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Münzkabinett Neuzeit Deutschland Gedenkmünzen 20.-21. Jh. [18216256]

Henke, Johannes: 1977 Kleist

https://ikmk.smb.museum/mk-edit/images/n18/18350/vs_org.jpg (Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Dirk Sonnenwald (CC BY-NC-SA)

Description

Vorderseite: "1777 - 1811 / HEINRICH VON KLEIST" - Brustbild des Heinrich von Kleist nach links, der Kopf ist in die in Frontalansicht gedreht.
Rückseite: "BUNDESREPUBLIK / DEUTSCHLAND / 19 - 5 - 77 / DEUTSCHE MARK" - Bundesadler. Münzstättenkürzel G für Karlsruhe.

Münzentwurf. Guss, zweiteilig (zwei einseitige Güsse, Gewicht der Vs. 384 g, der Rs. 374 g). - Es handelt sich bei diesem Modell um den Entwurf für den Bundes-Gedenkmünzen-Wettbewerb 5 Mark 1977, einer Gedenkmünze zu 5 DM anlässlich des 200. Geburtstages von Heinrich von Kleist. - Dieser Entwurf entstand nach einer Illustration von Peter Friedel, die der Dichter 1801 für seine Verlobte Wilhelmine von Zenge anfertigen ließ. - Heinrich von Kleist (1777-1811) war ein bekannter deutscher Dichter. Sein Werk lässt sich nur schwer einer literarischen Epoche zuordnen, da es in Problemstellungen und Artifizialität der Sprache bereits auf die Moderne verweist. Am Anfang seiner Werke steht das tief pessimistische Trauerspiel ´Die Familie Schroffenstein´ (1803); es folgten die beiden Lustspiele ´Amphitryon´ (1807) und ´Der zerbrochne Krug´ (1811), das Schauspiel ´Penthesilea´ (1808) und das Ritterstück ´Käthchen von Heilbronn´ (1810), die gegen Napoleon I. gerichtete ´Hermannsschlacht´ (1808), das Preußendrama ´Prinz Friedrich von Homburg´ (1809-1811, posthum herausgegeben 1821). Daneben schrieb Kleist in knapper, realistischer Art ´Erzählungen´ (1810/11) um menschliche Konflikte (´Michael Kohlhaas´, ´Die Marquise von O...´, ´Das Erdbeben in Chili´) sowie Abhandlungen, Anekdoten und Gedichte. Zur damaligen Zeit stießen seine Werke teilweise auf negative Resonanz bei Publikum und Kritik. Heinrich von Kleist erschoss sich am Morgen des 21. November 1811 am Ufer des Kleinen Wannsees in Berlin, gemeinsam mit seiner Freundin Henriette Vogel. - Erst drei Generationen später wurde Kleists wegweisendes Schaffen gewürdigt. Einer der angesehensten deutschen Literaturpreise (1911 eingerichtet) ist nach ihm benannt. Träger des Kleist-Preises waren u. a.: Bertolt Brecht (1922), Robert Musil (1923), Ödön von Horváth (1931) und Alexander Kluge (1985).
Vorbesitzer: Henke, Johannes

Material/Technique

Bronze, gegossen

Measurements

145 mm

Created ...
... When
... Where
Was depicted (Actor) ...
... Who:
Intellectual creation ...
... Who:

Literature

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Keywords

Object from: Münzkabinett

The Münzkabinett (Numismatic Collection) in Berlin is one of the most significant collections of coins and medals in the world. A representative ...

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