen banderolenförmigen Lendenschurz in den Farben schwarz-weiß-rot (Farben des Deutschen Kaiserreiches). Darunter Text: "Für die // Kriegsanleihe!"
Vorderseite: Adresszeilenvordruck und Bildautor: "W. HAGELBERG AKT.GES. BERLIN".

Erkennungsmarke von Adolf Gerecke

Die Erkennungsmarke für Soldaten ist aus ovalem Stahlblech hergestellt. In der Mitte ist sie waagerecht 3x geschlitzt. Beide Hälften sind gleichlautend beschriftet (weiße Füllung): "Adolf Gerecke, Wolmirstedt, Gr. Hinterstr. 6; 19.4.97; Ers.Esk. Kür. R. 7. Nr. 90 IX" Der obere Teil ist 2x gelocht.

Porträts der Familie Gremler, gerahmt

Der dreigeteilte Bilderrahmen zeigt drei verschiedene Fotos.
1. ein älterer Mann mit Bart, sitzend, neben ihm steht ein junger Mann in Uniform. Er trägt einen Schnurbart.
2. Zeigt einen Jungen (ca. 10 Jahre alt) auf einer Hockerecke sitzend im Matrosenanzug. Auf dem Hocker stehend ist in einem Bilderrahmen das Bild des jungen Mannes in Uniform von links und rechts zu sehen. Der Junge hält Eichenlaub in der Hand. Im Hintergrund ist ein Andenken in Form eines Rettungsringes (vgl. Inv. Nr. 4982) zu sehen.
3. Zeigt eine ältere Frau in einem Stuhl sitzend, daneben steht der junge Mann von Bild 1, in Uniform, einen Arm angewinkelt vor dem Körper.
Der Rahmen ist dunkelbraun und im Querformat.
Porträts

Ölgemälde, gerahmt, Grabstelle Emil Gremler

Das Ölbild zeigt die Grabstelle des Emil Gremler. Ein Holzkreuz auf dem steht: gestorben 20.7.15; Land. Emil Gremler.; 6. X. R.J.R. 46. Vor dem Kreuz liegt ein Kranz mit einer Schleife. Das Grab ist grün eingefaßt. Im Hintergrund ist ein niedrige Steinmauer und auf der rechten Seite ein Kreuz zu sehen. Das Bild ist in einem breiten schwarzen Rahmen.
Auf der Rückseite steht handschriftlich: "Zum ehrenden Gedenken der Landstürmer Emil Gremler, Inhaber der Rettungsmedaille geboren am 19. Februar 1886 zu Wolmirstedt, gestorben am 20. Juli 1915 in Rußland für sein geliebtes Vaterland und damit für uns alle."
Kurt Gremler. Das Bild ist im Hochformat.
Auf der Rückseite ist eine Metallöse zum Aufhängen des Bildes.

Gedicht von Udo Gremler an seinen im 1. Weltkrieg gefallenen Sohn Emil Gremler

Auf Format A4 gefaltetes Papier im A3-Format, kariertes Papier.
Mit schwarzer Tinte handschriftlicher Text:
"19. Februar 1916 // Dreißig Jahre hast du nicht werden sollen; // Gott, der Herr, hat es anders beschlossen, // darüber wir auch nicht murren wollen, // dein Leben hast Du wenig genossen. // Als Held hätten wir dich gern empfangen; // Wirst als Beamter du es jedoch sehn, // Leider konnt auf deiner Brust nicht prangen // Für die brave Tat der bestimmte Lohn. //
Können wir jetzt auch Dein Grab nicht schmücken, // da deine Grabstätte uns unbekannt, // Wollen wir hier dein Bild an`s Herz drücken, // Weilst du doch jetzt in dem herrlichen Land, // Wo jegliche Feindschaft verschwunden ist. // Ausruhen kannst`von der Erdenplage, // Du tapferer Held und gläubiger Christ, // Wir denken deiner nachts und am Tage. //
Den Ehrenplatz in unserer Stube, // Dicht über dem Sofa, unter der Uhr, // Erhielt dein Bildnis, tapferer Bube, // Darin man sieht von Feigheit keine Spur. // Dankbar, vom Kaiser dir verliehen, // die Rettungsmedaille wird angebracht, // Als Dank für ausgestandene Mühen, // Der Familie Aug`darüber wacht. //
Stolz hättest du dieselbe getragen, // Wärst aus dem Krieg du zurück gekehrt. // Wir wollen aber weiter nicht klagen, // Hat doch der Kaiser im Tod dich geehrt. // Wir aber wollen dich nie vergessen, // Lebst du in unserem Herzen doch fort, // Und ist es von uns wohl nicht vermessen, // Drauf zu geben unser Ehrenwort. // Dein Vater".

