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Kunstgewerbemuseum [1888,635]

Engerer Kreuz aus dem Schatz des Stiftes St. Dionysius zu Enger/Herford

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1830329&resolution=superImageResolution#4122298 (Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin / Arne Psille (CC BY-NC-SA)

Description

Die Vorderseite des Reliquienkreuzes ist in der Art einer Crux gemmata reich mit Steinbesatz, Perlen und Filigranranken verziert. Das Reliquiensepulcrum in der Vierung wird durch einen Beschlag mit der umlaufenden Inschrift + DE LIGNO DO(MI)NI (Vom Holz des Herrn) verschlossen. Darüber sitzt ein feiner karolingischer Bergkristallschnitt aus dem 9. Jahrhundert mit der Darstellung eines Engels. Perlschnüre umlaufen diesen sowie die acht anderen Hauptsteine an den Kreuzarmen und an den Balkenenden, wo sie von weiterem Steinbesatz und Perlgruppen konzentrisch umgeben sind. In zwei der Fassungen befinden sich antike Gemmen, von denen der repräsentative braun-weiß-blau geschichtete Sardonyx mit dem Profilbildnis eines Kaisers am unteren Kreuzende wohl erst in nachantiker Zeit durch Umarbeitung eines Kaiserinnen-Kameos aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. seine heutige Gestalt erhielt.
An der Rückseite des Krückenkreuzes zeigen niellierte Beschläge an der Vierung das blutende Agnus Dei mit der Hand Gottes und an den Balkenenden anthropomorphe Evangelistensymbole. Die Darstellung der Gewandfalten lässt Einflüsse des so genannten parzellierenden Stils erkennen, der um 1100 vor allem in Niedersachsen und Westfalen verbreitet war. Die darauf beruhende frühere Zuschreibung des Engerer Kreuzes zum Kreis der mit dem Namen Roger von Helmarshausen verbundenen Werke wird von der jüngeren Forschung jedoch zu Recht einhellig abgelehnt. LL

Entstehungsort stilistisch: Westfalen oder Niedersachsen

Historischer Standort: bis 1885 Herford, St. Johanniskirche

Historischer Standort: bis 1414 Enger, Stiftskirche St. Dionysius

Material/Technique

Goldblech, Goldfiligran, Perlen, Steinbesatz, Niello; Eichenholzkern; der (spätgotische) Kreuzfuß Kupfer, vergoldet

Measurements

Objektmaß: 22,4 x 18,5 x 2,9 cm

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Object from: Kunstgewerbemuseum

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