museum-digitaldeutschland

Close
Close
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst Museum für Byzantinische Kunst [9247]

Fragment eines Wandbehangs mit Personifikation des "Frühlings"

http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=ImageAsset&module=collection&objectId=1605466&resolution=superImageResolution#5027317 (Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Antje Voigt (CC BY-NC-SA)

Description

Der quadratische Bildeinsatz ist in der speziellen Technik der Noppenwirkerei ausgeführt. Mit dieser Technik wurden im spätantiken Ägypten vor allem große Wandbehänge und schwere Decken hergestellt, deren frotteeartige Oberflächenstruktur an die in der Spätantike so beliebten, Teppichen gleichenden Bodenmosaike erinnert.
Umgeben von einem gelben Kreis ist im Zentrum des quadratischen Bildfeldes ein (vom Betrachter aus gesehen) leicht nach links geneigter Kopf mit Stirnbinde und Kranz im Haar zu sehen. Die Zwickel zum blau-grünen, quadratischen Rahmen füllen rosafarbene Dreiecke mit einer Blüte an der Spitze auf rotem Grund. Abgebildet ist eine Personifikation der Jahreszeiten, traditionell in weiblicher Gestalt. Die zu Dreiecken arrangierten Kreise und die spitz abstehenden Blättern deuten Trauben und Weinlaub an – typische Attribute des Herbstes. Eine spätantike Stickerei in der Whitworth Art Gallery in Manchester (Inv. T.1968.252) und römische Bodenmosaike zeigen Büsten des Herbstes mit sehr ähnlichem Kopfschmuck, manchmal sogar mit Beischrift, was eine Deutung der Personifikation auf der Berliner Noppenwirkerei als Herbst stützt.
Der Einsatz zierte ursprünglich zusammen mit seinen Gegenstücken, den Allegorien des Frühlings, Sommers und Winters, die Ecken eines großen Behanges. Eines der Pendants, die Personifikation des Sommers, wird ebenfalls in der Sammlung des Museums für Byzantinische Kunst aufbewahrt (Inv. 9246). Repräsentationen der Jahreszeiten zählen zu den populärsten Motiven in der Spätantike. Als Symbole für den fortwährenden Kreislauf der Natur, dem Werden, Wachsen, Reifen und Vergehen, finden sie sich vor allem in der Grabkunst.

Veröffentlichung: O. WULFF / W. F. VOLBACH, Spätantike und koptische Stoffe aus ägyptischen Grabfunden in den Staatlichen Museen, Berlin 1926, S. 2, Taf. 42.

Cäcilia Fluck (2017)

Sammler: Rücker von Jenisch, Martin

Material/Technique

Wolle und Leinen, Wirkerei in Noppentechnik

Measurements

Höhe x Breite: 33,5 x 38,5 cm; Rahmenmaß: 38 x 44 x 3 cm

Created ...
... When
... Where More about the place

Links / Documents

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

Object from: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

Wie ein Wasserschloss erhebt sich das Bode-Museum an der Spitze der Museumsinsel Berlin. Es wurde in den Jahren 1897 bis 1904 durch den Architekten ...

Contact the institution

[Last update: ]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.