Das vierstrophige Gedicht schrieb Udo Gremler, der Vater von Emil Gremler. Die vorliegende Abschrift stammt von seiner Mutter Bertha Gremler.

Gedenkblatt zum Tode Emil Gremlers

Papier im Hochformat.
Text: "In den Kämpfen für die Verteidigung des deutschen Vaterlandes // hat auch ein teures Mitglied Ihrer Familie den Heldentod erlitten. // Zum Gedächtnis des auf dem Felde der Ehre Gefallenen haben // Seine Majestät der Kaiser und König in herzlicher Teilnahme an // dem schweren Verlust und in Anerkennung der von dem Verewigten // bewiesenen Pflichttreue bis zum Tode Ihnen das befolgende // Gedenkblatt // verliehen, das als ein Erinnerungszeichen an die große Zeit und // an den unauslöschlichen Dank des Vaterlandes in Ihrer Familie dauernd bewahrt werden möge. // Großes Hauptquartier, den 11. Juni 1916. // Der Kriegsminister // Wild v. Hohenborn".

Im Papier Wasserzeichen "GEBR. EBART SPECHTHAUSEN // 1 NORMAL 1".

Lieferschein für die Rückbeförderung eines Feldpaketes an die Familie des Soldaten Emil Gremler

Rotes Papier mit Perforationskante am rechten Rand. Im Hochformat einseitig schwarz bedruckt und blau beschrieben.
Text: "Abschnitt für Notpaketadresse", darunter schwarzer Doppelbrückenstempelabdruck mit dem Text: "BRESLAU // 2 // 11.7.15 4-5 N.". Darunter: "Absender: // Feldpaket-Verteilungsamt Breslau 2. // Das beifolgende Feldpaket // Aufgabennummer: 560 // ist vom Paket-Depot Breslau der Post zur Rückbeförderung an den Ab- // sender übergeben worden. // Nachnahme: M. Pf. // Porto: // Siehe Rückseite!". Am rechten Rand "Abschnitt kann vom Empfänger abgetrennt werden.".

Posteinlieferungsschein für 10 Reichsmark an den Soldaten Emil Gremler

Beiges Papier mit Perforationskante am linken Rand. Im Hochformat einseitig rot bedruckt und schwarz beschrieben.
Text: "Posteinlieferungsschein // (vom Einzahler auszufüllen) // (Die Mark in Buchstaben angeben) // Zehn Mark - Pf. // Empfänger: // Soldat Gremler // in Birnbaum Warthe // Postannahme Krüger // 982 // Nr. des Annahmebuches". Am rechten unteren Rand schwarzer Abdruck eines Doppelbrückenstempels mit dem Text: "JASTROW // a // 22.5.15. 6-7 N".

Feldpostkarte von Georg Lehmann an Kurt Gremler vom 3. Dezember 1916

Karte im Querformat, beidseitig bedruckt und beschrieben.
Vorder- und Rückseite mit Vordruck für Absender, Adressat und Poststempel, ausgefüllt mit Bleistift.
Vorderseite: "Feldpostkarte // An // Herrn // Gremler (jüngere) //
Jastrow in Westpreußen // in Waisenhaus". "Absender: Wehrmann // Georg Lehmann // 92. Beseower [?] Armeekorps // Landwehr Inft. Regt. Nr. 35 // 2. Bataillon, 5. Komp. // Elfte gemischte Landwehrbrigade". Schwarzer, runder Poststempelabdruck: "K. D. Feldpostexped. // d. 207. Infanterie-Div. // 4.12.16. 5-6 N".
Rückseite: "Geschrieben, den 3.12.1916 // Sehr geehrter Herr Gremler! // Habe mich recht gefreut, daß ich von Ihnen // auch etwaß zu hören bekam und sage ihnen meinen besten Dank, daß sie meine Schuhe // haben an meiner geschickt, auch spreche Ihnen // meinen herzlichen Teihlnamen [?] über den schweren // Verlust ihres Herrn Bruders auß . Wie geht // es denn ihnen und ihren lieben Herrn Eltern // noch, hoffentlich sind sie doch noch [...] gesund // waß ich auch von mir noch sagen kann. // // Nun viele Grüße an Ihnen sowie // an Ihre lieben Herrn Eltern seien sie recht // herzlich gegrüßt von Georg Lehmann. // Auch ein frohes Weihnachtsfest wünschen // ich ihnen allen.".

