museum-digitaldeutschland

Close
Close
Rhenish Cast Iron Museum 7 Fotografie [7.0110]

Mülhofener Hütte, Mülhofen am Rhein, 1869

Mülhofener Hütte, 1869 (REM CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: REM (CC BY-NC-SA)

Description

Schwarzweißfotografie. Diese Aufnahme aus dem Jahr 1869 zeigt die am Rhein in Mülhofen gelegene Mülhofener Hütte.
Die Expansion der königlich-preußischen Sayner Hütte erreichte ihren Höhepunkt mit der Errichtung eines Tochterwerkes in Mülhofen am Rhein 1855/56 nach Plänen von Karl Ludwig Althans. Hier verfeinerte er die Grundidee der Eisenkonstruktion eines Hochofens, „indem er auch den Kernschacht auf gusseiserne, von gusseisernen Säulen getragene Kranzringe stellte und so auch das mit Eisen verankerte Ofengestellt von allen Seiten zugänglich, durch Wasserkühlung erhaltbar und reparaturfähig machte. Das diese Ausführung den neueren Anlagen zum Vorbild gedient hat, wird unvergessen sein“. Im Jahre 1865 erwarb der Essener Fabrikant Alfred Krupp (1812-1887) die Sayner Hütte mit Oberhammer, die unmittelbar am Rhein gelegene Mülhofener Hütte und die Horhauser Erzgruben (Gruben „Georg“, „Luise“ und „Friedrich-Wilhelm“). Es wurden drei neue Hochöfen mit einer Tagesleistung von je 35 Tonnen Roheisen unter einem Kostenaufwand von 650 000 Talern erbaut. Später folgte noch ein vierter. Durch den weiteren Ausbau und die Modernisierung wurde die Tagesleistung der vier Hochöfen schließlich auf 300 Tonnen gesteigert. Lange Zeit hat die Mülhofener Hütte in der Versorgung der Gussstahlfabrik mit Roheisen eine bedeutende Rolle gespielt.

Noch zu Lebzeiten von Alfred Krupp zeigte sich jedoch, daß die Krupp-Hüttenbetriebe den wirtschaftlichen Anforderungen nicht mehr entsprachen. Die weite Entfernung von Essen erforderte sehr hohe Frachtkosten. Die Betriebseinrichtungen waren veraltet, und der Roheisenbedarf für die Massenfabrikation stieg erheblich an. Das großzügige und neuzeitliche Hochofenwerk in Rheinhausen lieferte ab Ende 1897 das gesamte für die Gußstahlfabrik und die Außenwerke erforderliche Roheisen. Nur für die Erzeugung von Spezialroheisensorten, wie Qualitäts- und Puddeleisen, sowie für Spiegeleisen und Ferromangan, blieb die Mülhofener Hütte bestehen. Außerdem stellte sie aus Hochofenschlacke Schlackenwolle her. Die Mülhofener Hütte wurde am 6. Juni 1930 stillgelegt. Heute befindet sich auf dem Gelände die Firma Kann Beton GmbH.

Material/Technique

Papier / Fotografie

Measurements

240 x 175 mm

Image taken ...
... When
... Where More about the place

Relation to people

Relation to places

Part of

Literature

Links / Documents

Image taken
Mülhofener Hütte
7.555573463439950.421096801758db_images_gestaltung/generalsvg/Event-10.svg0.0610
[Relationship to location]
Mülhofener Hütte
7.555573463439950.421096801758db_images_gestaltung/generalsvg/Event-22.svg0.0622
[Relationship to location]
Mülhofen
7.556819915771550.425899505615db_images_gestaltung/generalsvg/Event-22.svg0.0622
[Relationship to location]
Engers am Rhein
7.544914245605550.428455352783db_images_gestaltung/generalsvg/Event-22.svg0.0622
Map
Rhenish Cast Iron Museum

Object from: Rhenish Cast Iron Museum

The „Rheinisches Eisenkunstguss-Museum“, (Rhenish Museum of Ornamental Cast Iron) displays its important collection in the light and airy rooms...

Contact the institution

[Last update: ]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.