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Alfred Krupp (1812-1887)

"Alfred Krupp (* 26. April 1812 in Essen; † 14. Juli 1887 ebenda, eigentlich Alfried Krupp) war ein deutscher Industrieller und Erfinder. Er baute die von seinem Vater Friedrich Krupp gegründete Kruppsche Gussstahlfabrik, die heute in der ThyssenKrupp AG aufgegangen ist, zum damals größten Industrieunternehmen Europas aus. Dies bewerkstelligte er zunächst mit der Herstellung nahtloser Radreifen, die beim Ausbau des Eisenbahnwesens reißenden Absatz fanden, und später vor allem mit der Produktion von Rüstungsgütern. Alfred Krupp war der größte Waffenproduzent seiner Zeit, was ihm den Beinamen Kanonenkönig einbrachte. Seine verbesserten Artilleriegeschütze trugen sehr zum deutschen Sieg im Deutsch-Französischen Krieg bei." - (Wikipedia 02.04.2019)

Am 24. März 1865 fertigte das Königliche Schöffengericht in Engers einen Vertrag aus, der Weichen stellte: Der Essener Stahlindustrielle Alfred Krupp kaufte vom preußischen Staat die Sayner Hütte, die Mülhofener Hütte, den Oberhammer im Sayntal sowie die Eisenerzgruben Louise, Georg und Friedrich Wilhelm in der Region Horhausen im Westerwald. In den Folgejahren nahm Krupp weiteres Geld in die Hand, um seinen Besitz zu arrondieren - unter anderem durch die Bendorfer Hütten mit der Grube Werner, auch Vierwinde genannt.
Die Erwerbungen führten zu einer durchaus engen Verflechtung zwischen zwei bedeutenden Regionen: hier die „alten“ Kultur- und Gewerbelandschaften Mittelrhein und Westerwald, dort das „neue“ Industrierevier des Ruhrgebiets. Hier wie dort waren die Verbindungen von fundamentaler Bedeutung. Aus Sicht von Sayn, Neuwied oder Horhausen war Krupp ein potenter Arbeitgeber, heute würde man sagen: Investor. Die Hochöfen am Mittelrhein und die Erzgruben im Westerwald unterstützten die weitere Expansion der Krupp’schen Stahlfabrik in Essen. Das Unternehmen benötigte Rohstoffe wie Erz und Roheisen, um in Essen Qualitätsprodukte herstellen zu können: Radreifen und Schienen, Kurbelwellen und Achsen, Kanonen, Maschinen und vieles mehr.
Das wirtschaftliche Netzwerk zwischen Krupp, Mittelrhein und Westerwald währte Jahrzehnte, auch wenn die Hochöfen bereits in der Weltwirtschaftskrise nach 1929 ausgeblasen wurden. Aber erst in den 1960er Jahren, mit der Stilllegung der letzten Erzgruben, endeten die Verbindungen.

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