museum-digitaldeutschland

Close

Search museums

Close

Search collections

Münzkabinett Medaillen 20. Jh. bis heute [18247083]

Knappe, Birgit: Melpomenes Glück

https://ikmk.smb.museum/mk-edit/images/n48/48603/vs_org.jpg (Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Reinhard Saczewski (CC BY-NC-SA)

Description

Vorderseite: Männlicher Kopf (Maske) fortgeschrittenen Alters mit zerfurchter Stirn, lockigem Haar und ebensolchem Vollbart. Aus dem geöffneten Mund quellen Münzrollen hervor. Abstrakte Münzumrisse im Halsbereich. Die Pupillen sind durchbrochen.
Rückseite: Sich teilweise überlagernde Münzumrisse auf konkavem Grund.
Rand: GUSS SEILER

Beitrag zur Medaillenedition und Ausstellung MUSE MACHT MONETEN. Einseitige Bronzemedaille, teils kupferfarben patiniert. Hergestellt durch die Firma Bildgießerei Seiler. - Das groteske Gesicht aus der Hand von Birgit Knappe ist nicht das liebliche Antlitz einer Muse. Es trägt ganz offenbar männliche Züge, die Geldrollen deuten noch die vormalig erkennbaren Flechten eines Vollbartes an. Denn dieses Gesicht repräsentiert eine antike Theatermaske. Als solche ist sie klar anhand der durchbrochenen Augen identifizierbar. Solche Masken wurden seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. von ausschließlich männlichen Schauspielern während der Aufführungen getragen. Die vorliegende Medaille nutzt die Maske als Hinweis auf eine der neun antiken Musen: auf Melpomene, die die tragische Dichtung und den Trauergesang repräsentiert. Ihren Statuen wurde in der Antike oftmals eine männliche Theatermaske mit verzerrtem Mund als Attribut in die Hand gegeben. Die Kunst tritt hier also mit einem tragischen, in jedem Falle sehr negativen Zug in Erscheinung. Anstelle von Tönen und Worten werden Geldstücke ausgespien. Wendet sich hier die Kunst auch dezidiert von der Versuchung des Geldes ab, so bietet die Kehrseite der Medaille ein möglicherweise anderes Bild. Die bauchige Form erinnert an ein Gefäß, und die schemenhaft angedeuteten Münzen sollen wohl auch durchblicken lassen, dass hier Geld gesammelt und gehortet wird – ist die Muse also doch dem Reiz des Geldes erlegen?
Vorbesitzer: Numismatische Gesellschaft zu Berlin 1843 e.V.

Material/Technique

Bronze, gegossen

Measurements

125-87 mm, 921.00 g

Created ...
... Who:
... When
... Where

Literature

Links / Documents

Keywords

Object from: Münzkabinett

The Münzkabinett (Numismatic Collection) in Berlin is one of the most significant collections of coins and medals in the world. A representative ...

Contact the institution

[Last update: 2019/10/12]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.