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Museum für Islamische Kunst [I. 886]

Korankasten (Gefäß)

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1525447&resolution=superImageResolution#4867075 (Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Johannes Kramer (CC BY-NC-SA)

Description

Korankasten aus Holz, mit Metallplatten mit graviertem und tauschiertem Dekor beschlagen; innen mit Stoff bezogen und mit Leder verstärkt. Der quadratische Kasten auf vier profilierten Füßen diente der Aufbewahrung eines mehrbändigen Koranes. Alle Seiten und die Deckelschrägen sind mit teilweise monumentalen Koran-Inschriften in Gold- und Silbertauschierung versehen: über die Seitenwände verläuft der sogenannte Thronvers aus Sure 2 (2,255), über die Deckelschrägen Verse aus Sure 26 (26,192-6) und auf der Deckeloberseite ein Vers aus Sure 6 (6,115). Die Schrift erscheint jeweils vor kleinteiligem Rankengrund. Auf der Oberseite des pultförmigen Deckels sind vier große Blütenmedaillons mit je sechzehn Blättern um ein zentrales zwanzigblättriges Medaillon mit einer strahlenförmigen Inschrift angeordnet. Alle Medaillons zeigen in der Mitte eine Wirbelrosette, ergänzt um vier weitere zwischen den Medaillons und in den Ecken. Die Tauschierungen sind jedoch weitgehend ausgefallen. Auf der Rückseite sind Kasten und Deckel durch zwei große Scharniere verbunden, die in silber- und goldtauschierten Blattformen gestaltet sind. Dem entspricht die kleinere und einfacher gehaltene Verschlusslasche auf der Vorderseite. Auf dieser sind die Signaturen der ausführenden Meister vermerkt, die Muhammad ibn Sunqur al-Bagdadi und Hadsch Yusuf ibn al-Gawabi nennen.
Der Boden spiegelt außen den Deckeldekor: in einem quadratischen Rahmen erscheinen vier symmetrisch um ein großes Medaillon angeordnete Rundmedaillons, während die Ecken mit dreieckigen Motiven besetzt sind. Alle Teile sind mit Flechtwerk und Blätterranken gefüllt.
Im Innern ist der Kasten in zwei schmale Fächer unterteilt mit jeweils fünfzehn vertikalen Halterungen, in die ein Koran in dreißig Abschnitten gestellt werden konnte. Der mit dem Kasten erworbene Abschnitt gehörte ursprünglich nicht dazu.

Herkunft (Allgemein): Ägypten

Material/Technique

Kupferlegierung, Holz, Textil, Leder, Silber, Gold, getrieben, geschnitten, graviert/ziseliert, tauschiert

Measurements

Höhe: 27 cm; Breite: 42,5 cm; Tiefe: 42,5 cm; Gewicht: 12000 g

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Object from: Museum für Islamische Kunst

Das Museum für Islamische Kunst stellt seine vielfältigen Werke islamischer Kunst im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel Berlin aus. Es gehört zu ...

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[Last update: 2019/07/01]

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