Quittung für Kriegselterngeld für den gefallenen Soldaten Emil Gremler vom 29. Januar 1919

Beiges Papier im Querformat beidseitig bedruckt bzw. beschrieben.
Vorderseite: Schwarzer Vordruck mit handschriftlichen Ergänzungen in schwarzer Tinte. Text: "Pensionsregelbehörde Nr. 3 // H // Quittung über Hinterbliebenenbezüge. - Witwe. // Stammkarte Nr. // 4242 // 36 M - Pf., // wörtlich Dreissigundsechs Mark // haben wir für den Monat Februar 1919 als Eltern // des Landsturmmannes Emil Gremler aus der Postkasse erhalten. // [...] // Jastrow, den 29. Januar 1919. // Udo Gremler Bertha Gremler, geborene Ehreke // Wohnung Berlinerstr: 34 // [...] // Wer unbefugt Hinterbliebenenbezüge abhebt, macht sich strafbar. // Muster G. 8 // Anmerkungen auf der Rückseite.".
Rückseite mit Text: "Anmerkungen. // 1. Vordrucke zu den Quittungen werden dem Empfänger nach Aufbrauch des ersten Bedarfs von der Postanstalt / zugestellt. // 2. Die Zahlung der Gebührnisse durch die Postanstalt erfolgt nicht am Monatsersten, sondern früher, und zwar am // 29. oder, wenn dieser Tag auf einen Sonntag oder allgemeinen Freitag fällt, am 28. des vorhergehenden Monats (im Febuar 26.). Die pünktliche Abhebung der Gebührnisse an den Fälligkeitstagen ist dringend notwendig. // 3. Wünscht der Empfänger die Begleichung der Gebührnisse im Postscheck- oder im Girowege, so hat er dies bei der // Postanstalt seines Wohnsitzes zu beantragen. // 4. Verlegt der Empfänger seinen Wohnsitz oder wünscht er aus sonstigen dringenden Gründen seine Bezüge bei einer // anderen Postanstalt abzuheben, so hat er die Überweisung der Zahlung bei der Post oder bei der Pensionsregelungs // behörde zu beantragen. // 5. Die Quittungen für März jedes Jahres müssen auf einem besonderen Vordruck bescheinigt werden von einer Zivil- // oder Militärbehörde oder von einer bei der Zahlung nicht beteiligten, zur Führung eines öffentlichen Siegels // berechtigten Person (Militärperson, Bezirksvorsteher, Beamte der Armenpflege, Schiedsmann, Geistliche, Standes- // beamte, Steuereinnehmer, Gemeine- [Guts-] vorsteher, Polizeibeamte, Kontrollbeamte der Versicherungsanstalt usw.) // unter Beidrückung des Dienstsiegels. In den übrigen Monaten ist keine amtliche Bescheinigung notwendig.".

Quittung für Kriegselterngeld für den gefallenen Soldaten Emil Gremler vom 1. April 1917

Beiges Papier im Hochformat einseitig bedruckt und beschrieben.
Text: "Quittung. // in Worten: Zwanzig Mark auch 83 gr Kriegselterngeld // habe ich für den Monat April 1917 // aus der Reichskasse erhalten. // Jastrow, den 1 ten April 1917. // Vor- (Ruf-) und Zuname: // Udo Gremler // Bertha Gremler, geb. Ehreke."
Darunter weiterer Text zur Bescheinigung von Witwenrente und handschriftliche Notiz mit Bleistift: "Wird lt. Anm. // von der Kreiskasse // direkt eingesandt // ab 1.4.17".
Am linken Rand Bemerkungen zum Ausfüllen der Quittung.

