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Museum für Islamische Kunst [I. 4596 fol. 18 v]

Portrait des Schudschah ad-Daula mit seinen Söhnen

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1521285&resolution=superImageResolution#5445698 (Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Johannes Kramer (CC BY-NC-SA)

Description

In klassizistischem Palast-Vestibül mit starker Perspektivverkürzung in den leicht bewölkten Himmel steht auf rotgrundigem Teppich der Fürst mit seinen zehn Söhnen in auch hierarchischer Größenfolge. Unter ihnen der älteste neben ihm durch Größe und besonderen Turban hervorgehoben, die anderen durch bestimmte Accessoires unterscheidbar. Vorlage ist ein Ölgemälde des englischen Malers Tilly Kettle, das neben mehreren andern Porträts 1771-72 gemalt worden war.
Der Fürst trägt einen pelzbesetzten grünen, goldgemusterten Ehrenkaftan, nur sein ältester Sohn einen hellgrauen sowie im Gürtel einen Dolch mit braunem Handgriff. Außer einem langen Schwert in roter Scheide trägt er einen „Tigerdolch“ (khandschar) im Gürtel sowie ein goldgemustertes Futteral. Der Zweitgeborene trägt außer ärmelloser kurzer Weste auch ein Schwert, ebenso der Drittälteste rechts zu seiner roten Schärpe; die andern verschiedene Gürtel. Alle tragen wallende weiße Gewänder und einen flachen Turban, seitlich von anderem, meist golddurchwebten festen Stoff gehalten.
Die relativ schlichte weiße Architektur nur durch gleichgemusterte rot-grün-goldene Türvorhänge aufgelockert, der Teppich mit orthogonal geordneten großen stilisierten Blüten in Weiß, Gelb, zwei Rottönen in Abschattierung.
Die Personen sind in Haltung und Gesichtszügen recht individuell charakterisiert, Körpervolumen sind leicht angedeutet, die reichen Gewandfalten fein differenziert, doch durch die der Perspektive nicht angepasste Teppichornamentik, in die die Personengruppen kulissenartig eingestellt wirken, überwiegt ein flacher Raumeindruck im Vordergrund. Dazu kontrastiert die erst hinter den Personen dargestellte Architekturperspektive, ein in manchen mogulindischen Architekturbildern geübtes Stil-Verfahren.
Umrandet ist das Bild von prächtigen blaugrundigen Marginalzeichnungen, oben und unten je zwei Tierkampfszenen mit Raubkatzen, zusätzlich mehrere kleinere fliehende Beutetiere sowie zwei Raubvogelkämpfe und andere Vögel, alle in Goldmalerei, letztere teilweise auch in weißer Zeichnung, ebenso wie die Pflanzen, denen teilweise goldene Blüten zugefügt sind. Die breite Bordüre gesäumt von rotgrundiger Nebenbordüre mit kleinen goldenen Blüten und dazwischen jeweils drei kleinen grünen Blättern.

Herkunft (Allgemein): Indien

Herkunft (Allgemein): Ayodhya

Material/Technique

Blatt mit Bild im Zentrum aufgeklebt, Bordüren in Streifen um es herum geklebt, Klebränder teilweise mit goldener bzw. farbiger Leiste verdeckt. Maße Bild H: 33,3 cm, B: 23,2cm

Measurements

Höhe: 50 cm; Breite: 36,5 cm

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Relation to places

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[Relationship to location]
India
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[Relationship to location]
Ayodhya
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Museum für Islamische Kunst

Object from: Museum für Islamische Kunst

Das Museum für Islamische Kunst stellt seine vielfältigen Werke islamischer Kunst im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel Berlin aus. Es gehört zu...

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