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Kunstgewerbemuseum [F 706]

Kästchen mit Szenen aus dem Leben Jesu

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1819229&resolution=superImageResolution#4104825 (Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstgewerbemuseum, Staatliche Museen zu Berlin / Stefan Büchner (CC BY-NC-SA)

Description

Das Bildprogramm des Kästchens umfasst Szenen aus dem Leben Jesu. Auf dem Deckel erscheinen unter spitzbogigen Arkaden mit Wimpergen von links nach rechts die Verkündigung an Maria, die Heimsuchung, die Geburt Christi und die Verkündigung an die Hirten. An der Frontseite ist in vier Feldern die Anbetung der Heiligen Drei Könige dargestellt. Links hält ein Knecht ihre drei Pferde, in den beiden mittleren Feldern, in denen oben der Schlosskasten angebracht ist und die daher als einzige keine Arkaden aufweisen, erscheinen die Heiligen Drei Könige mit ihren Gaben, rechts davon thront, ihnen zugewandt, Maria mit dem Jesusknaben, der auf ihrem rechten Knie steht. An der rechten Schmalseite sind zwei Szenen dargestellt: Maria und Josef gehen zum Reinigungsopfer sowie die Darstellung Christi im Tempel. An der Rückseite erscheinen auf jeweils zwei Felder aufgeteilt der Verrat des Judas, der die Silberlinge entgegennimmt, sowie die Geißelung Christi. An der linken Schmalseite ist die Kreuztragung Christi zu sehen, ihm voran schreiten im rechten Feld zwei Henker mit Marterwerkzeugen (Hammer und drei Nägel).
Die Platten der Schmalseiten sind in seitliche Falze der Front- und Rückseite eingelegt. Die Bodenplatte besitzt an ihrer Schmalseite Falze, über denen die Seitenwände stehen, während ihre Längsseiten in den unteren Falzen der Front- und Rückseite ruhen. Der Deckel schlägt stumpf auf die Oberkanten des Korpus. Die diese Plattenkonstruktion verbindenden Beschläge mit Rosettendekor zwischen den Kantenprofilen sind durch vergoldete Silberniete mit dem Elfenbein verbunden, von denen einige später durch eiserne Exemplare ersetzt worden sind. Spuren von Polychromie sind nicht vorhanden.
Alle fünf Reliefplatten sind vollständig erhalten. An der Rückseite befinden sich in den Randbereichen links unten und rechts oben Brüche im Material, die in Folge mechanischer Belastung durch die Beschläge entstanden. Einzelne ungenutzte Bohrungen für die Befestigung von Beschlägen an allen vier Seitenplatten zeugen von einer Umdisposition oder nachträglichen Veränderung der Montage der Eckbeschläge. LL

Entstehungsort stilistisch: England (?)

Material/Technique

Elfenbein, geschnitzt; Beschläge: Silber, vergoldet

Measurements

Objektmaß: 6 x 11,1 x 8,5 cm

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Object from: Kunstgewerbemuseum

Das 1867 gegründete Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin ist das älteste und größte seiner Art in Deutschland. Es beherbergt ...

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