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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Gemäldesammlung [GK I 5560]

Diana und Endymion; Luna und der schlafende Endymion

Diana und Endymion; Luna und der schlafende Endymion (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / SPSG (2019) (CC BY-NC-SA)

Description

Diese mythologische Szene zeigt die Begegnung der antiken Mondgöttin Diana mit dem Hirten Endymion. Dargestellt ist der schöne, halbnackte Jüngling Endymion, mit einem Hirtenstab als Schäfer ausgewiesenen, im Mondlicht in der Natur ruhend. Diana schwebt mit weit geöffneten Armen auf ihn zu. Die Mondsichel, die ihr Haupt bekrönt, weist sie als Mondgöttin aus, während Bogen und Köcher mit Pfeilen, Attribute der jungfräulichen Jagdgöttin Diana sind. Der Sage nach, verliebte sich Diana in den Hirten Endymoin und ließ ihn durch Zeus in einen ewigen Schlaf versetzten. Jede Nacht besucht sie ihren Geliebten daraufhin, dabei unterscheidet sich je nach antiken Autor, ob Diana und Endymion eine physische Verbindung eingehen oder eine keusche Liebe pflegen. Ein besonderer Reiz in der Darstellung dieser Begegnung liegt in der nächtlichen Stimmung und der Umkehr des herkömmlichen Mann-Frau-Verhältnisses, da sich hier die Frau dem Mann nähert. Das Bildthema diente auch als Allegorie der keuschen Liebe. In der Malerei der Barockzeit erfreute sich dieses Motiv großer Beliebtheit, wie auch viele andere Liebesszenen mit mythologischen Göttergestalten. Mit diesem Bildthema steht ein ganz eigener Aspekt der Liebe im Fokus, wie es in vielen Gemälden in der Sammlung Friedrich II. der Fall ist. Bereits 1773 wurde das Gemälde zusammen mit anderen weiblich konnotierten Bildthemen in die sog. Prinzesswohnung im Neuen Palais in Potsdam gehängt. Seit 1784 ist es im Fürstenquatier des Neuen Palais‘ zu sehen.Galeriedirektor Friedrichs II. in Sanssouci, Matthias Oesterreich, erfasst das Gemälde erstmals 1773 in der Beschreibung der Gemälde von Sanssouci und des Neuen Palais als ein Werk des italienischen Malers Francesco Trevisani. Bemerkenswert ist, dass 1771 unter Vermittlung des Kunstagenten Jaques Trible eine „Diana und Endymion“ Darstellung von Carlo Maratta für 18.000 Rthl. erworben wurde. Sollte es sich dabei um das im Neuen Palais befindliche Gemälde „Diana und Endymion“ handeln, hätte Oesterreich das Gemälde erst nach dem Ankauf Trevisani zugeschrieben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass dieses Gemälde der Sammlung des Bankiers und Schatzmeister der Akzise, Charles Philippe Ceasar entstammt. Der als Privatsekretär des Prinzen Heinrich von Preußen, Bruder von Friedrich II. tätige Ceasar war selbst Kunstsammler und fungierte darüber hinaus auch als Kunstagent für den König. Friedrich Nicolai beschreibt knapp das Gemälde aus der privaten Sammlung des Direktor Ceasar 1769 in „Beschreibung der königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam und aller daselbst befindlicher Merkwürdigkeiten“. Erst im 20. Jahrhundert erfuhr es durch Poensgen die Zuschreibung an den Italiener Antonio Balestra. Betrachtet man das lichte Kolorit und die durch fein vertriebenen Farben gewonnene Plastizität der dargestellten Körper, weist diese „Diana und Endymion“ Darstellung große Ähnlichkeiten zu Werken Balestras auf. Beispielhaft sind dafür „Die Begegnung von Telemachus und Calypso“ (Milwaukee Art Museum, USA) sowie „Juno und Argus“ (Privatbesitz). Befindet sich im Neuen Palais. [Franziska Ratajczak]

Material/Technique

Öl auf Leinwand

Measurements

ohne Rahmen: Höhe: 147.00 cm Breite: 200.00 cm

Painted ...
... Who:

Relation to places

Literature

Keywords

Object from: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft ...

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[Last update: 2019/07/30]

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