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Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift Alles veloziferisch? Zum Wandel der öffentlichen Kommunikation im 19. Jahrhundert

Alles veloziferisch? Zum Wandel der öffentlichen Kommunikation im 19. Jahrhundert

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Schon Goethe erlebte seine Zeit als eine Phase ungeheurer Beschleunigung gerade auch der Kommunikation, die ihn einerseits zur Proklamation seiner Idee einer ‚Weltliteratur‘ inspirierte, die er andererseits sehr kritisch sah: „Jenes ungestörte, unschuldige, nachtwandlerische Schaffen, wodurch allein etwas Großes gedeihen kann, ist gar nicht mehr möglich. Unsere jetzigen Talente liegen alle auf dem Präsentierteller der Öffentlichkeit. Die täglich an funfzig verschiedenen Orten erscheinenden kritischen Blätter, und der dadurch im Publikum bewirkte Klatsch, lassen nichts Gesundes aufkommen. Wer sich heut zu Tage nicht ganz davon zurückhält und sich nicht mit Gewalt isoliert, ist verloren.“ (Eckermann. FA II 12, 527.)

Die Direktorin des Freien Deutschen Hochstiftes, Prof. Dr. Anne Bohnenkamp, diskutiert mit einer Expertin für Medien und Sprachgeschichte (Dr. Tina Theobald, Universität Heidelberg) und mit Dr. Kristin Kube, Kennerin der (Technik-)geschichte des frühen 19. Jahrhunderts Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Folgen der Beschleunigung in der Goethezeit und unserer Gegenwart.

Die Frankfurter Hausgespräche zum Thema „Digitale Kommunikation: Feuerwerk der Möglichkeiten mit Licht- und Schattenseien“ werden aufgezeichnet und teilweise vom Hessischen Rundfunkt im Radio übertragen.

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