Impfschein für Emil Gremler vom 18.06.1890

Rot-beiges Papier im Hochformat beidseitig schwarz bedruckt und schwarz beschrieben.
Text: Vorderseite: "Impf-Schein. // Kreisrat-Impf-Liste No. 15. // Impf-Bezirk Wolmirstedt // Emil Gremler // geboren den 19 / 2 1886, // wurde am 2 / 5 1888 zum I Male // mit Erfolg geimpft. // Durch die Impfung ist der gesetzlichen Pflicht genügt. // Wolmirstedt den 18 / 6 1890 // [...] // Arzt. // Form. I.". Am oberen linken Rand handschriftliche Notiz: "[...]. 2/7.90 // L".
Rückseite: "In jedem Impfbezirk wird jährlich an Orten und zu Zeiten, welche vorher bekannt // gemacht werden, // unentgeltlich geimpft. Die erste Impfung der Kinder muß vor Ablauf des // auf das Geburtsjahr folgenden Kalenderjahres, die spätere Impfung (Wiederimpfung) // bei Zöglingen einer öffentlichen Lehranstalt oder einer Privatschule mit Ausnahme der Sonn- // tags- und Abendschulen, innerhalb desjenigen Kalenderjahres erfolgen, in welchem die Kinder // das zwölfte Lebensjahr zurücklegen. Ist die Impfung nach dem Urtheile des Arztes erfolglos // geblieben, so muß sie spätestens im nächsten Jahre wiederholt werden. Ider Impfling muß // frühestens am 6. und spätestens am 8. Tage nach der Impfung dem Arzte zur Besichtigung // vorgestellt werden. Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, deren Kinder oder Pflegebefohlene // ohne gesetzlichen Grund und trotz erfolgter amtlicher Aufforderung der Impfung oder der // ihr folgenden Bestellung entzogen geblieben sind, haben Geldstrafe oder Haft verwirkt.". Darunter ausführliche Anleitung zum Ausfüllen des Formulares unter "Bemerkungen.".

Impfschein (Wiederimpfung) für Emil Gremler vom 12. Mai 1898

Grünes Papier im Querformat beidseitig schwarz bedruckt und schwarz beschrieben.
Text: Vorderseite: "Impf-Schein. (Wiederimpfung.) // Impf-Bezirk Magdeburg I Impf-Liste Nr. 5. // Emil Gremler // geboren den 19. Februar 1886, wurde am 6. Mai 1898 // zum 1. Male // mit Erfolg wieder geimpft. // Durch die Impfung ist der gesetzlichen Pflicht genügt. // Magdeburg, den 12. Mai 1898 // [...] Braune // Impf-Arzt. // Formular I. // F. B. 224a.".
Rückseite: "In jedem Impfbezirk wird jährlich an Orten und zu Zeiten, welche vorher bekannt // gemacht werden, // unentgeltlich geimpft. Die erste Impfung der Kinder muß vor Ablauf des // auf das Geburtsjahr folgenden Kalenderjahres, die spätere Impfung (Wiederimpfung) // bei Zöglingen einer öffentlichen Lehranstalt oder einer Privatschule mit Ausnahme der Sonn- // tags- und Abendschulen, innerhalb desjenigen Kalenderjahres erfolgen, in welchem die Kinder // das zwölfte Lebensjahr zurücklegen. Ist die Impfung nach dem Urtheile des Arztes erfolglos // geblieben, so muß sie spätestens im nächsten Jahre wiederholt werden. Ider Impfling muß // frühestens am 6. und spätestens am 8. Tage nach der Impfung dem Arzte zur Besichtigung // vorgestellt werden. Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, deren Kinder oder Pflegebefohlene // ohne gesetzlichen Grund und trotz erfolgter amtlicher Aufforderung der Impfung oder der // ihr folgenden Bestellung entzogen geblieben sind, haben Geldstrafe oder Haft verwirkt.".

