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Kunstgewerbemuseum [F 394]

Messergriff mit Samson als Löwenreiter und dem hl. Georg

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1819233&resolution=superImageResolution#4104859 (Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin / Stefan Büchner (CC BY-NC-SA)

Description

Der Messergriff zeigt verschiedene christliche Allegorien auf den Kampf zwischen Gut und Böse sowie Sinnbilder der Liebe: Auf der einen Seite des Griffes erscheint Samson auf dem Löwen reitend, mit einem Falken (?) hinter seinem Rücken. Unterhalb der Samson-Szene ist ein Liebespaar bei der Übergabe eines Ringes sowie seitlich davon eine weitere weibliche Figur dargestellt. Auf der anderen Seite des Griffes erscheint der hl. Georg zu Pferd im Kampf mit dem Drachen, der bereits überwunden unter ihm auf dem Rücken liegt. Links und rechts neben dem Heiligen sind eine männliche und eine weibliche Figur dargestellt, wohl der König der Stadt Silene und seine dem Drachen ausgelieferte Tochter, Prinzessin Aja. Unterhalb der Szene mit dem Drachenkampf steht ein Löwe, der im Begriff ist, in einen menschlichen Kopf zu beißen. Am oberen Ende des Messergriffs befindet sich die freiplastisch gestaltete Darstellung eines anderen Löwen im Kampf mit einem unterlegenen Drachen. An einer der Schmalseiten sind schimärische Wesen in den bandartig verschlungenen Doppelschwanz des oben liegenden Drachen verflochten. An der anderen Schmalseite erscheint unten ein gekrönter Falke (?), über dem eine männliche Figur mit langem Gewand steht.
Das Werk ist allseits bearbeitet. An seiner Unterseite ist das Messerblatt eingefügt und durch Holzspäne mit dem Elfenbeingriff verkeilt. Ein Stahlband umfängt und sichert das untere Ende des Griffes. Die Pupillen der beiden kämpfenden Tiere am oberen Ende des Messergriffs sind mit rötlichen Glasflüssen ausgelegt. Bohrungen in den Augen weiterer – aber nicht aller – Figuren deuten darauf hin, dass ursprünglich wohl weitere solche Inkrustationen vorhanden waren. Spuren von Polychromie sind nicht vorhanden.
Die Kanten des Griffs und die exponierten Teile der seitlichen Reliefs zeigen deutliche Benutzungsspuren in Form von Materialabschleifungen. Mehrere tiefe Risse durchziehen das Material, durch einen von ihnen entstand an der Georgseite im Bereich des Mauls des unteren Löwen und des Kopfes seines Opfers ein Höhenversatz der Oberfläche von knapp einem Millimeter. LL

Entstehungsort stilistisch: Italien (?)

Material/Technique

Griff: Elfenbein, geschnitzt; Klinge: Stahl, geschmiedet

Measurements

Objektmaß: 5,5 x 52,1 x 1,8 cm

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Object from: Kunstgewerbemuseum

Das 1867 gegründete Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin ist das älteste und größte seiner Art in Deutschland. Es beherbergt ...

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