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Museum Pankow Sammlung Prenzlauer Berg [08047]

Modell des geplanten Jugendpalastes "Artur Becker", 1980er Jahre

Modell eines geplanten Jugendpalastes "Artur Becker" 1980er Jahre (Museum Pankow CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum Pankow (CC BY-NC-SA)
"Modell eines geplanten Jugendpalastes "Artur Becker" 1980er Jahre

Provenance/Rights: 
Museum Pankow (CC BY-NC-SA)

"Modell eines geplanten Jugendpalastes "Artur Becker" 1980er Jahre

Provenance/Rights: 
Museum Pankow (CC BY-NC-SA)

"Modell eines geplanten Jugendpalastes "Artur Becker" 1980er Jahre

Provenance/Rights: 
Museum Pankow (CC BY-NC-SA)

Description

Der Bau eines zentralen Jugendpalastes als Maßnahme der DDR-Jugendpolitik war ein lange geplantes Projekt, welches schließlich auf der Werneuchener Wiese, einer Brachfläche am Fuße des Volksparks Friedrichshain (Danziger Straße - Kniprodestraße - Margarete-Sommer-Straße) entstehen sollte, allerdings aus finanziellen Gründen nicht realisiert wurde. Dieses Modell stand bis Anfang der 1990er Jahre im Büro des Reisebüros Jugendtourist mit Sitz in der Dimitroffstraße 81 (heute Danziger Straße) und konnte kurz vor Schließung des Reisebüros durch das Prenzlauer Berg Museum geborgen werden.

Der DDR-Tourismus wurde zum überwiegenden Teil durch den Staat und die Betriebe organisiert. Der größte Reiseveranstalter war der Feriendienst des Freien Deutschen Gewerkschaftsbunds (FDGB), bei dem man sich um einen Ferienplatz bemühen und auch mal mehrere Jahre Wartezeit in Kauf nehmen musste. Zweitgrößter Anbieter waren die staatlichen Campingplätze. Daneben gab es das Reisebüro der DDR und ab 1975 Jugendtourist, das Jugendreisebüro der Freien Deutschen Jugend (FDJ).

Der geplante Jugendpalast sollte den Namen "Artur Becker" (1905-1938) tragen. Becker war Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD) und bis zum Verbot der KPD Reichstagsabgeordneter. Als Kämpfer im Spanischen Bürgerkrieg geriet er in Gefangenschaft der Franco-Truppen und wurde erschossen.
Die Werneuchener Wiese war bis zum Frühjahr 1945 ein dicht bebautes Wohnviertel mit ca. 50 Wohnhäusern und über 1.500 Wohnungen. Um von dem nahe gelegenen Flak-Bunker im Friedrichshain Schussfreiheit gegen die anrückende Rote Armee zu haben, brannten Einheiten der Schutzstaffel (SS) am 27. April 1945 das im Krieg bis dahin weitgehend erhalten gebliebene Wohnviertel nieder. Die Bewohner hatten zuvor Ihre Wohnungen verlassen müssen.

Material/Technique

Metall, Holz

Measurements

L.: 250cm B.: 110cm H.: 60cm

Relation to people

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Museum Pankow

Object from: Museum Pankow

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