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Ethnological Museum of Berlin Ost- und Nordasien [I D 45493]

Reise durch zwei Reiche der Wiedergeburt und ein Paradies

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=135395&resolution=superImageResolution#1630 (Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin / Waltraut Schneider-Schütz (CC BY-NC-SA)

Description

A. Bildbeschreibung

Das Gemälde enthält keine Aufschriften, die seine Bildinhalte erläutern.
Auf der rechten unteren Bildhälfte sind exemplarische Szenen aus der Welt der Menschen dargestellt, die den Charakter von Alltagsszenen und Lebensabschnitten haben: gemeinsames Essen am Familientisch, Arbeit auf dem Feld, Kinder, die in Schuluniform mit Schultasche oder Schulranzen unterwegs sind, eine Frau, die ihr Kleinkind auf dem Schoß hält. Die auf dem oberen Teil des Bildabschnitts des „Reichs der Menschen“ gezeigten Handlungen stellen vermehrt konfuzianisch geprägte Verpflichtungen eines Menschen dar, z. B die Durchführung des Ahnenrituals: eine männliche und eine weibliche Person (wohl Bruder und Schwester oder Ehemann und Ehefrau), die in lange Gewänder gekleidet sind, heben beide Hände in Verehrungsgeste vor einem Podest, auf dem Ahnentafeln stehen, in die Höhe. Auf einem Opfergabentisch unterhalb des Ahnentafelpodests stehen Kerzenständer mit brennenden Kerzen, ein Rauchopfergefäß mit brennenden Räucherstäbchen (ein Zeichen, dass mit den Ahnen gerade Kontakt aufgenommen werden soll), sowie ein weiteres Opfergefäß. Das Ritual wird gemeinsam mit buddhistischen Mönchen durchgeführt, von denen einer ganz rechts seitlich neben den beiden Personen, die ihre Ahnen verehren, steht und ein hölzernes Ritual-Klopfinstrument schlägt, das als „Holzfisch“ (chin. muyu木鱼) bezeichnet wird.
Weiter unten pflegt eine junge Frau eine alte kranke Frau, die ihren Kopf auf eine traditionelle Kopfstütze (chin. zhentou 枕头) gebettet hat. Für die Kranke wird Tee oder Medizin in einem Kessel zubereitet, der durch ein Feuer auf einer entsprechenden Vorrichtung erhitzt wird.
Darunter sind zwei männliche Personen in weißer Trauerkleidung und traditionellen schwarzen koreanischen Hüten beim Totenverehrungsritual zu sehen. Sie knien auf einer Matte vor dem Rundgrab eines Verwandten. Auf der stufenförmigen Vorrichtung vor dem Grabstein stehen Gefäße für Opfergaben. Die traditionelle koreanische Flasche aus Porzellan oder Steinzeug, die rechts neben den beiden knienden Männern steht, enthält wohl den Wein oder Schnaps, der eine Opfergabe darstellt.

Hinter der Grabopferszene kniet eine weiße Trauerkleidung tragende Frau weinend vor einem Sarg. Von der Kopfpartie dieser Frau gehen zwei große, mehrfarbige Farbstrahlen aus. Einer von ihnen führt nach unten. Auf diesem Farbstrahl ist vorne eine junge Frau in braun-gelber Tracht zu sehen, die, gefesselt von einem Unterweltschergen, der eine Schlagwaffe (Keule) in der Hand hält, in das Reich der Unterwelt (myeongbu, chin: mingfu冥府) geführt wird. Auch hier handelt es sich, ganz wie die Welt der Menschen, um eines der derjenigen Sechs Reiche der Wiedergeburt (gati). Die junge Frau streift hier zunächst das Reich der „Höllenwesen“ (Schumann 1986: 76). Zu diesen Wesen gehört auch der rothaarige und einen Bart tragende Knecht der Unterwelt mit entblößtem Oberkörper, der die Frau an einem Seil hinter sich her zerrt. Auf dem Bild ist das Reich der Unterwelt von einer Mauerwand umgeben, deren oberer Abschnitt dem einer traditionellen ostasiatischen Stadtmauer ähnelt. Am Ende der Mauer (linke Bildhälfte) sind für das Treiben der Verstorbenen bzw. ihrer Seelen in die Unterwelt auch tiergesichtige Unterweltschergen verantwortlich, die weite Gewänder tragen und Schwerter mit sich führen. Unter diesen tiergesichtigen Schergen auf dem Bild befinden sich die auf Darstellungen der buddhistischen Unterwelt häufig als Paar auftretenden Knechte „Pferdegesicht“ und „Rinderkopf“ (chin.: mamian niutou 马面牛头) (vergl. Bügener / Schulenburg 2005, S. 96, 98, 101), daneben ein Knecht mit dem Gesicht eines Tigers. Auch die Gruppe gefesselter junger Menschen in einfacher Kleidung, die von den tiergesichtigen Knechten in die Unterwelt geführt werden, wo sich neben ihnen bereits dunkle Wolken auftun, erwartet dort ihre Bestrafung. Eein Be

Material/Technique

Malerei auf Textil, gerahmt

Measurements

Rahmenmaß: 147 x 213 x 2,6 cm; Rahmenmaß: 151 x 213 x 3 cm mit Messingaufhänger; Rahmenmaß: innen 141 x 208 cm

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Created
Cheju-do (Chemulpo)
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Korea
127.2333297729538.316665649414db_images_gestaltung/generalsvg/Event-1.svg0.061
Map
Created Created
1901 - 1950
Created Created
1901 - 1950
1900 1952

Object from: Ethnological Museum of Berlin

The Ethnologisches Museum (Ethnological Museum) evolved from the collections of the royal cabinets of art and since its foundation in 1873 has become ...

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