Taufschein für Emil Gremler vom 11. Februar 1892

Beiges Papier, im Hochformat einseitig bedruckt und beschrieben mit schwarzer Tinte.
Text: "Tauffschein. // Nach Ausweis der Taufregister hiesiger St. Katharinen-Kirche hat // Lorenz Heinrich Emil Gremler // (am 19. Februar 1886 in Wolmirstedt geboren als Sohn // des hiesigen Kaufmanns Udo Herman Grem- // ler, evangelischer Konfession, und dessen Ehefrau // Bertha Emma Wilhelmina geb. Ehrecke, evangelischer Konfession) // die heilige Tauf am 29ten April 1886 achtzehnhundertsechsundachzig // hier erhalten. // Solches wird hiermit amtlich bescheinigt // Wolmirstedt, den 11ten Februar 1892. // Evangelisches Pfarramt. // I. V. // Riehm, Diakonus. // Journal-No. 64.".
Mittig, am linken Rand schwarzer Stempelabdruck des Evangelischen Pfarramtes Wolmirstedt: Umschrift: "Siegel der evangelischen St. Katharinen-Kirche Wolmirsstedt", Bild: zweigeteilt: oben Abbildung der Heiligen Katharina, unten Abbildung des Heiligen Pankratius.

Konfirmationsschein für Emil Gremler vom 31. März 1901

Beiges Papier im Hochformat einseitig zweifarbig bedruckt und einfarbig beschrieben.
Mittig Abbildung von Jesus Christus auf einer Wolke stehend und die rechten Arm erhoben. Über die Figur Banner mit Text: "Erinnerung an den Tag der Confirmation". Am Fuße der Figur links und rechts roter Text: "Ich bin der Wein- // stock, ihr seid die // Reben. Wer in // mir bleibet, und // ich in ihm, der bringet // viele Frucht; denn ohne mich könnet ihr nichts // thun. Joh. 15, 5.".
Unter der Figur mittig Text: "Ich bin dein! Sprich du darauf ein Amen. Treuster Jesu, du bist mein! // Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein. // In dir alles thun und alles lassen, in dir leben und in dir erblasse, // Das sei bis zur letzten Stund unser Wande, unser Bund.".
Darunter mit handschriftlicher Ergänzung in schwarzer Tinte: "Emil Gremler, // geboren am 19 Februar 1886 und getauft // am 29 April 1886 ist nach empfangenem Religionsunterricht am // 31 März 1901 in der St. Ulrichs-Kirche zu Magdeburg // konfirmiert worden und hat hierauf zum erstenmal am heiligen Abendmahl teilgenommen. // Pastor Hofmann".
Am unteren Rand des Bildes: "35" sowie rechts daneben: "Druck und Verlag von Velhagen & Klasing in Bielefeld.".

Arbeitszeugnis für Emil Gremler von Paul Zimmermann

Blatt im A3-Hochformat, auf A4-Format gefaltet und dort einseitig beschrieben. Papier ist mehrfach gefaltet.
Text: "Hierdurch bescheinige ich, daß Herr Emil Grem- // ler seit den 1 October 1911 bis heute in meinem // Gemischtwarengeschäft als Verkäufer tätig gewesen // ist und während dieser Zeit solide, fleißig und ehrlich // war. // Wittenberg den 31 Dezember 1912. // Paul Zimmermann".

Arbeitszeugnis für Emil Gremler von Albin Rehm

Blatt im A4-Hochformat, einseitig handschriftlich mit schwarzer Tinte beschrieben; zweifach gefaltet.
Text: "Zeugnis. // Herr Emil Gremler von hier // ist vom 1. Oktober 1907 bis heute in meinem Konserven-Deli- // catess- u. Kolonialwarengeschäft // en gros u. en detail als Verkäufer // tätig gewesen. // Herr Gremler hat sich während // dieser Zeit durch Fleiß, Ehrlichkeit // u. ordentliches Betragen meine // Zufriedenheit erworben, so daß // ihm auf seinem ferneren Le- // benswege meine besten Wünsche // für sein Wohlergehen begleiten. // Magdeburg, 31. März 1908. // A. Rehm".
Darunter violetter Stempelabdruck mit Text: "Albin Rehm // MAGDEBURG // Regierungsstrasse 23.".