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Gustav Mesmer Stiftung [F1756]

"Zusammenfassung II Betreff. Geerbt von der Mutter [...]"

"Zusammenfassung II Betreff. Geerbt von der Mutter [...]" (Gustav Mesmer Stiftung CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Gustav Mesmer Stiftung (CC BY-NC-SA)
""Zusammenfassung II Betreff. Geerbt von der Mutter [...]"

Provenance/Rights: 
Gustav Mesmer Stiftung (CC BY-NC-SA)

""Zusammenfassung II Betreff. Geerbt von der Mutter [...]"

Provenance/Rights: 
Gustav Mesmer Stiftung (CC BY-NC-SA)

Description

Beidseitig beschriebens Blatt. Bei dem Schriftstück handelt es sich um die Reinschrift eines vorher auf Konzept geschriebenen Briefes (F1755). Darin schreibt Mesmer, dass er von seiner Mutter ein möbiliertes Zimmer auf Lebzeit geerbt hat, dieses jedoch von einem seiner Brüder genutzt wird. Zudem schreibt Mesmer, dass er von seiner Schwester Klara 1000 Mark geerbt hat, welche von seinem Bruder Walter verwaltet werden, um daraus Mesmers Reisekosten zu bezahlen, was der Bruder jedoch unterlasse. Der Brief bringt zum Ausdruck, dass zwischen Mesmer und seinen Geschwistern sowie Schwägerinnen und Schwägern ein schlechtes Verhältnis herrschte.

Inscription

Vorderseite: "Zusammenfassung II Betreff. Geerbt von der Mutter, so lang ich lebe/ eine Schlafkammer, mit Inhalt= Möbel, Kleider kasten, voll Bettausrüstung,/ Nachtisch, Komode, etwa 3 Garnituren, gesamt Bettbezug inn Weiß, wie bläulig,/ Handtücher - mehrer Hemden - Taschentücher - Uhr (Wecker), Stühle/ Schwager wie Schwester Hildegard hatten 3 Söhne, aber für Selbe nur 1 Schlafzimer/ man kam überein mit mir für 1 den Ältesten Sohn mein Schlafzimer/ zu überlassen. Alle meine Möbel wurden inn der Bühne abgestellt./ Als der Älteste Sohn Elmar Lehrer Heiratete, zog er aus, hatte ein Haus gekauft./ so war das Schlafzimer wieder frei. Ich meinte ich könne wieder/ mein Schlafzimer in anspruch nehmen, aber ohne mich zufragen, wurde der 2te Sohn Winfried sportlehrere, inn meiner Kamer untergebracht. Er/ Weißelte u. Tapezierte es selbst, Huger = Schwager von mir ohne mich zu fragen lege ein neuen Boden ein, somit meint er sei das Zimer schon/ sein eigentum, als vergleich gab er mir ein Platz im Holzschoff, wo ich/ dann mein Moped u. Fahrad unterstellen durfte, diesen Platz hatte ich schon/ vorher, von der nun verschiedenen Schwester Klara, als Sie starb kaufte/ Hugger den Unterstock dess Hause für 4500 M. Jetzt gehört der obere/ Stock meiner Schwester, da sie geerbt, das untere Teil des Hauses gehört jetzt/ dem Schwager Hug. Hugger/ Ich weiß noch nicht , Was aus meinem Besitz einmal werden soll/ an wehn oder zu welchem Zweck alle Besitz Gegenstände von mir/ vergeben werden sollen/ Mein Schwager siht mich nicht gerne, er sagt selber ich bringe im/ kein Gewin. Er reflektiert nur auf Reichtum, wie Gewinn./ beanstandet mich ich esse zu viel, sogar beim H. Hascher beanstandete/ meine Schwester gebe mir zu viel. Im anfang war es war , Sie gab mir/ zum Morgen Vesper reichlich - das Sie dann aber weg ließ. Einmal zum/ Abendessen gab es ein rießen Krach, sein Jüngster Sohn Rainer er/ ist Metzger u. Bringt manchmal Wurst, als er sich Würst bereitete/ Sprach der Schwager Huger, er wolle auch von der Wurst, was er dann gab/ Meine Schwester sass auch zu Tisch u. sagte zum Schwager, der Rest wolle man/ doch mir gebe, darauf wurde der Schwager heftig zur Schwester, diese verließ/ das Zimmer ihr Jüngster stand auf und schimpfte, kannst du meine Mutter/ so beleidigen, ging - flüchtete zur Mutter, zum Schluss schob er den Rest/ mir zu, ich aber wollte nichts mehr. Manchmal teilte er das Essen, gab/ mir ein Klein Stückchen, das ander verzehrte er ganz versonnen in sich hinein/ als Hausher u. Versorger der Familie. Er kritisierte immer, wenn ich u meine/ Schwester Vesperten, sie sitzen [?] beim Essen./ Betreffs - meines Bruders Walter Mesmer Bildhauer seshaft in Kalkweil/ oberhalb Rottenburg, mit seiner Frau Regina - als meine Schwester Klara/ in Tübingen starb, mir im Testament 1000 Mark vererbte, mit dem Hinweis/ Walter Mesmer Bildhauser soll für mich das Erbe, für Reiße zwecke verwalten,/ aber Er Walter hat nicht das Wort, muß thun was seine Frau Regina/ angibt, Laut Walter - kann er die Reißen für mich nicht auch noch bezahlen./ Jetz hat er doch das geerbte Geld, mußte trotzdem die Reiße selbst bezahlen."

