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GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung Gleimbibliothek [G 143]

Preussische Kriegslieder in den Feldzügen 1756 und 1757 von einem Grenadier: mit Melodien/ Johann Wilhelm Ludwig Gleim [erm. Verf.]

Preussische Kriegslieder in den Feldzügen 1756 und 1757 von einem Grenadier: mit Melodien/ Johann Wilhelm Ludwig Gleim [erm. Verf.] (Gleimhaus Halberstadt CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Gleimhaus Halberstadt (CC BY-NC-SA)

Description

Gleims Kriegslieder wurden handschriftlich in Briefen an Freunde mitgeteilt, sie wurden als Separatdruck verbreitet (von Lessing und Kleist besorgt) sowie durch den Abdruck in der "Bibliothek der schönen Wissenschaften und freien Künste" oder in den "Briefen, die neueste Litteratur betreffend" (durch Lessing veranlasst). Lessing äußerte den Gedanken einer Sammeledition im Dezember 1757 und nahm sich dieser Aufgabe recht gewissenhaft an. Vorbereitend zu seiner Einleitung betrieb er Bibliotheksstudien zur Gattung der Kriegsdichtung, fand dabei allerdings "ungleich mehr von den Kriegsliedern der Barden und Skalden als der Griechen". So konnte er dem fiktiven Grenadier, dem Verfasser der Kriegslieder, einen Platz zwischen Horaz, Tyrtäus und Pindar anweisen und ihn in die Tradition der germanischen Barden stellen. Mit diesen habe er gemein, dass er an den Ereignissen beteiligt sei, die er bedichte, sowie vermeintlich auch den eigentümlichen erhaben-naiven Duktus und die archaische Sprache.
Mit der Roßbach-Dichtung war ein erstes Lied bis Februar 1758 in Musik gesetzt worden. Für die entstehende Edition vertonte der mit Gleim und Ramler befreundete Jurist und Musikus Christian Gottfried Krause seit Frühling 1758 die Dichtungen. Kleist machte darauf aufmerksam, dass dies ihre Nutzanwendung und Verbreitung befördere. Kleist an Gleim am 22. Juli 1758: "Die Melodien werden doch in der neuen Auflage Ihrer Kriegslieder mitgedruckt? Dies muß sein, wenn wir sie singen sollen. Sie werden so bald herumkommen" (Kleist’s Werke Bd. 2, S. 502).
Für den Buchschmuck gewann Lessing den aufstrebenden Berliner Kupferstecher Johann Wilhelm Meil. Eine Vignette und ein Titelkupfer Meils sind der Ausgabe beigegeben. Letzteres zeigt am Rande eines Schlachtfeldes unter einem Baum sitzend einen antikischen Krieger mit der Lyra. Die Doppelnatur des Kämpfers und Sängers zeigt mit Waffen sowie Lyra auch die Vignette an. Im Juli 1758 hatte Lessing seine Vorrede fertig, im August 1758 kam das Büchlein aus der Presse, das in seinem handtellergroßen Format auf die Tornistertauglichkeit berechnet worden zu sein scheint, abseits des Schlachtfeldes aber einen intimen Eindruck macht. Uz nannte das "Taschen-Format" der Edition "sehr niedlich" (zit. nach Hettche S. 648). Den Verlag hatte Christian Friedrich Voß übernommen.
Bei dem vorliegenden Exemplar handelt es sich vermutlich um den ersten Druck der ersten Ausgabe.

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1758
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1758
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1757 1760

[Last update: 2018/02/09]

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