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Vorderasiatisches Museum [VA 07246]

Tötung des Humbaba

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1743650&resolution=superImageResolution#3902717 (Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin / Olaf M. Teßmer (CC BY-NC-SA)

Description

Die verschliffene Darstellung dürfte den Kampf der beiden Helden Gilgamesh und Enkidu gegen den Wächter des Zedernwaldes zeigen, wie er in verschiedenen Kopien der Gilgamesh-Erzählungen beschrieben wird. Während der mächtige König von Uruk den bereits am Boden liegenden Humbaba am Arm gepackt hält und mit seiner Waffe zum tödlichen Schlag ausholt, zielt sein Gefährte mit einem Dolch auf den Hals des Riesen: „Dreizehn Winde erhoben sich gegen ihn und verdunkelten Humbabas Antlitz. Er konnte nicht nach vorn stoßen, nach hinten konnte er nicht laufen, und so konnten Gilgameschs Waffen Humbaba erreichen.“

Die hochgebundenen Haare und der verwehte Bart kennzeichnen Gilgamesh, zu zwei Dritteln Gott, zu einem Drittel Mensch, als König der Vorzeit; wie Enkidu trägt er ein altertümliches Gewand, das an den Schultern noch einzelne Fellsträhnen erkennen lässt. Die Kopfbedeckung und der kurze Bart der kleineren Figur am linken Bildrand, die vielleicht den Stifter der Tafel darstellt, weisen dagegen in das frühe 2. Jahrtausend v. Chr. Humbaba, der vergebens um sein Leben fleht, wird durch ein fratzenartiges Gesicht, lange Haare, Löwenpranken und Vögelfüße charakterisiert.

Der Sieg über den Wächter des heiligen Zedernwaldes beschreibt nicht nur das erste bestandene Abenteuer der beiden Freunde, sondern spiegelt auch den realen Konflikt um die Beschaffung der begehrten und kostbaren Bauhölzer wider, die nach damaligem Verständnis nur jenseits der bekannten Welt zu finden waren. [Nadja Cholidis]

Zitat nach der jüngeren ninevitischen Fassung: Das Gilgamesch-Epos, übersetzt, kommentiert und herausgegeben von Wolfgang Röllig, Reclams Universal-Bibliothek Nr. 18686, Stuttgart 2009 (V, 141-143).

Herkunft (Allgemein): Vorderasien

Material/Technique

Keramik

Measurements

Höhe: 8,1 cm; Breite: 13,8 cm; Dicke: 1,8 cm; Gewicht: 0,189 kg

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Vorderasiatisches Museum

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Das Vorderasiatische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin ist im deutschsprachigen Raum das einzige Fachmuseum für die Geschichte und materielle ...

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