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Stadtmuseum Hagen [Hagener Stücke]. 111 Objekte aus dem Stadtmuseum [2017/68]

Erinnerungsglas der Kochkunst-Ausstellung

Erinnerungsglas der Kochkunst-Ausstellung (Stadtmuseum Hagen RR-R)
Provenance/Rights: Stadtmuseum Hagen / Heike Wippermann (RR-R)

Description

Um 1900 hatte sich Hagen zu einem florierenden Zentrum von Handel und Gewerbe im Rheinland und in Westfalen entwickelt. Mit der Gründung des Hagener Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe griff auch Karl Ernst Osthaus 1909 den überregionalen Rang der Stadt auf. Mit seinem Museum ging es ihm darum, die Bedeutung der Kunst beispielsweise für Werbung zu zeigen.
Auf der Hagener „Springe“ wurden im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert mehrere Gewerbe- und Fachausstellungen veranstaltet. Sie sollten an die großen und überregionalen Ausstellungen in Berlin und in anderen Hauptstädten, nicht zuletzt auch an die Weltausstellungen anknüpfen. Der 1913 begonnene Bau einer eigenen Stadthalle festigte die Bedeutung der „Springe“ als Veranstaltungsort. Für Ausstellungen gab es auf der „Springe“ seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine hölzerne Halle. Gegen 1880 wurde sie durch einen Neubau ersetzt. Vom 19. Mai bis 3. Juli 1914 fand zum letzten Mal vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs eine große Jubiläums-Gewerbe-Ausstellung statt.
Im Mai 1895 war die vom Hagener Wirte-Verein organisierte erste „Kochkunst- und Fachausstellung für Hotel- und Wirtschaftsbetriebe“ ein großer Erfolg. Zur Erinnerung wurden durch die Stadt Hagen und den Wirte-Verein zwei Medaillen herausgegeben. Ähnliche lokale und regionale Ausstellungen gab es um 1900 in vielen Städten.
Die erste überregionale Kochkunst- und Fachgewerbe-Ausstellung in Hagen war vom 6. bis 17. Mai 1905 auf die Provinz Westfalen ausgerichtet. Sie wurde von der „Westfälischen Zone“ des Deutschen Gastwirte-Verbandes organisiert. In der Veranstaltungshalle und weiteren Gebäuden auf der „Springe“ präsentierten sich zahlreiche Betriebe, Restaurants und Köche. Neben einer Silbermedaille fand vor allem eine Postkarte mit einer Abbildung des Ausstellungsgebäudes weite Verbreitung. Das 1994 von Vera Müller aus Hagen dem Stadtmuseum gestiftete Erinnerungsglas zeigt ebenfalls das Postkartenmotiv, vermutlich war es das Vorbild für das Erinnerungsglas.

Ralf Blank

Quellen: StadtA Hagen, Best. Hagen 1, Nr. 5648, 5649, MD82-1895, MD109-1895.

Material / Technique

Weißglas & Emaille / bemalt

Measurements ...

H 10,2 cm; D max. 5 cm

Was used ...
... when
... where

Literature ...

Tags

[Last update: 2018/07/03]

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