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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Gemäldesammlung moderne_digital [MOI02421]

Fragment des Sauerlandt-Porträts

Fragment des Sauerlandt-Porträts (Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) (CC BY-NC-SA)

Description

Martha Bernstein war die Tochter des halleschen Mediziners, Professors und Rektors der Martin-Luther-Universität Julius Bernstein (1839-1917), der Mitglied der Leopoldina war, das noch heute nach ihm benannte Institut für Physiologie in Halle gründete, und der mit einer neuen Membran-Theorie bekannt wurde. Die Familie war sehr Musikinteressiert. Ihr Bruder Felix wurde Mathematiker und studierte bei Georg Cantor; er emigrierte 1934 in die USA und kehrte nach dem Krieg nach Europa zurück. Martha Bernstein studierte um 1890 in München bei Ludwig Schmid-Reutte, der zusammen mit Friedrich Fehr eine Spezialschule für künstlerische Anatomie leitete, außerdem besuchte sie die private Malschule von Christian Landenberger, mit dem dort lehrenden Theodor Hummel kam sie erstmals an den Ammersee. Von 1909 bis 1912 studierte sie in Paris an der Académie Matisse. Nach Rückkehr nach Halle hielt sie Vorträge in der Städtischen Frauenschule, später (1921) schrieb sie ein Buch über die Schönheit der Farbe in der Kunst und im täglichen Leben. 1923 heiratete sie den Musikwissenschaftler und Kapellmeister Dr. Max Christian Karl Wilhelm Neuhaus (1874-1935), der Mitarbeiter des Völkischen Beobachters wurde; die Ehe wurde 1927 geschieden. Martha Bernstein-Neuhaus zog 1931 nach Diessen am Ammersee, 1941 ging sie in die Schweiz und lebte bis 1950 bei ihrem zweiten Bruder Rudolf in Baden (Aargau). Max Sauerlandt stellte ihre graphischen Arbeiten 1910 im Städtischen Museum am Großen Berlin aus. Es handelte sich um Blätter mit landschaftlichen Motiven und Interieurs, auch Pariser Motive, in Feder, Bleistift und Pastellkreide, einige davon waren zuvor auf der Schwarz-Weiß-Ausstellung der Berliner Sezession ausgestellt. Sauerlandt attestierte den Werken eine schmückende, dekorative Qualität, bestimmt für den modernen Innenraum. Besprechung der Ausstellung durch Sauerlandt in der Saale-Zeitung am 3.11.1910, außerdem Katalog: Die große Inspiration. Deutsche Künstlerin der Académie Matisse. Kunstmuseum Ahlen, 2005, S. 86-89.
Martha Bernstein malte 1912 ein Portrait von Max Sauerlandt; das Fragment schenkten die Nachkommen im 24. September 2011 anlässlich eines Familientreffens in Halle dem Museum. Max Sauerlandt vermerkte in seinem Terminkalender für den 5.-9.7.1912 Porträtsitzungen. Dabei ist wahrscheinlich dieses Gemälde entstanden.

Material/Technique

Öl auf Leinwand

Measurements

ca. 32 x 34 cm

Painted ...
... Who:
... When
... Where

Literature

Keywords

Object from: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Seit 1904 ist in der Moritzburg das hallesche Kunstmuseum untergebracht, zunächst nur mit seinen kunsthandwerklichen Beständen, ab 1921 auch mit ...

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