Rückseite: "An dem Tag als ich auf Urlaub eingeladen./ Ich dort ankam Stürzte Schwägerin Regina/ die Treppe herab mußte ins Krankenhaus/ die Beine wurden in Gips geleg sie konnte/ lange zeit nicht mehr gehen, sie legte den ver-/ dacht auf mich als wäre ich Schuld daran/ war mir sehr böse,/ Ich reisste immer hin u. Zurück mit Omnubus/ das kostete 12-14 Mark, als der Urlaub/ vorbei ich zur Rückfahrt vorsah, Regina/ nach dem Fahrplan schautem war keine Aufsicht zufinden, Sie wollte eben mit mir/ fahren u. Reißen zu können. Sie hatte/ eine Freundin, welche ein Auto hatte zu/ der mußte ich spät abends gehen, 1 Stunde/ Wegs = in Remisheim, die Fahrt nach hause,/ über nehmen konnte. Selbe fuhr auch dann./ Es sind so 60 Kilometer bis Buttenhausen,/ Hier angekommen, mußte ich nach der frage/ was ich Schuldig 30 Mark zahlen, ich wußte nicht/ hate sie das Reiße Geld, vom geerbten, oder nicht/ von Walter, jeden fals mußte ich selber zahlen./ Sie ging dann nur böse von mir Weg./ ? Haben Sie das Geld, für die Rückreiße in einem Restorant verbreucht weß ich nicht./ bei der Schwägerin ist kein Ding unmöglich./ Sie, Bruder u. Schwägerin behielten mich/ 4 Wochen, Sie sagte wir behalten sich 4 Wochen/ Landheim kann thun was es will, Sie/ Kauft ein, eine Flasche Likör, eine rießig/ Tafel Schokolade, weiß nicht von welchen Geld/ u. Vielicht ohne Wissen meines Bruder./ kalkweil Bruder u Schwägerin, Sie/ hat mir zum Schluß, etwas inns Essen/ gemischt, seitdem leite ich an Geistigen/ Störungen, ich will jetzt nicht mehr Dort hin/ weil selbe mich zuWeihnachte einluden/ lass mich nicht ganz verüc machen wohl/ möchte Schwägerin wieder inn eine Irren-/ Anstalt bringen weil ich mein Schwager/ wie Schwägerin inn beisein vom Bruder u./ Schwester, bat um versetzung, Nur Schwager/ wie Schwägerin heftig dagegen stellung/ nahm - Bruder wie Schwester sagten/ weder Ja noch nein, die doch gefragt/ waren, Es war hernach mir eine Böse verfolgung zu überstehen./ Wenn ich wieder für urlaub (Weihnachten)/ hier angerufen sagt H. Hascher wie Herr Scheu ich solle absagen, mit ’es sei mir nicht gut,/ auch zu Euren Wissen, bei Anruf./ An die Leiterin im Büro/ wo die Angelegenheiten, von Verwandten/ der Innsasen im Landheim betreut./ von Gust. Mesmer /Landheim Insase/ 18. Nov. 1985".

Material/Technique

Kugelschreiber auf Papier

Measurements

H 28,4 cm; B 20,9 cm

Created ...
... Who: Zur Personenseite: Gustav Mesmer (1903-1994)
... When
... Where More about the place

Keywords

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Gustav Mesmer Stiftung

Object from: Gustav Mesmer Stiftung

"Wo die Schule versagt, geht das ganze Leben einen Nebenweg." Gustav Mesmer, Erfinder und Künstler, ein Mensch mit extremer Biografie, hat dies mit ...

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