museum-digitaldeutschland

Close

Search museums

Close

Search collections

Ethnologisches Museum Südsee und Australien [VI 57417]

Pulou lapa fiofio

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=978641&resolution=superImageResolution#2523258 (Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0))
Provenance/Rights: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin / Heinz-Günther Malenz (Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-NC-SA 3.0))

Description

Hut

Kauf durch H. Thode-Arora von Helena Tamatoa, Pasifika-Festival, Auckland, Neuseeland, 13.3.2004
Flechterin: Veta Tolu, Auckland

Der Hut ist um ein hölzernes Hutanfangsstück (lapa) herum aufgebaut. Der Deckel des Hutkörpers wurde in Diagonalflechten in Leinwandbindung hergestellt, der senkrechte Hutkörper sowie die Krempe in Köperbindung. Der Rand der Hutkrempe wurde in Diagonalflechten schräg nach unten geführt; an beiden Seiten bilden überstehende Stränge steife Zierfransen.

Der ganze Hut ist schwarz-ecru-farben gemustert: Der Deckel des Hutkörpers trägt leicht geschwungene Streifen, senkrechter Hutkörper und Krempe ein Zickzackmuster (vekaveka) und der Krempenrand schräge Streifen. Die schwarz-ecru-farbene Bemusterung kennzeichnet den Hut als pulou fiofio.

Das Hutband besteht aus einem zweifach um den Hutkörper geschlungenen Viererzopf aus ecru-farbenem Pandanus; es wurde mit Klebeband fixiert. Mit Klebeband daran befestigt sind vier Blüten aus Rindenbaststoff: Kleine Stücke harten, in sich leicht gebogenen Rindenbaststoffes aus einer Ficus-Art sind jeweils mittels Klebstoff zu einer siebenblättrigen Blüte mit umgebenden Blättern zusammengefügt. Feine ecru-farbene Streifen sowie zehn bis zwölf ins Zentrum jeder Blüte geklebte Hihi-Muscheln bilden die Pollen (vgl. VI Dlg 3)).

Diese Blüten aus Rindenbaststoff werden erst seit dem Jahr 2000 von Niuerinnen hergestellt. Die Idee stammt nach Aussage von Informantinnen von den Cook-Inseln Mangaia oder Aitutaki. Frauen aus der Flechtgruppe des niueanischen Dorfes Hakupu machten im Jahr 2000 eine Besuchsfahrt zu den Cook-Inseln und tauschten mit den dortigen Frauen kunsthandwerkliches Wissen aus; so lernten sie die Anfertigung dieser Art von Blüten. Die Verwendung der für niueanische Ketten typischen Puka-Kerne und / oder Hihi-Muscheln im Blüteninneren ist eine niueanische Innovation.

Das Wissen um die Anfertigung dieser Blüten verbreitete sich schnell unter den Niuerinnen. In Niue sind es vor allem die Frauen aus den Dörfern Hakupu, Mutalau und zum Teil Avatele, die diese Blüten herstellen; vermutlich weil sich in diesen Orten mehr geeignete Ficus-Sorten finden. Auch unter den niueanischen Künstlerinnen in Auckland gehören diese Blüten mittlerweile für viele zum Standardrepertoire.

In den Jahren 2003/2004 waren in der niueanischen Gemeinde in Auckland solche Schmuckblüten beim Kirchgang und bei festlichen Gelegenheiten in grosser Anzahl zu sehen.
Sammler: Thode-Arora, Hilke

Material/Technique

Pandanus; Holz; Rindenbaststoff; Klebeband; Hihi-Muscheln, geflochten

Measurements

Höhe: 10 cm; Durchmesser: 40 cm

Created ...
... When
... Where
Collected ...
... Who:

Relation to places

Links / Documents

Created
Auckland
174.76333618164-36.848461151123db_images_gestaltung/generalsvg/Event-1.svg0.061
[Relationship to location]
Niue
-169.86723327637-19.054445266724db_images_gestaltung/generalsvg/Event-22.svg0.0622
Map

Object from: Ethnologisches Museum

Das aus der königlichen Kunstkammer hervorgegangene Ethnologische Museum gehört seit seiner Gründung 1873 international zu den größten und ...

Contact the institution

[Last update: 2018/07/07]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.