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KZ-Gedenkstätte Neuengamme

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Die SS errichtete Ende 1938 zunächst in einer stillgelegten Ziegelei in Hamburg-Neuengamme ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Im Frühsommer 1940 wurde das KZ Neuengamme zu einem eigenständigen Konzentrationslager. Bis 1945 war es das zentrale Konzentrationslager Nordwestdeutschlands. Im Verlauf des Krieges deportierten die Gestapo und der Sicherheitsdienst der SS Zehntausende Menschen aus allen besetzten Ländern Europas als KZ-Häftlinge nach Neuengamme. Gründe für die Einweisung waren zumeist ihr Widerstand gegen die deutsche Besatzungsherrschaft, Auflehnung gegen Zwangsarbeit oder rassistisch motivierte Verfolgung.

Im KZ Neuengamme und in seinen mehr als 85 Außenlagern, die für Bauvorhaben und bei Rüstungsfirmen in ganz Norddeutschland entstanden, mussten die Häftlinge Schwerstarbeiten für die Kriegswirtschaft leisten. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen waren mörderisch. Insgesamt kamen mindestens 42.900 Menschen im Hauptlager Neuengamme, in den Außenlagern oder im Zuge der Lagerräumungen bei Todesmärschen und bei dem Bombardement von KZ-Schiffen ums Leben. Zusätzlich sind mehrere tausend Häftlinge nach ihrem Abtransport aus dem KZ Neuengamme in anderen Konzentrationslagern oder nach Kriegsende an den Folgen der KZ-Haft gestorben.

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnert an über 100.000 Menschen aus ganz Europa, die im KZ Neuengamme und seinen Außenlagern während der Zeit des Nationalsozialismus inhaftiert waren. Die Gedenkstätte gliedert sich in einen Gedenkbereich mit Mahnmal und dem "Haus des Gedenkens" sowie einen großen Ausstellungsbereich. Rundwege erschließen das weiträumige Gelände und führen an erhaltenen historischen Gebäuden und Anlagen vorbei. Fünf Dauer-Ausstellungen werden gezeigt. Die Hauptausstellung "Zeitspuren: Das Konzentrationslager Neuengamme 1938-1945 und seine Nachgeschichte" befindet sich in einer ehemaligen Häftlingsunterkunft. Weitere Ausstellungen befassen sich mit der Lager-SS, mit KZ-Zwangsarbeit in der Ziegel- und der Rüstungsproduktion sowie mit dem Umgang mit dem Ort nach 1945. Zur Gedenkstätte gehören ein Archiv und eine Bibliothek, die nach Absprache besucht werden können.

Die Gedenkstätte ist eine Einrichtung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen.

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April bis September

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