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Prähistorische Sammlung Köthen - "Verziertes Bronzemesser" (museum-digital:deutschland)
Prähistorische Sammlung Köthen Archäologische Sammlung [EK 20/ 18 (28 B 260)]

Verziertes Bronzemesser

Verziertes Bronzemesser (Prähistorische Sammlung Köthen CC BY-NC-SA)

Description ...

Einzelfund Bronze (wohl Grabfund), verziertes Bronzemesser, späte Bronzezeit: Hallstatt B/ Saalemündungsgruppe, teils grün patiniert
Das reich verzierte Bronzemesser wurde angeblich bereits um 1852 bei der Abtragung des Langen Berges bei Baalberge, wohl eines der zahlreichen mehrphasigen Hügelgräber im Bernburger Land geborgen. Es befand sich bis 1920 im Eigentum des Gutsbesitzers Reinicke in Baalberge und wurde dann zusammen mit einer angeblich gemeinsam damit aufgefundenen Steinaxt W. Götze übergeben, der es in den Bestand des Köthener Museums übernahm. Dies wirft ein bezeichnendes Licht auf die noch recht offenen Zuständigkeiten für Bodendenkmale in Anhalt in dieser Zeit, aber es ist auch ein deutliches Zeichen dafür, dass Köthen nach dem 1. Weltkrieg mit einem exzellenten Fachmann wie Götze die Führungsrolle in der prähistorischen Forschung Anhalts übernommen hatte.
Es dürfte sich bei dem Objekt um die Beigabe einer spätbronzezeitlichen Nachbestattung in einem Grabhügel der mittleren Jungsteinzeit handeln.
Kennzeichnend für das vorliegende Messer ist ein Zwischenstück zur Klingenbasis hin mit Wellenornament. Das Hauptornament besteht aus einer Reihe von Würfelaugen an der Klingenbasis, welches sich dann zu 1 Zweier- und 2 Dreiergruppen erweitert. Von hier setzt ein längsverlaufendes Muster aus 3 Linien mit je 1 Reihe begleitender Punzen ein, das sich bis zur Spitze hinzieht. Der Rücken des Messers ist gleichsam reich verziert. sie besteht aus Quer- und Schrägstrichgruppen, Fischgrätenmustern kleinen Kreisen.
Recht deutliche Parallelen zu diesem Objekt finden sich gleich mehrere in Anhalt (Baasdorf, Dessau, Oranienbaum), darüber hinaus in einem weiteren Verbreitungsgebiet in der der jüngsten Bronzezeit Mittel- und Nordeuropas wahrscheinlich handelt es sich um Importe aus dem südwestdeutschen Urnenfelderkreis, welche über Thüringen bis weit nach Norddeutschland vermittelt wurden.
Forschungsgeschichtlich interessant ist die Tatsache, dass bereits Christian II. über 200 Jahre zuvor in seinem Tagebuch über die Entdeckung eines Grabes (nach der Beschreibung wohl ebenfalls einer spätbronzezeitlichen Bestattung im Langen Berg) durch ortsansässige Bauern berichtet hatte.

Material/Technique

Bronze

Measurements ...

25,5 cm

Found ...
... When: [About]
... Where: [Probably]

Key words ...

[Last update: 2016/05/26]

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