museum-digitaldeutschland

Schließen

Museen suchen

Schließen

Sammlungen suchen

Museum für Siedlungsgeschichte im PAMINA-Raum [o. Inv.]

Sparherd

Sparherd (Museum zur Siedlungsgeschichte im PAMINA-Raum CC BY-NC-SA)
Herkunft/Rechte: Museum zur Siedlungsgeschichte im PAMINA-Raum (CC BY-NC-SA)

Beschreibung

Der aus der "Herdfabrikation J. Klein" aus Forchheim bei Karlsruhe stammende Sparherd steht für eine der folgenreichsten Erfindungen in der Geschichte des Kochens. Mit dem im ausgehenden 18. Jahrhundert entwickelten Sparherd verschwanden im Laufe des 19. Jahrhunderts nach und nach die bis dahin üblichen Herdfeuerungen mit Rauchmantel und damit der Umgang mit offenem Feuer im Haushalt. Mit dem Sparherd sollte vor allem der Energieverbrauch beim Kochen und Braten mit offenem Feuer reduziert werden, um dem am Ende des 18. Jahrhunderts bedrohlichen Holzmangel zu begegnen. Durch das geschlossenen Feuerungssystem mit Aschenrost und Abzugsrohr in den Kamin wurden die Küchen rauchfrei und konnten sich zu einem vollwertigen Wohnraum entwickeln. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Herdflanken weiß emailliert, um die neue Sauberkeit der Küche zu unterstreichen.
An der Vorderfront des Herdes sind rechts zwei Klappen zur Befeuerung, Lüftung und Reinigung und unten der Aschekasten zu sehen, daneben die größere Backofentür. Mit drei Kochstellen erlaubte die gusseiserne Herdplatte auch im kleinen Haushalt erstmals eine kontrollierte Garung mehrerer Speisen gleichzeitig. Links auf der Herdplatte ist ein Wasserschiff aus Blech eingelassen, das heißes Wasser für den Küchenbedarf zur Verfügung stellte.
Auf den gusseisernen Füßen des Herdes sind die Buchstaben "J" und "K" zu sehen, die für die Herdfabrikation Josef Klein stehen, die sich 1926 auf dem Gelände am Forchheimer Bahnhof einrichtet hatte.
Mit der Verbreitung von Gas- und Elektroherden seit den 1920 Jahren wurden Sparherde mit Holz- oder Kohlebefeuerung in den Städten verdrängt, in ländlichen Gebieten allerdings erst nach dem Zweiten Wertkrieg.

Material/Technik

Gusseisen, Email

Maße ...

H 76 cm, B 75 cm, T 85 cm (ohne Ofenrohr)

Bezug zu Orten oder Plätzen ...

Schlagworte

[Stand der Information: 20.04.2017]

Hinweise zur Nutzung und zum Zitieren

Zitieren
Die Text-Informationen dieser Seite sind für die nicht-kommerzielle Nutzung bei Angabe der Quelle frei verfügbar (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Als Quellenangabe nennen Sie bitte neben der Internet-Adresse unbedingt auch den Namen des Museums und den Namen der Textautorin bzw. des Textautors, soweit diese ausdrücklich angegeben sind. Die Rechte für die Abbildungen des Objektes werden unterhalb der großen Ansichten (die über ein Anklicken der kleineren Ansichten erreichbar werden) angezeigt. Sofern dort nichts anderes angegeben ist, gilt für die Nutzung das gerade Gesagte. Auch bei der Verwendung der Bild-Informationen sind unbedingt der Name des Museums und der Name des Fotografen bzw. der Fotografin zu nennen.
Jede Form der kommerziellen Nutzung von Text- oder Bildinformationen bedarf der Rücksprache mit dem Museum.