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Museum Baruther Glashütte Jagd und Wald- Gläser spiegeln Kultur und Technik Sammlung Stockmann Auftaktinstallation [03D010]

Barocker Pokal mit Spiegelmonogramm und Wappen

Barocker Deckelpokal, Glas (Museum Baruther Glashütte CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum Baruther Glashütte (CC BY-NC-SA)
"Barocker Deckelpokal, Glas

Provenance/Rights: 
Museum Baruther Glashütte (CC BY-NC-SA)

"Barocker Pokal mit Spiegelmonogramm und Wappen

Provenance/Rights: 
Museum Baruther Glashütte (CC BY-NC-SA)

"Barocker Pokal mit Spiegelmonogramm und Wappen

Provenance/Rights: 
Museum Baruther Glashütte (CC BY-NC-SA)

Description

Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, breiter, leicht ansteigender Fuß mit versenktem und mattiertem Spitzblattdekor, massiver Balusterschaft zwischen kräftigen Trommelscheiben. Am Ansatz der becherförmigen Kuppa wiederholt sich das mattierte Spitzblattmotiv, auf der Schauseite der Wandung in Tiefschnitt ein Wappenschild mit Darstellung eines steigenden Hirsches, üppiger Helmdecke und reiche Helmzier mit Hirsch. Die gegenüberliegende Seite ist mit dem ligierten Spiegelmedaillon, das sich eventuell lesen lässt als "RvL", zwischen Lorbeerzweigen unter einer Adelskrone in Tiefschnitt verziert, der Mündungsrand mit einem Fries aus polierten Rundschlifffacetten. Ein ehemals wohl zugehöriger Deckel fehlt.
Bei dem Pokal handelt es sich um ein Produkt der Potsdamer Hofglashütte, die im Auftrag der brandenburgisch-preußischen Herrscher exquisit gearbeitete Luxusgläser herstellte. Das Wappen könnte sich auf ein Mitglied der Familie Tempelhoff beziehen, eventuell den Bernauer Stadtverordneten Georg Tempelhoff (1648–1712), ohne dass das Monogramm diese Vermutung bestätigt. Wahrscheinlicher ist, dass es sich um das Monogramm eines Mitgliedes der Familie von Lowtzow handelt, deren Wappen allerdings im Schild lediglich einen halben Hirsch zeigt.
Formal datiert dieser Pokaltyp mit dem kräftigen Balusterschaft, dem Spitzblattdekor und den Rundfacetten an der Mündung in die Regierungszeit Friedrichs I., zwischen 1701 und 1713 (vgl. Götzmann/Kaiser, Gläserne Welten, 2017, Kat. 45; Keisch/Nezter, Herrliche Künste und Manufacturen, 2001, Kat. 172; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 13.1, 19.1+3). [Verena Wasmuth]

Material/Technique

Glas, formgeblasen, geschnitten, geschliffen

Measurements

Höhe (ohne Deckel): 39 cm

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Museum Baruther Glashütte

Object from: Museum Baruther Glashütte

Das Museum Baruther Glashütte ist spezialisiert auf Glas- und Technikgeschichte. Es ist ein authentischer Standort der Industriekultur in der ...

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